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3 Varianten für die Verwendung des Geldes aus der Lebensversicherung

Noch bevor eine Lebensversicherung fällig wird, sollte man die beste Option für eine anschließende Rente berechnen. Lebensversicherungen sind nach wie vor die meistverbreitete private Altersvorsorge in Deutschland.

Wenn meist im Alter von 60 die bundesdeutsche Durchschnittssumme von 87.000 € ausgezahlt wird, stellt sich die Frage nach der geeigneten Wiederanlage. Wohin also mit dem Geld, damit es in den kommenden Jahren eine zuverlässige Rente abwirft?

Variante 1: Sparkapital für die Sofort-Rente investieren

Die Versicherer selbst locken mit den Vorzügen einer Sofort-Rente. Das mit der Lebensversicherung gesparte Kapital oder auch anderes Spargeld wird in Form einer Einmalzahlung investiert.

Die Versicherung garantiert eine monatliche Rente bis zum Lebensende. Je nach Anbieter kann ein 65-Jähriger, der 80.000 € einlegt, mit ca. 280 € Rente rechnen, inklusive Überschüsse.

Das mag zunächst verlockend erscheinen, hat bei der Berechnung jedoch Haken. Zum einen sind die Überschüsse nicht garantiert. Und zum anderen ist das ganze eine Wette auf ein langes Leben. Um wenigstens sein eingezahltes Kapital zu bekommen, müsste der Kunde sehr alt werden.

Statistisch gesehen beträgt die Lebenserwartung für heute 65-jährige Männer 85 und für Frauen 89 Jahre. Die Versicherer hingegen legen 93 Jahre zugrunde. Wer vorher stirbt, verschenkt also das nicht verbrauchte Geld. Es wird auch nicht an die Erben weitergezahlt.

Es sei denn, man vereinbart eine Renten-Garantiezeit. Doch die gibt es nur gegen Aufpreis oder eine erheblich geringere Rentenzahlung. All diese Nachteile sollte man vor einer Entscheidung beachten.

Ein Vertrag ist ab der Unterschrift nicht mehr kündbar. Wer sich dennoch für eine Sofortrente entscheidet, sollte unbedingt die teils erheblich unterschiedlichen Angebote vergleichen.

Variante 2: Bankentnahmeplan

Anders bei der Variante eines Bankentnahmeplans. Hier gibt es zwar keine garantierte lebenslange Rente, dafür jedoch kann man sein volles Kapital plus Rendite als monatliche Zahlung erhalten. Es wird eine bestimmte Summe über eine Laufzeit von 5, 10 oder auch 20 Jahren angelegt.

Festgelegt wird auch der Zinssatz. Doch die derzeitigen Angebote pendeln bestenfalls um die 2%. Damit bringen etwa 100.000 € auf 10 Jahre berechnet eine Rente von etwas über 900 € im Monat. Bankentnahmepläne gibt es in 2 Varianten, bei denen das eingezahlte Kapital entweder vollständig oder teilweise erhalten bleibt. Im Todesfall geht das Geld an die Erben.

Variante 3: Fonds-Entnahmeplan

Überlegenswert ist auch eine Entnahmeplan aus Aktienfonds oder Indexfonds wie ETFs. Gerade ETFs sind für mehr sicherheitsorientierte Anleger geeignet. Zudem fressen nur extrem niedrige Kosten an der Rendite.

Die ist je nach Angebot und Marktentwicklung zwar unterschiedlich, aber generell attraktiver als beim Bankentnahmeplan. Ein großer Vorteil ist die Flexibilität. Anleger können die Höhe und Intervalle der Auszahlungen selbst bestimmen.

Was eignet sich für wen?

Von den 3 genannten Möglichkeiten einer Geldanlage zur privaten Zusatz-Rente sollte man auf eine garantierte Sofort-Rente eher verzichten.

Wem das Risiko bei attraktiven Fonds-Entnahmeplänen zu hoch erscheint, der sollte bei Bankentnahmeplänen die Zinsentwicklung abwarten. Aktuell sind sie zu niedrig. Wer Risiko und Sicherheit mischen will, kann sein Kapital aber auch auf einen Bankentnahme- und Fondsplan verteilen.

3. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.