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2016: Weltkonjunktur auf Erholungskurs – wer profitiert?

Das Jahr 2015 war ein schwieriges Jahr für Anleger und Ökonomen. Die Talfahrt an den Rohstoffmärkten sowie das Warten auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank sorgten in 2015 für Verunsicherung an den weltweiten Aktienmärkten.

Die US-Notenbank hat wie erwartet gegen Jahresende die Zinsen leicht angehoben. Viele Anleger fragen sich nunmehr, welche Auswirkungen die Zinsanhebung (0,25 bis 0,5%) auf die Entwicklung der weltweiten Konjunktur im Jahr 2016 haben wird.

Zumindest die Ökonomen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) glauben, dass die Weltkonjunktur auch in 2016 moderat wachsen und ihren Erholungskurs fortsetzen wird. Prognostiziert wird für 2016 ein weltweites Konjunkturwachstum von 3,6%, nachdem die Weltwirtschaft in 2015 um 3,1% gewachsen sein dürfte, heißt es beim IWF.

Konjunktur 2016 weltweit: Osteuropa soll auf den Wachstumspfad zurückkehren

Wenig überraschend: Die westlichen Märkte in Europa und Nordamerika werden voraussichtlich auch in 2016 langsamer wachsen als Schwellenmärkte. Für Europa erwartet der IWF ein moderates Wirtschaftswachstum von immerhin 1,9%.

Geht es nach den Prognosen des IWF, dürfte insbesondere Osteuropa in 2016 wieder zu einem Konjunkturwachstum zurückkehren. Erwartet wird ein Wirtschaftswachstum von 1,3%, wobei allerdings Russland weiter in der Rezession bleiben dürfte. Die Ukraine soll dagegen den Sprung aus der Rezession schaffen und wieder auf den Wachstumspfad zurückfinden, so der IWF.

Für das Exportland Deutschland, das insbesondere vom niedrigen Eurokurs profitiert, erwartet der IWF in 2016 ein Wirtschaftswachstum von 1,7% – damit dürfte das Wachstum hier zu Lande gegenüber dem Vorjahr weiter stabil bleiben.

Westliche Märkte: USA und England sollen am stärksten zulegen

Kurzfristig dürfte der niedrige Ölpreis einigen Ländern zwar helfen, jedoch Energieexporteure wie Kanada, Norwegen aber auch Russland belasten, glaubt man beim IWF und der Weltbank.

Für die USA rechnet die Weltbank auch in 2016 mit einem robusten Wirtschaftswachstum von 2,8%, nachdem die US-Wirtschaft in 2015 um rund 2,7% gewachsen sein dürfte. In Großbritannien wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) voraussichtlich wie im Vorjahr um 2,6% zulegen, so die Prognosen der Weltbank.

Wachstum in Asien: China wächst langsamer, gibt jedoch weiter den Takt vor

Das Wirtschaftswachstum in China dürfte sich auch in 2016 weiter abkühlen. Der IWF erwartet für 2016 im Reich der Mitte nur noch ein Wirtschaftswachstum von 6,3%, nach 6,8% in 2015.

Die Hoffnung in China liegt vor allem auf einen stärkeren privaten Konsum sowie auf den Wandel hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Neben China dürften sich in 2016 auch Indonesien und Thailand mit einem Wirtschaftswachstum von 5,5% bzw. 4,0% positiv hervorheben.

Für Indien erwarten die Experten der Weltbank eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in 2016 auf 7,9%, nachdem Indiens Wirtschaft in 2015 bereits um 7,5% zugelegt haben dürfte.

Konjunktur 2016: Was bedeutet die Entwicklung für Anleger?

Die weltweiten Konjunkturaussichten für 2016 geben für Anleger Grund zur Hoffnung. Nach dem Ende der Finanzkrise im Jahr 2009 dürfte sich der moderate Konjunkturaufschwung in vielen Ländern auch in 2016 weiter fortsetzen.

Vor allem China und Indien dürften weiter die weltweiten Konjunkturlokomotiven mit Wachstumsraten von 6 bis 7% bleiben, wenn es nach den Schätzungen des IWF und der Weltbank geht.

Durch die Zinswende in den USA stehen die ersten Gewinner bereits fest: Der Euro dürfte weiter gegenüber dem US-$ abwerten, was insbesondere deutsche Exportwerte wie Maschinenbauer (zum Beispiel die Kuka AG) und Softwareunternehmen (etwa SAP) helfen dürfte.

Auch Unternehmen mit einer starken Bilanz (hohe Barreserven, geringe Schulden) werden von Finanzexperten aus dem Hause Goldman Sachs als Gewinner eingestuft. Dazu zählen unter anderem Google, Priceline und Apple.

Unterm Strich sollten Anleger auch im nächsten Jahr ihr Depot auch geografisch diversifizieren, sprich in solche Werte investieren, die global aufgestellt sind und damit auch vom stärkeren Wirtschaftswachstum der Schwellenländer profitieren.

4. Januar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands