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3 Bausteine für die richtige Altersvorsorge

Eine strukturierte Altersvorsorge dient dazu, den Lebensstandard im Rentenalter zu erhalten und Altersarmut zu vermeiden. Das Thema Altersarmut ist für alle Generationen von Bedeutung.

Denn sicherlich werden die heute 30-jährigen im Alter nur eine vergleichsweise geringe gesetzliche Rente in Anspruch nehmen können. Der Hauptgrund hierfür ist die demographische Entwicklung. Das Generationenmodell wird in seiner jetzigen Form immer weniger Bestand haben können.

Die Struktur der Altersvorsorge als „Säulen-Modell“

Wer also heutzutage für seine Altersvorsorge etwas tun will, sollte seine Absicherung auf mehrere Säulen stellen. Eine geschickte Streuung guter Sparmöglichkeiten ist hier ratsam. Da es eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Altersvorsorge gibt, ist es besonders wichtig, sich so früh wie möglich mit der Altersvorsorge zu beschäftigen um keine Zeit zu verschenken.

1. Baustein: Gesetzliche Rente

Nach wie vor ist die gesetzliche Rentenversicherung in der Regel verpflichtend. Dieser Baustein ist auch eminent wichtig, um eine geregelte Grundabsicherung zu haben. Dies betrifft neben der Altersrente nämlich auch eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit und die Witwer- bzw. Witwenrente. An dieser Position sollte nicht gerüttelt werden.

Dafür sollten die bisher gesammelten Rentenpunkte überprüft werden. Oftmals kommt es zu Fehleinträgen bei z.B. Ausbildungszeiten, Wehr- oder Zivildienstfristen, Kindererziehungszeiten etc. Diese Unterlagen können für das private Rentenkonto bei der Deutschen Rentenversicherung eingesehen und beantragt werden.

2. Baustein: Erwerbsbasierte Altersvorsorge

Unter diesen Punkt fällt eine Absicherungsmöglichkeit, welche der Arbeitgeber direkt vom Gehalt des Arbeitnehmers in eine von ihm gewählte betriebliche Altersvorsorgeart einzahlt. Hierbei kommt es zu einer Umwandlung des Entgelts, welches für beide Parteien mit Steuervorteilen versehen ist.

So kann es vorkommen, dass der Arbeitnehmer beispielsweise 200 € in die betriebliche Altersvorsorge investiert, nach allen Abzügen netto aber nur 100 € weniger als Gehalt ausgezahlt bekommt. Diese Differenz ist auf die Steuervorteile zurückzuführen und macht schon alleine deswegen die betriebliche Altersvorsorge attraktiv.

3. Baustein: private Altersvorsorge durch Fondssparen oder Immobilien

Für viele Menschen ist der Weg in die eigene Immobilie ein nicht wegzudenkender Teil der persönlichen Vorsorge. Was ist denn schöner als im Alter keine Miete zahlen zu müssen und in den eigenen vier Wänden zu leben. Doch man muss sich stets darüber bewusst sein, dass ein Haus auch hohe Nebenkosten und Energiekosten mit sich bringt. Diese dürften im Laufe der nächsten Jahrzehnte eher steigen als fallen. Auch Sanierungen oder neue gesetzliche Vorgaben zwingen Eigentümer immer öfter zu größeren Zahlungen.

Wer sich eine eigene Immobilie nicht zum Ziel gesetzt hat, kann beispielsweise mit einem Kapitalsparplan vorsorgen, der auf lange Sicht angelegt ist und von dem im Alter gezehrt werden kann. Typische Fondssparpläne mit einer regelmäßigen Sparrate über einige Jahrzehnte sind hier zu empfehlen. Der Risikograd lässt sich hierbei weit fächern. Für eher konservative Sparer gibt es zum Beispiel Rentenfonds. Etwas spekulativere Sparer konzentrieren sich vorwiegend auf Aktienfonds und halten damit das Chance/Risiko-Verhältnis etwas höher.

Staatlich geförderte Produkte wie die Riester- oder die Rürup-Rente unterstehen zwar immer wieder medialer Kritik. Dennoch ist auch diese Form der Absicherung nicht grundsätzlich abzulehnen. Es kommt auf die vertragliche Ausgestaltung und die individuelle Lebenssituation an. Gerade für Familien mit Kindern kann die Riester-Rente aufgrund der staatlichen Förderung und etwaiger Steuervorteile eine gute Vorsorgemöglichkeit sein.

Auch gilt es zu überlegen, ob die persönliche Lebensplanung eine Investition in eine Immobilie (ob selbstgenutzt oder vermietet) zulässt, oder ob man sich lieber anderweitig eine Grundlage aufbaut und die Vorteile eines gemieteten Wohnobjekts nutzt. Diese Rechnung muss allerdings jeder für sich persönlich vornehmen.

Fazit: Nicht nur auf einen Baustein verlassen

Die eigene Lebenssituation und Zukunftsplanung muss mit den Altersvorsorgeprodukten zusammenpassen. Hierbei sollte man sich nie auf nur einen einzigen Baustein verlassen. Auch das Erbe einer Immobilie ist noch lange keine gesicherte Altersvorsorge.

Falls diese noch nicht vorliegt ist es wichtig, sich die persönliche Rentenberechnung über die  Deutschen Rentenversicherung zukommen zu lassen und auf dieser Basis eine entsprechende Absicherung zu treffen.

Hierzu kann dann ergänzend eine betriebliche Altersvorsorge sowie ein Kapitalsparplan abgeschlossen werden. Sollten die Gelder aufgrund der aktuellen Familiensituation mit mehreren Kindern und hohen monatlichen Ausgaben nicht ausreichend sein, liegt die Möglichkeit eines Riester-Sparplans nahe.

30. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.