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10 Horror-Szenarien für 2015 von Saxo Bank

Auch in diesem Jahr sorgen die neusten „ Outrageous Predictions“ (ungeheuerliche Vorhersagen)  der dänischen Investmentbank Saxo Bank für reichlich Gesprächsstoff. Wie in den vergangen Jahren auch, beinhaltet der Bericht der Saxo Bank unwahrscheinliche, aber dennoch nicht ganz auszuschließende Horror-Szenarien für das Jahr 2015.

Wie hört sich beispielsweise ein Austritt Großbritanniens aus der EU an? Oder aber der Rücktritt des EZB-Chefs Mario Draghi? Diese ungeheuerlichen Prognosen sind selbstverständlich nicht die offiziellen Vorhersagen der Saxo Bank für das Jahr 2015.

Vielmehr möchte die Bank damit auf unwahrscheinliche Entwicklungen hinweisen, die bei tatsächlichen Eintritt mit erheblichen Risiken für das globale Finanzsystem und die Weltwirtschaft verbunden wären.

Die ungeheuerlichen Prognosen sind dabei keineswegs an den Haaren herbeigezogen. So wurde beispielsweise im Bericht zu 2014 der aus damaliger Sicht höchst unwahrscheinliche Preisverfall vom Öl prognostiziert – eine zu dieser Zeit ungeheuerliche  Prognose, die 2014 tatsächlich eingetreten ist.

Aus diesem Grund ist es wichtig, solche aus heutiger Sicht höchst unwahrscheinlichen Entwicklungen nicht zu unterschätzen, sondern im Hinterkopf zu behalten. Denn nach Aussagen von Steen Jakobsen, dem Chefökonom der Saxo Bank, kann das Jahr 2015 zu einer regelrechten Achterbahnfahrt für Anleger werden.

Vor allem die aktuell geringen Inflationsraten und die lockere Geldpolitik der Notenbanken sieht Jakobsen als potenzielle Gefahrenquellen für das Jahr 2015.

Nichtdestotrotz, die ungeheuerlichen Prognosen aus dem Bericht der Saxo Bank bleiben sehr unwahrscheinlich. Die Prognosen sind bewusst äußerst negativ formuliert und stellen daher schlimmstmögliche Entwicklungen dar.

Allerdings ist es ein äußerst hilfreiches Gedankenexperiment  sich zu überlegen, was das Eintreten dieser Prognosen für das eigene Portfolio bedeuten würde.

Außerdem ist es leider nicht von der Hand zu weisen, dass einige dieser Horror-Szenarien in der Vergangenheit tatsächlich aufgetreten sind. Ein Blick auf die 10 provokativen Vorhersagen der Saxo Bank lohnt daher auf jeden Fall.

Prognose 1: Mario Draghi tritt in 2015 zurück

In diesem Szenario räumt Mario Draghi seinen Posten bei der EZB für Jens Weidmann. Die schlechten Wirtschaftsaussichten in den Ländern der Europäischen Union werden die EZB unweigerlich zur Einführung eines Quantitative Easing-Programms in 2015 zwingen.

Da sich Deutschland aber offen gegen eine solche Politik ausgesprochen hat, soll hier mit der Benennung des Deutschen Jens Weidmann zum EZB-Chef ein Kompromiss gefunden werden.

Dadurch soll das in Deutschland ungeliebte Quantitative Easing wenigstens unter der Aufsicht eines deutschen EZB-Präsidenten durchgeführt werden.  Draghi hat ebenfalls ein großes Interesse an seinem Rücktritt, da er danach wieder in die italienische Politik gehen kann. Dort wird er versuchen der Nachfolger von Präsident Napolitano zu werden.


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Prognose 2: Russland erlebt eine katastrophale Schuldenkrise

Auch ohne die Sanktionen von Seiten der EU und den USA hat sich Russland auf dem Weg zu einer Rezession befunden. Der fallende Ölpreis und die Sanktionen werden die ohnehin negativen Entwicklung allerdings noch deutlich verschlechtern.

Vor allem der dramatische Wertverlust des Rubels von über 40% binnen weniger Monate ist ein deutliches Warnsignal für das Aufkommen einer schwerwiegenden Krise für Russland.  Die großen russischen Konzerne und die Regierung leiden unter einer stetig steigenden Auslandsverschuldung.

Der Zugang zu den internationalen Finanzmärkten ist für russische Unternehmen derzeit allerdings stark eingeschränkt. Das Land steuert auf eine Schuldenkrise zu. Die bestmögliche Lösung für Russland wäre ein Neustart, wie nach der Schuldenkrise von 1998. Dieser steht aber ohne eine politische Lösung des Ukraine-Konflikts vorläufig in den Sternen.

Prognose 3: Inflationsrate in Japan übersteigt 5%

Die japanische Notenbank wird die ohnehin kaum vorhandene Kontrolle über die eigene Währung weiter verlieren. Die Maßnahmen vom japanischen Premierministers Shinzō Abe zur Wiederbelebung der Wirtschaft haben nicht den gewünschten Effekt gezeigt.

Die japanische Notenbank wird daher auch weiterhin an der lockeren Geldpolitik festhalten und kräftig Geld drucken. Die Folge, eine deutliche Abwertung des Yen sowie eine Inflationsrate von über 5% in diesem Jahr.

