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14 Technische Indikatoren, die jeder Anleger kennen muss

Die Technische Analyse ist ein wertvolles und sehr professionelles Werkzeug, um Trends und Entwicklungen von Anlagewerten unter die Lupe zu nehmen. Doch wer sich damit beschäftigt stellt schnell fest, dass es viele Wege nach Rom gibt.

Anleger haben jederzeit die Auswahl aus über einem Dutzend technischer Indikatoren, die sie in ihre Analyse einfließen lassen können. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten davon überblicksartig vor. So gelingt Ihnen die Orientierung im Bereich der Technischen Analyse garantiert.

Der Trend ist dein Freund: Technische Analyse

Wer bei einer Aktie oder einem anderen Anlageprodukt zukünftige Entwicklungen absehen kann, bevor sie passieren, hat einen enormen Vorteil. Im Prinzip kennen die Werte an der Börse nur drei Zuständen: entweder es geht nach oben und der Wert steigt, oder das Gegenteil ist der Fall und der Wert sinkt. Bei der dritten Option entwickelt er sich seitwärts, bleibt also von minimalen Schwankungen abgesehen grundsätzlich stagnierend.

Die wirklich bedeutenden und lukrativen Entwicklungen nennt man im Fachjargon auch Trends. Sowohl Privatanleger als auch echte Profis sind ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, um einen sich gerade abzeichnenden Trend möglichst früh zu erkennen. Eine der beliebtesten Möglichkeiten ist die so genannte Technische Analyse. Dabei wird versucht, aus den reinen Geschäftszahlen und Börsendaten der jüngsten Vergangenheit eine zukünftige Entwicklung abzuleiten.

Technische Indikatoren können das richtige Timing angeben

Ein technischer Indikator dient dabei zur alternativen Darstellung der Kursverläufe. Er stellt nicht (nur) die reine Kursentwicklung eines Basiswertes dar, sondern soll den Verlauf auf bestimmte Informationen reduzieren, um somit die technische Analyse zu vereinfachen. Im Grunde geht es bei technischen Indikatoren immer um das Timing, denn ihre Hauptaufgabe besteht darin, die korrekten Zeitpunkte für Kauf- und Verkaufsentscheidungen zu ermitteln.

Im Gegensatz zu volkswirtschaftlichen Indikatoren basieren technische Indikatoren nicht auf externen Daten, sondern ausschließlich Preis- und Volumendaten der entsprechenden Basiswerte. Da es zahlreiche verschiedene technische Indikatoren gibt, die von Anlegern benutzt werden können, zählen wir im Folgenden die wichtigsten davon aus und geben eine prägnante Beschreibung ihrer Eigenschaften.

Technische Indikatoren: Gleitender Durchschnitt

Der Gleitende Durchschnitt wird anhand einer beliebigen Anzahl an Kursinformationen über einen beliebigen Zeitraum gebildet. Ein Mittelwert dient dazu, starke und vereinzelte Bewegungen nach oben oder nach unten auszugleichen. Bei einem Chart sind verschiedene Ausreißer nach oben wie auch nach unten zu erkennen. Der gleitende Durchschnitt berechnet anhand von Daten einen Mittelwert, wodurch diese Ausreißer weniger stark angezeigt werden.


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Technische Indikatoren: Momentum

Das Momentum bezeichnet in der Chartanalyse ein Konzept zur Messung der Stärke einer Kursbewegung. Dazu wird die Preisänderung innerhalb eines bestimmten Zeitraums auf verschiedene Weisen gemessen. Die Theorie dahinter: genau wie bei bewegter Masse (z.B. einem fahrenden Auto)laufen kraftvolle Kursbewegungen immer noch ein gutes Stück weiter bevor sie eine Wende einleiten.

Technische Indikatoren: Relative Stärke Index (RSI)

Der Relative Stärke Index ist als Indikator sehr interessant, weil er – vereinfacht ausgedrückt – die Intensität einer Kursbewegung misst. Diese wird in Relation zu den durchschnittlichen Auf- und Abwärtsbewegungen einer Vergleichsperiode gesetzt. Der RSI wird in der technischen Analyse sehr häufig eingesetzt. Hierbei schwanken seine Ausprägungen auf einer Skala zwischen 0 und 100.

Technische Indikatoren: Moving Average Convergence/Divergence (MACD)

Der Moving Average Convergence Indikator ist ein durchaus komplexes Instrument, das sich eher für erfahrene Anleger eignet. Seine englische Bezeichnung lässt sich in etwas folgendermaßen übersetzen:  Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts. Die Komplexität des Indikators erfordert eine umfassende Einarbeitung und eine ständige Verfolgung der Signale des Indikators. Dann jedoch gehört er zu den verlässlichsten und treffsichersten Indikatoren für Trendentwicklungen und Trendstärken.

Technische Indikatoren: Bollinger-Bänder

Es existieren eigentlich zwei Bollinger Bänder, die gemeinsam mit dem gleitenden Mittel, dem arithmetischen Mittel der Kurse, dann das sogenannte Bollinger Band bilden. Mit Hilfe des Bollinger Bands werden der Verlauf der letzten Tage eines Wertpapieres und dessen Trend visualisiert. Man sieht, wo der Kurs durchschnittlich lag und wie stark er an welchen Tagen vom Mittelwert abwich. In der Regel verwendet man dafür den Zeitraum der letzten 20 Tage.

