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100 Jahre BMW: Rückblick auf eine wechselhafte Zeit

Am 07. März 2016 hat der bayerische Autohersteller BMW sein hundertjähriges Bestehen gefeiert. Der Konzern mit Sitz in München zählt zu den 10 größten Autoherstellern der Welt, was aber nicht immer so war. Schwierige Zeiten gab es für den Konzern besonders während des zweiten Weltkriegs und in den 1960er Jahren stand der Autohersteller sogar kurz vor dem Verkauf an Daimler.

Aber der Reihe nach:

1916: Gustav Otto, Sohn des Erfinders des Otto Motors, gründet die Firma unter dem Namen „Bayerische Flugzeug-Werke AG“ (BFW). Ursprünglich fertigte BFW Motoren für die Luftfahrt.

1922: Die damalige BMW AG, die heute Knorr-Bremse heißt, übertrug im Jahr 1922 die Motorensparte mitsamt aller Markenrechte und dem bis heute aktuellen Logo an die BFW AG.

1923: BMW präsentierte mit der R32 sein erstes Motorradmodell auf der Deutschen Automobilausstellung in Berlin.

1928: BMW übernimmt die Fahrzeugfabrik Eisenach. Die Produktion erfolgt zunächst unter Lizenz.

1932: BMW startet mit eigenen Fahrzeugen, unter anderem dem BMW 303. Dieses Modell erhält als erstes die bis heute für die Marke signifikante Kühlergrillform.

1936: Der legendäre BMW 328 wird entwickelt.

1937: Der BMW-Werksfahrer Ernst Henne erreicht mit einem von BMW gebauten Motorrad eine Geschwindigkeit von 279,5 km/h – Rekord!

1941: Während des zweiten Weltkriegs muss die Produktion stillgelegt werden, als Rüstungskonzern ist die Bedeutung für die Kriegsführung groß.


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1942: Kriegs- und Strafgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge müssen Arbeitsdienst in den BMW-Werken verrichten.

1945: Nach dem Krieg verliert BMW den Standort in Eisenach, was nicht nur ein Rückschlag für BMW, sondern für die gesamte Autoindustrie ist.

1948: Die BMW R 24 kommt auf den Markt, das erste Nachkriegsmotorrad des Unternehmens.

1952: Erst ab 1952 fertigt BMW wieder Autos und versucht sich im Luxus-Segment zu behaupten. Die Modelle kommen nicht gut an und der Autohersteller steckt in einer tiefen Krise.

1955: BMW bringt die Isetta auf den Markt und ist damit sehr erfolgreich.

1959: Fast wird BMW an die Daimler-Benz AG verkauft. Einige Aktionäre können den Verkauf gerade noch aufhalten.

1960: Herbert Quandt übernimmt bei BMW das Ruder und will den Konzern mit sportlichen Mittelklasse-Fahrzeugen und Kleinwagen sanieren.

1967-1969: Die Sanierung ist erfolgreich und der Konzern expandiert. Zwei Werke in Landau und Dingolfing kommen hinzu, Motorräder werden seit dieser Zeit in Berlin-Spandau produziert.

1973: Die Firmenzentrale in München, die im Stil eines Vierzylinder-Motors gestaltet ist, wird eröffnet.

1975: Der 3er BMW erscheint erstmalig und ist bis heute ein Verkaufsschlager. In den gesamten 70er und 80er Jahren boomt bei BMW das Geschäft. BMW expandiert auf fünf Kontinente.

1994: BMW kauft Rover, was sich als Fehlentscheidung herausstellt.

2000: Rover wird wieder abgestoßen, übrig bleibt nur die Marke MINI, die der Konzern bis heute erfolgreich ausgebaut hat.

2007: BMW eröffnet in München ein Firmenmuseum, in dem die Unternehmensgeschichte anschaulich dargestellt wird.

2010: Die Submarke BMWi wird gegründet, in der unter anderem seit 2013 der BMW i3 produziert wird.

2015: BMW schlägt eigene Rekorde: 2.247.485 verkaufte Fahrzeuge bedeuten für den Konzern 92,175 Mrd. € Umsatz, ein Wachstum von 14,6 % alleine im Vergleich zum Vorjahr.

2016: 100 Jahre BMW. Das Unternehmen feiert mit seinen Mitarbeitern in der Allianz Arena in München.

BMW konnte in den letzten Jahren stark wachsen, eigene Auslieferungsbestmarken aufstellen und hat für die Zukunft große Pläne, wie zum Beispiel den noch stärkeren Ausbau der Submarke BMWi. Aus dem DAX ist die Aktie nicht wegzudenken.

Der Konzern will auf Leichtbau ebenso wie auf Hybrid setzen und auch das Thema selbstfahrende Autos angehen. Audi und Mercedes sind dem Konzern aber dicht auf den Fersen und wollen ihm spätestens 2020 den ersten Platz der Oberklasse-Hersteller streitig machen.

4. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.