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10% Abweichung? Vorsicht vor einer Mietkürzung!

Weicht die im Mietvertrag angegebene Wohnfläche um mehr als 10% von der tatsächlichen Wohnungsgröße ab, darf Ihr Mieter die Miete kürzen.

Darüber hinaus hat er sogar das Recht, fristlos zu kündigen. Diese für Sie nachteiligen Folgen können Sie jedoch vermeiden: Geben Sie die Wohnungsgröße im Vertrag immer korrekt an. Im Zweifelsfall messen Sie nach.

Dies kann Ihnen vielleicht etwas umständlich vorkommen, aber um einer eventuellen Mietkürzung zuvor zu kommen, ist es der Weg, der auf alle Fälle ratsamer ist.

Wird Ihre Wohnung mit öffentlichen Mitteln gefördert, müssen Sie die Fläche seit dem 01.01.2004 zwingend nach den Vorschriften der Wohnflächenverordnung berechnen. Bei frei finanzierten Wohnungen können Sie mit Ihrem Mieter auch eine andere Berechnungsweise vereinbaren.

Verbreitete Berechnungsmethoden sind:

  • Wohnflächenverordnung (WoFlV)
  • 2. Berechnungsverordnung (II. BV)
  • DIN 283
  • Fertigmaße

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  • Rohbaumaße

Geben Sie im Mietvertrag neben der Wohnfläche auch an, nach welchem Verfahren diese ermittelt wurde. Das erspart Ihnen späteren Streit um die richtige Berechnungsweise.

Ohne eine derartige Vereinbarung wenden die Gerichte bei Mietverträgen, die nach dem 01.01.2004 abgeschlossen wurden, die Wohnflächenverordnung an.

Musterformulierung:

„Die Wohnfläche beträgt … m². Die Größe wird nach den Vorschriften der Wohnflächenverordnung ermittelt.“

Diese Räume müssen Sie berücksichtigen

Nicht alle Räume und Flächen, die der Mieter aufgrund des Mietvertrags benutzen darf, gehören auch zur Wohnfläche im Sinne der Wohnflächenverordnung.

Prüfen Sie daher, wenn Sie mit der Wohnflächenermittlung beginnen, in einem 1. Schritt, welche Räume überhaupt eine Rolle spielen.

Nicht zur Wohnfläche gehören:

  • gemeinschaftliche Räume ( = Räume, die auch von anderen Mietparteien genutzt werden, also nicht ausschließlich zu der gemieteten Wohnung gehören, z. B. gemeinschaftlicher Partyraum, allen Mietern zur Verfügung stehendes Schwimmbad)
  • Geschäftsräume ( = Räume, die nur der Mieter zur Gewerbeausübung nutzt
  • Zubehörräume ( = Räume, die außerhalb der Wohnung liegen und nicht zum Wohnen bestimmt sind, sondern nur zum kurzfristigen Aufenthalt, z. B. Kellerräume, Abstellräume und Kellerersatzräume außerhalb der Wohnung, Waschküchen, Bodenräume, Trockenräume, Heizungsräume und Garagen)
  • Räume, die nach den Vorschriften der Landesbauordnungen nicht zum Wohnen geeignet sind (z. B. weil sie eine zu niedrige Deckenhöhe haben)
  • Bei der Wohnflächenermittlung in unterschiedlicher Weise mitberücksichtigt werden jedoch:
  • Wintergärten, Schwimmbäder, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören, sowie ähnliche nach allen Seiten geschlossene Räume
  • Balkone, Loggien, Dachgärten und Terrassen

Einbeziehung von Räumen vereinbaren

Gehört zu Ihrer frei finanzierten Mietwohnung oder einem vermieteten Einfamilienhaus beispielsweise ein Fitness- oder Partyraum im Keller, der ausschließlich an eine Mietpartei mit vermietet wird, vereinbaren Sie ausdrücklich, dass abweichend von der Wohnflächenverordnung diese Flächen mitzählen.

Musterformulierung:

„Die Größe der Wohnung wird nach der Wohnflächenverordnung ermittelt. Abweichend hiervon wird die Fläche des Fitnessraums im Keller mit … m² zur Wohnfläche hinzugerechnet.“

8. Januar 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.