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3 Säulen der Altersvorsorge sollen Ihren Lebensstandard sichern

Die Lebenserwartung der deutschen Bevölkerung steigt und viele Bürger können ihren Ruhestand immer länger genießen. Aufgrund der demografischen Entwicklung müssen jedoch immer weniger Berufstätige eine wachsende Zahl von Rentnern versorgen. Deshalb hat die damalige Bundesregierung bereits 2004 beschlossen, das durchschnittliche Rentenniveau von derzeit etwa 50% des letzten Nettoeinkommens auf 43% im Jahr 2030 zu senken.

Daher ist es gut, dass es insgesamt 3 Säulen gibt, auf denen die Altersversorgung der Menschen ruht. Da die gesetzliche Rente schon heute allein oft nicht mehr ausreicht und nicht jeder eine betriebliche Rente beziehen wird, kommt der privaten Alters-versorgung eine besonders wichtige Bedeutung zu.

Erste Säule: die gesetzliche Rentenversicherung

Zwar reicht die gesetzliche Rente allein oft nicht mehr aus, um den Lebensstandard im Alter zu gewährleisten, doch bildet sie für Arbeitnehmer die Basis der Altersvorsorge. Dabei hat jeder Pflichtversicherte Anspruch auf die gesetzliche Rente, der wenigstens 5 Jahre lang Beiträge gezahlt und das Rentenalter erreicht hat.

Wieviel das in Euro und Cent ist, kann jeder Versicherte leicht nachschauen: Die Deutsche Rentenversicherung verschickt jährlich eine aktuelle Renteninformation mit genauen Angaben über die zu erwartende Altersrente. Im Jahr 2012 waren das durchschnittlich etwa 850 € pro Monat, wobei die Rente von Männern meist höher liegt, die von Frauen oft darunter wegen Babypausen und häufiger Teilzeitarbeit.

Zweite Säule: die betriebliche Altersversorgung

Weit verbreitet sind im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge zum Beispiel Direktversicherungen. Die Beiträge dafür zahlt der Arbeitgeber direkt aus unversteuertem Bruttoeinkommen des Mitarbeiters beispielsweise in eine Rentenversicherung zugunsten des Arbeitnehmers. Dieser erhält dann im Ruhestand zusätzlich zu seiner gesetzlichen Rente eine lebenslang garantierte Rente.

Der besondere Vorteil der Direktversicherung liegt dabei in der staatlichen Förderung. Bis zu bestimmten Grenzen sind die Beiträge nämlich sowohl steuer- als auch sozialversicherungsfrei. Erst wenn die betriebliche Rente ausgezahlt wird, fallen Steuern an. Doch diese sind in der Regel aber niedriger als die Lohnsteuer, die angefallen wäre, wenn das Gehalt nicht in eine Direktversicherung umgewandelt worden wäre.

Während Angestellte einen Rechtsanspruch auf betriebliche Altersversorgung durch Gehaltsumwandlung haben, können Arbeitgeber entscheiden, welchen Durchführungsweg sie dem Arbeitnehmer anbieten: In Frage kommen neben der Direktversicherung Pensionsfonds und –kassen sowie eine Unterstützungskasse oder Direktzusage. Wenn der Arbeitgeber von sich aus keinen dieser Durchführungswege anbietet, kann der Arbeitnehmer die Entgeltumwandlung in eine Direktversicherung verlangen.

Dritte Säule: die private Altersvorsorge

Zusätzlich zur gesetzlichen und betrieblichen Altersvorsorge spielt die private Vorsorge heute eine entscheidende Rolle dabei, im Alter über ausreichendes Kapital zu  verfügen. Im ersten Schritt sollte der zu erwartende finanzielle Bedarf im Alter ermittelt werden.

Dabei sollten die langfristigen Folgen der Inflation und bereits bestehende Vorsorgeverträge berücksichtigt werden. In einem weiteren Schritt muss ermittelt werden, wieviel Geld regelmäßig zurückgelegt werden kann. Experten halten eine Rente für notwendig, die etwa 70% bis 80% des letzten Nettoeinkommens abdeckt, damit man nicht auf den gewohnten Lebensstandard verzichten muss.

Für die private Altersvorsorge kommen sowohl Versicherungsprodukte in Frage, wie Renten- oder Kapital-Lebensversicherungen, als auch Bankprodukte, wie zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere, Aktien, Investmentfonds oder Banksparpläne. Ein weiterer Baustein kann eine selbstgenutzte und/oder vermietete Immobilie sein.

Darüber hinaus sollte man prüfen, inwieweit man eine staatliche Förderung seiner privaten Altersvorsorge in Anspruch nehmen kann. Stichwort ist hier die Riester-Rente für Angestellte oder die Rürup-Rente für Selbständige und Freiberufler.

Altersvorsorge: nur mit allen 3 Säulen erreicht man sein Ziel

Insgesamt sollte man alle drei Säulen der Altersvorsorge einsetzen, um sich für das Alter einen ausreichenden Lebensstandard aufzubauen. Doch für Selbständige ist oft die private Altersvorsorge die Hauptsäule, da es manchmal nur eine kleine gesetzliche Rente aus den ersten Berufsjahren gibt und die betriebliche Altersvorsorge ganz entfällt.

Gerade mit Aktien kann man dann ausreichend privat vorsorgen. Aktien versprechen auf lange Sicht eine höhere Rendite als andere Geldanlagen. Und einige Jahre vor dem beabsichtigten Rentenbeginn schichtet man das Aktienkapital dann Schritt für Schritt in festverzinsliche Wertpapiere um, um vor kurzfristigen Einbrüchen am Aktienmarkt sicher zu sein.

17. September 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.