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2015: Grund- und Grunderwerbssteuern verteuern die Mieten

Man kann immer wieder lesen, dass die Mietpreisbremse sich kontraproduktiv auswirkt und die „bösen“ Vermieter seit dem angekündigten Vorhaben der Regierung die Mietpreise noch einmal angezogen haben.

Doch es sind nicht nur Immobilienbesitzer, die einen Einfluss auf die steigenden Mieten haben. Denn es gilt an dieser Stelle natürlich auch zu hinterfragen, warum ein höherer Mietzins überhaupt von ihnen verlangt werden muss.

Immer höhere Grund- und Grunderwerbssteuern

Die höheren Mieten und Immobilienpreise belasten nämlich nicht nur die Bürger. Sie sind auch eine Folge aus den angestiegenen Steuern. Denn diese treiben die Mieten und Häuserpreise in die Höhe.


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Im Zeitraum von 2010 bis 2013 stiegen die Einnahmen für den Staat aus Grund- und Grunderwerbssteuer um 25% an. Es ist keine Besserung in Sicht: Denn von 2015 bis 2017 sollen die Abgaben nochmals um mindestens 12% steigen, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet.

Es sind also nicht nur die „bösen“ Immobilieneigentümer, die Schuld an den hohen Mieten haben, sondern auch die Gemeinden, die aufgrund knapper Kassen die Hand bei der Grunderwerbssteuer aufhalten und diese erhöhen. Auch die Grunderwerbssteuer ist in den letzten Jahren gestiegen – und das wird auch weiterhin fortgesetzt. In Nordrhein-Westfalen, soll der Satz im Januar 2015 von 5,0 auf 6,5% steigen. 400 Millionen € soll das zusätzlich einbringen.

Bayern und Sachsen verlangen „nur“ 3,5%

Problem: Immobilienbesitzer können sich dieser Steuer nicht entziehen und können höchstens mit den Bundesländern liebäugeln, die hier nicht so tief in die Tasche greifen. Das wären in diesem Falle Bayern und Sachsen, die nur 3,5% Grunderwerbssteuer verlangen. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verlangen ab Januar 2015 6,5%. Die restlichen Bundesländer verlangen zwischen 4,5% und 5,5%.

Ein Widerspruch in sich, wenn man darüber nachdenkt, dass es eigentlich das Ziel der Bundesregierung ist, die Kosten für Wohnraum zu erschwinglichen Preisen möglich zu machen.

Grundsteuer: Immer wieder wird sie erhöht

Die Grundsteuer fällt jährlich an und gehört zu den wenigen Steuern, über deren Höhe die Kommunen selbst entscheiden können. Das führt zu einem extremen Ungleichgewicht bundesweit.

Der Hebesatz liegt zum Beispiel in Berlin oder in den nordrhein-westfälischen Gemeinden Haltern am See sowie Selm mittlerweile bei über 800%. Ingelheim am Rhein begnügt sich dagegen mit einem Satz von 80%.

Nach DIHK-Angaben kletterten 2014 im Vergleich zum Vorjahr die Hebesätze bundesweit um durchschnittlich 4 Prozentpunkte. Der Durchschnitt liegt mittlerweile bei 502%. Besonders in Hessen haben einzelne Gemeinden den Hebesatz auf die Grundsteuer in diesem Jahr kräftig angehoben. In Gießen oder Bad Nauheim etwa stieg der Satz auf einen Schlag um mehr als 200 Prozentpunkte.

Steuern sind für die hohen Mieten verantwortlich

Wenn sich die Regierung über die hohen Mietkosten für die Bürger aufregt, müsste sie sich eigentlich auch an die eigene Nase packen. Dass Immobilienbesitzer diese Kosten auf die Mieten umlegen, ist völlig legitim.

12. Dezember 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Matthias Kruse. Über den Autor

Seit 2008 ist Herr Kruse im Immobilienbereich bei der GeVestor Financial Publishing Group tätig und befasst sich u.a. mit aktuellen, digitalen Trends in der Immobilienbranche.