Technische Indikatoren: Average Directional Movement Index (ADX)

In Sachen Aktienkurs ist der Average Directional Movement Indexein wichtiger Trendbestimmungs-Indikator. Er gibt zwar keine direkten Kauf- bzw. Verkaufssignale, zeigt aber ob sich der Aktienkurs konsolidiert oder nicht. Mit dem ADX kann ein Trader die Entwicklung von Aktienkursen einordnen. Dieser Average Directional MovementIndex zeigt beim Aktienkurs nicht nur, ob ein Trend vorliegt, vielmehr bestimmt er die Stärke eines Trends.

Technische Indikatoren: Advance Decline Line

Die Advance Decline Linie wird verwendet, um eine Aussage über die Situation eines Marktes zu treffen und eventuell umkehrende Trends zu identifizieren. Die Advance Decline-Linie wird als Ergänzung zur Analyse von Trends mittels Trendlinien eingesetzt. Die Gewichtung der Aktie im Markt spielt bei der Berechnung keine Rolle. Die AD-Linie zeigt also die mengenmäßige Entwicklung eines Marktes oder Marktsegmentes auf, während ein gewichteter Aktienindex die wertmäßige Marktentwicklung widerspiegelt.

Technische Indikatoren: Stochastik Indikator

Der Stochastik Indikator wird vorwiegend in seitwärts laufenden Märkten verwendet, wobei seine Bezeichnung häufig für Verwirrung sorgt. Der Stochastik Indikator stellt die relative Position des Schlusskurses zum Höchst- oder Tiefstkurs einer bestimmten Zeiteinheit dar. Mit der mathematischen Stochastik, also der Wahrscheinlichkeitsrechnung, hat er demnach nichts gemein.

Technische Indikatoren: Put-Call-Ratio

Das Put-Call-Verhältnis erlaubt einen Rückschluss auf die vorherrschende Stimmung im Markt für oder gegen ein bestimmtes Wertpapier oder einen Index. Marktteilnehmer, die auf fallende Kurse setzen, kaufen überwiegend Puts, während sich optimistische Marktakteure in Erwartung auf steigende Kurse auf Calls stürzen. Nur in seltenen Fällen ist die Put-Call-Ratio 1:1 und damit ausgeglichen. Meist überwiegt eine Seite.

Neben diesen äußerst bekannten Indikatoren gibt es noch eine Reihe etwas exotischerer Verfahren, die nur von einer kleinen Anzahl Trader wirklich beherrscht werden. Der Vollständigkeit halber sollte man jedoch auch von diesen technischen Indikatoren zumindest einmal gehört haben.

Technische Indikatoren: On-balance volume

Der On-balance-volume Indikator wurde bereits 1946 entwickelt und vorgestellt. Er setzt Preis und Volumen eines Basiswertes zueinander in Beziehung und ermöglicht die Berechnung des kumulativen Gesamtvolumens beim Börsenhandel eines Wirtschaftsgutes oder Indexes

Technische Indikatoren: Ichimoku-Kinko-Hyo

Der Ichimoku-Kinko-Hyo Indikator ist eigentlich eine Kombination aus mehreren technischen Indikatoren und stellt im Grunde bereits ein komplettes Handelssystem dar. Dieses System basiert auf der Analyse von Kerzencharts und ermöglicht die Verbesserung der Zielgenauigkeit der Prognose von Kursbewegungen.

Technische Indikatoren: Donchian Channel

Dieser Indikator wurde nach seinem Erfinder, dem Amerikaner Richard Davoud Donchian, benannt. Der Donchian-Channel ist ein nützlicher Indikator um die Volatilität der Marktpreise zu erkennen. Wenn der Preis stabil ist, ist der Kanal relativ schmal, bei großen Fluktuationen wird er breiter. Er kann strategisch für Trendfolgestrategien herangezogen werden, nach denen ein Ausbruch zu einem neuen Hoch ein Kaufsignal darstellt und ein Ausbruch zu einem neuen Tief ein Verkaufssignal ist.

Technische Indikatoren: William’s Prozent Range

Der William’s Prozent Range Indikator wird manchmal auch William’s %R abgekürzt dargestellt. Er dient in erster Linie dazu,  überkaufte und überverkaufte Situationen anzuzeigen. Dabei ist zu beachten, dass ein Erreichen des Überkauft- bzw. Überverkauft-Bereichs nicht ein sofortiges Handeln anzeigt, da sich der Kurs sich noch für längere Zeit auf diesem Kurshoch oder Kurstief bewegen kann.

Technische Indikatoren: Keltner-Kanal

Ähnlich wie bei den Bollinger-Bändern wird der Graph von oberen und unteren Bändern eingekreist. Zuerst wird ein gleitender Durchschnitt gebildet, die Basis hierfür bildet der so genannte typische Preis. Bricht der Kurs durch das obere Band, so soll dies auf weitere mögliche Kurssteigerung in Zukunft hindeuten. Umgekehrt kann ein Durchbrechen des unteren Bandes auf weiter fallende Kurse hinweisen.

Mit dieser übersichtlichen Zusammenstellung der wichtigsten technischen Indikatoren sollte es jedem Anleger leicht fallen, sich die technische Analyse von Aktienwerften effizient zunutze zu machen.

30. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.