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Zahl der Woche: 168,24 Mrd. Euro

Einmal im Jahr wird das jährliche Aufkommen an der Grunderwerbsteuer in den Bundesländern vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht.

Aus diesen Zahlen wird dann das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilienmarkt hochgerechnet.

Das Jahr 2012 war ein gutes Jahr. Und es war ein Jahr, das deutlich über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre lag.

Volumen steigt – trotz Erhöhung der Grunderwerbsteuer

Die Nachricht überrascht nicht wirklich: Das Grunderwerbsteueraufkommen des Jahres 2012 ist höher als das des Jahres 2011. Damit ist auch das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilienmarkt gestiegen.

Meine Zahl der Woche ist 168,24 Mrd. Euro. So hoch lag nämlich das Transaktionsvolumen am deutschen Immobilienmarkt.

Gewerbliche und private Immobilien erfasst

Das bedeutet: im vergangenen Jahr sind gewerbliche und private Immobilien in Deutschland im Wert von 168,24 Milliarden Euro gehandelt worden.

Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Anstieg um rund 2,4 Milliarden Euro beziehungsweise 1,45 Prozent.

Die Hochrechnung  des Transaktionsvolumens hat die Abteilung Research im Immobilienverband IVD vorgenommen.

Wie wird das Transaktionsvolumen ermittelt?

Das Immobilientransaktionsvolumen umfasst sämtliche private und gewerbliche Immobilientransaktionen, für die Grunderwerbsteuer zu entrichten ist.

Da die überwiegende Zahl der Transaktionen – mit Ausnahme der Fälle, bei denen Erbschafts- und Schenkungssteuer anfallen, sowie Share-Deals – dieser besonderen Umsatzsteuer unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.


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Eine Schwäche bei der Berechnung des Transaktionsvolumens erkennen Sie hier bereits: die Share-Deals werden nicht erfasst.

Entwicklung des Transaktionsvolumens:

2008: 160,51 Mrd. Euro

2009: 135,13 Mrd. Euro

2010: 146,63 Mrd. Euro

2011: 165,84 Mrd. Euro

2012: 168,24 Mrd. Euro

Anhand dieser Entwicklung zeigt sich, dass das Jahr 2012 das beste Jahr am Immobilienmarkt der letzten fünf Jahre war.

Der Durchschnitt der letzten fünf Jahre betrug 155,27 Mrd. Euro. Das Jahr 2012 lag damit mit Abstand über diesem Mittelwert.

Bremen und Thüringen sind die Gewinner

Da das Grunderwerbsteueraufkommen in den Bundesländern anfällt, kann auch das Transaktionsvolumen jedes einzelnen Bundeslandes ermittelt werden. In 2012 war das Bild uneinheitlich.

In acht Bundesländern sind die Umsätze gestiegen und in den anderen acht Bundesländern gefallen.

Das relativ stärkste Umsatzwachstum um 18,6 Prozent auf 1,47 Milliarden Euro hat es in Bremen gegeben. Auch in Thüringen (+18,2 Prozent) und Sachsen-Anhalt (+16,9 Prozent) ist das Transaktionsvolumen deutlich gestiegen.

Mit Gesamtumsätzen von 2,1 beziehungsweise 1,9 Milliarden Euro bleiben diese Märkte jedoch überschaubar.

Deutliche Zuwächse gab es relativ wie absolut in Niedersachsen. Hier sind die Umsätze um 12,5 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro gestiegen.

Auch in Berlin hat sich der positive Trend fortgesetzt und sich ein Plus von 10,4 Prozent auf 11,9 Milliarden Euro ergeben.

Baden-Württemberg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern liegen hinten

Die prozentual stärksten Rückgänge gab es mit einem Minus von 14 Prozent in Sachsen. Das Transaktionsvolumen ist von 5,4 auf 4,6 Milliarden Euro zurückgegangen.

Ein deutlicher Rückgang war auch in Mecklenburg-Vorpommern zu beobachten – neun Prozent weniger wurden gehandelt. Hier hat sich die späte Erhöhung der Grunderwerbsteuer im Jahr 2012 von 3,5 auf 5% möglicherweise auf den Transaktionsumsatz ausgewirkt.

Die stärksten absoluten Rückgänge um 1,7 Milliarden gab es in Baden-Württemberg, dies entspricht einem Minus von 6,9 Prozent. Sinkende Volumina verzeichneten zudem Rheinland-Pfalz (-4,7 Prozent), Nordrhein-Westfalen (-4,2 Prozent) und Schleswig-Holstein (-3,6 Prozent).

Umsatzstärkstes Bundesland: Bayern vor NRW

Die höchsten Umsätze wurden 2012 wie im Vorjahr in Bayern erzielt. 35,8 Milliarden Euro; damit wurden noch einmal sechs Prozent mehr als 2011 in Immobilien investiert.

An zweiter Stelle folgt Nordrhein-Westfalen mit 31,4 Milliarden Euro. Hier ist der Immobilienumsatz allerdings um 4,2 Prozent zurückgegangen.

Auf Platz drei liegt Baden-Württemberg mit einem Umsatz von 23,39 Milliarden Euro. Auch hier ist ein Rückgang von 6,9 Prozent zu verzeichnen.

5. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.