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2 Alternativen zur Kündigung der Rürup-Rente

Eine schlechte Auftragslage mit finanziellen Einbußen, der Wunsch nach einer anderen Form der Altersvorsorge oder Unzufriedenheit mit dem Anbieter – Gründe die Rürup-Rente kündigen zu wollen gibt es viele.

Sie ist die Altersvorsorge für Selbstständige und Gutverdiener, die vom Staat durch steuerliche Vorteile unterstützt wird. Das Problem an der Kündigung der Rürup-Rente ist, dass sie in der Regel nicht möglich ist. Wenn sie einmal abgeschlossen wurde, kann sie nicht mehr gekündigt werden und der Vertrag läuft bis zum Rentenbeginn durch.

Die Rürup-Rente 30 Tage nach Versicherungsabschluss kündigen

Da bei einer Kündigung die Steuerersparnisse zurückgezahlt werden müssten, hat der Gesetzgeber diese Option gar nicht erst vorgesehen. Eine Möglichkeit gibt es, doch noch aus der Rürup-Rente herauszukommen, andernfalls können nur noch Alternativen genutzt werden.

Wer seinen Rürup-Vertrag kündigen möchte, muss dies 30 Tage nach Abschluss tun. Dieses Fenster ist die einzige Möglichkeit, die der Gesetzgeber einräumt, für den Fall, dass man es sich doch anders überlegt. Ist die Frist verstrichen, läuft der Vertrag von da an bis zum Eintritt in die Rente.

 Alternativen zur Kündigung der Rürup-Rente

Da die Rürup-Rente nach Ablauf der 30-Tages-Frist nicht mehr kündbar ist, müssen bei einer schlechten Auftragslage mit finanziellen Einbußen oder Unzufriedenheit mit dem Anbieter Alternativen her.

1. Beitragszahlungen aussetzen

Läuft es finanziell nicht gut oder wird das für die Altersvorsorge eingeplante Geld kurzfristig an anderer Stelle benötigt, können die Beitragszahlungen für die Rürup-Rente ausgesetzt werden. Dies ist sowohl kurz- als auch langfristig möglich.

Wer gar nicht mehr in die Rürup-Rente einzahlen möchte, kann das tun. Allerdings erhöht sich dann auch das Sparkapital nicht mehr, wodurch die Rente geringer ausfällt. Auch laufen die monatlichen Verwaltungskosten (je nach Vertrag sind sie nach ein paar Jahren geringer als zu Beginn) weiter, was das Vermögen langsam aber sicher auffrisst. Das vorhandene Sparkapital gilt dann als Grundlage für die Verzinsung, auf Basis dessen dann die Rente ausbezahlt wird.

2. Anbieter wechseln

Viele Anbieter der Rürup-Rente lassen einen Wechsel zu einem anderen Anbieter zu, was eine Option für unzufriedene Kunden sein kann. Gründe für einen Wechsel können bessere Konditionen sein.

Kunden müssen bei einem Anbieterwechsel ihr altes Rürup-Konto beitragsfrei stellen und dann beim neuen Anbieter ein neues Konto eröffnen. Alternativ muss das Geld von ihrem alten auf das neue Rürup-Konto transferiert werden, was häufig kostenlos gemacht wird. Sich den bisher angesparten Betrag auszahlen zu lassen, ist nicht möglich. Ein Wechsel ist in der Regel mit neuen Vertrags-Abschlusskosten verbunden, weshalb er gut überlegt sein sollte.

Andere Formen der Altersvorsorge können nur zusätzlich abgeschlossen werden

Zusammengefasst lässt sich sagen: Der Wunsch nach einer anderen Form der Altersvorsorge kann nur zusätzlich erfüllt werden. Ist der Rürup-Vertrag einmal abgeschlossen, läuft er bis zur Rente und bietet keine Möglichkeit zur Kündigung. Die Beitragsfreistellung oder der Wechsel des Anbieters können aber eine Alternative sein, wenn es zu finanziellen Problemen oder Problemen mit dem Anbieter kommt.

3. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.