Prognose 4: Vulkanausbruch in Europa

In 2015 wird der bereits aktive isländische Vulkan Bardarbunga ausbrechen. Durch seine schiere Größe werden dabei so viel Schwefeldioxid und andere toxische Gase freigesetzt, dass sich der Himmel über Europa verdunkeln wird.

Zudem werden durch die Gase in der Atmosphäre auch das Wetter und das Klima in Europa beeinflusst. Die Folge wird ein hoher Ernteausfall in Europa sein. Tritt dieses Szenario ein, ist davon auszugehen, dass sich die Getreidepreise in 2015 verdoppeln werden.

Prognose 5: China wertet Yuan um 20% ab

In China werden in 2015 die negativen Folgen des Kredit- und Häuser-Booms  weiter spürbar. Die chinesische Regierung wird alle Hebel in Bewegung setzen, um den Deflationsdruck von der heimischen Währung zu nehmen.

Es ist daher zu erwarten, dass auch China auf eine lockere Geldpolitik (wie in Japan und Europa) setzen wird. Das Hauptziel ist das Erreichen einer höheren Inflationsrate. Hierzu wird China in den kommenden Monaten den Yuan um insgesamt 20% abwerten.

Die Abwertung des Yuan kann dabei zu einem Abwertungs-Wettkampf im asiatischen Raum und vor allem zu Handelskonflikten mit Japan führen.

Prognose 6: Der Handel mit Kakao-Futures knackt die 5000 US-Dollar Marke

Die Nachfrage nach Kakao wird das Angebot in 2015 deutlich übersteigen. In den letzten Jahren hat vor allem die Nachfrage aus dem asiatischem Raum deutlich zugenommen.

Mit einem starken Wachstum der Mittelklasse, ist in diesen Ländern auch der Verbrauch von Genussgütern wie Schokolade spürbar angestiegen. Die Produktionsmöglichkeiten von Kakao kommen derzeit allerdings nicht mit der hohen Nachfrage mit.

In Afrika, dem größten Produzenten von Kakao, sind notwendige Investitionen in die Produktion nicht in ausreichendem Maße durchgeführt worden. Auch die Sorge um die Ebola-Krise verschärft die Situation. Insgesamt wird der Preis wegen des geringen Angebots und der steigenden Nachfrage in 2015 auf über 5000 US-Dollar pro Tonne ansteigen.

Prognose 7: Der Immobilienmarkt in Großbritannien bricht zusammen

Die Immobilienpreise in England haben in den letzten Jahren immer weiter zugenommen. Vor allem in London ist diese Entwicklung spürbar geworden. Im Durchschnitt liegt hier der Immobilienpreis durchschnittlich um 30% über dem Preis vor der Finanzkrise.

In 2014 konnte die Wirtschaft von Großbritannien, im Gegensatz zu Kontinentaleuropa, deutlich zulegen. Die englische Zentralbank wird daher in 2015 mit der Erhöhung der Zinsen beginnen.

Dieser Schritt wird sich auch in den Zinsen auf Hypotheken niederschlagen. Die Folge wird ein Immobilien-Crash in Großbritannien mit einem Preisrückgang von über 25% sein.

Prognose 8: Verdopplung des Spreads von hochverzinslichen Unternehmensanleihen

Die Geldpolitik der EZB hat die Zinsen von Unternehmensanleihen nach unten gedrückt. Eine Erholung der europäischen Wirtschaft wird sich in 2015 mit Sicherheit nicht abspielen. Der Markt für hochverzinsliche Anleihen wird sich deutlich verändern.

Anleger werden sich einer geringen Liquidität sowie starken Preisrückgängen ausgesetzt sehen. Der Market iTraxx Europe Crossover Index, ein Indikator für die Gesundheit des europäischen Anleihemarktes, wird von 350 auf über 700 Basispunkte in 2015 ansteigen.

Prognose 9: Großbritannien verlässt die EU

Die UK-Independence-Party (UKIP) erzielt bei den Unterhauswahlen am 7. Mai 2015 25% der Stimmen und wird dadurch drittstärkste Partei im Parlament.Die daraufhin gebildete Koalitionsregierung mit David Camerons Conservative Party wird das geplante EU-Referendum in 2017 durchführen.

Die europafeindliche UKIP wird alles daran setzen, dass die Bevölkerung in 2017 für einen Austritt Englands aus EU stimmen wird.

Prognose 10: Hacker

Internet-Kriminalität befindet sich auf einem traurigen Rekordniveau. Vor allem große E-Commerce Konzerne wie Sony oder Microsoft haben es immer häufiger mit hochprofessionellen Hacker-Angriffen zu tun.

Diese Hacker-Gruppen sind bestens ausgebildet und aller Wahrscheinlichkeit nach ziehen häufig Staaten im Hintergrund die Fäden. Auch Online-Händler sind ständigen Hacker-Angriffen ausgesetzt. Dies wird in 2015 vor allem der E-Commerce Gigant Amazon zu spüren bekommen.

Das ohnehin überbewertete Unternehmen wird in 2015 durch Folgen von Hackerangriffen einen Rückgang von bis zu 50% hinnehmen müssen. Insgesamt werden alle große E-Commerce Unternehmen in 2015 immer häufigeren und schwerwiegenderen Angriffen ausgesetzt setzt sein.

5. Januar 2014

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Max Ole Liemen
Von: Max Ole Liemen. Über den Autor

Max Ole Liemen entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft für Wirtschaft und Finanzen. Der studierte Volkswirt schafft es seinen Lesern komplexe Sachverhalte mit einfachen Worten zu erklären.