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3 wichtige Regeln, um das Testament richtig zu erstellen

Wenn Sie sich um Ihren Nachlass kümmern, gibt es für Sie vieles zu beachten. Immerhin wollen Sie sichergehen, dass damit auch passiert, was Sie möchten. Es gibt verschiedene Regeln, die Sie dazu beachten sollten. Hier finden Sie 3 wichtige Regeln zusammengefasst.

Sich frühzeitig mit seinem Nachlass auseinanderzusetzen, empfinden viele als unangenehm. Wer befasst sich schon gerne mit seinem Tod? Doch wenn Sie Einfluss darauf haben möchten, wer wie viel von Ihrem Vermögen erbt, sollten Sie genau das tun. Diese Regeln helfen Ihnen dabei.

1.       Treffen Sie eine Entscheidung: Gesetzliche Erbfolge oder spezielle Nachlassregelung?

Bevor Sie sich Gedanken über die genauen Regeln bei der Testament-Verfassung machen, sollten Sie sich überlegen, was Sie möchten.

Die einfachste Variante beim Vererben ist die Wahl der gesetzlichen Erbfolge. Diese ist im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt (§§ 1922 ff. BGB).  Das BGB regelt klar, wer zu welchen Anteilen das Erbe bekommt. Dabei wird grob zwischen zwei Erbengruppen unterschieden: Der Verwandtschaft und dem Ehepartner.

Regeln für die spezielle Nachlassregelung

Entscheiden Sie sich gegen die gesetzliche Erbfolge, können Sie Ihren Nachlass selbst regeln, und zwar auf drei verschiedenen Wegen:

  • Handschriftliches Testament
  • Notarielles Testament

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  •  Erbvertrag

Die gängigste Variante ist das handschriftliche Testament. Hierbei müssen Sie folgende Regeln beachten: Kennzeichnen Sie es als „Testament“ oder „Letzer Wille“ in der Überschrift. Versehen Sie es außerdem mit einem Datum. Und ganz wichtig: Vergessen Sie nicht Ihre Unterschrift!

Am besten, Sie teilen Ihren Angehörigen mit, wo Sie das Testament verwahren. Ihre Alternative: Sie geben es beim zuständigen Nachlassgericht in Verwahrung.

Beim notariellen Testament können Sie sich darauf verlassen, dass die Regelungen unmissverständlich verfasst sind. Denn hier hilft Ihnen der Notar dabei, Ihren letzten Willen genau zu formulieren.

Ihr letzter Wille wird amtlich verwahrt und nach Ihrem Tod findet automatisch die Testamentseröffnung statt. Aber: Sie sollten sich darüber bewusst sein, dass diese Qualität auch ihren Preis hat. Wie hoch dieser ist, richtet sich nach der Vermögenssumme, die vererbt wird.

Auf einen Erbvertrag zurückzugreifen lohnt sich nur dann, wenn Sie mit dem Erben eine gegenseitige Vereinbarung treffen möchten.Wichtig hierbei: Dem Erben sollte bewusst sein, dass mit diesem Vertrag auch Pflichten einhergehen. Das könnte zum Beispiel der Fall sein, wenn Sie Ihrem Kind den Betrieb vererben. Der Erbvertrag wird ebenfalls von einem Notar aufgesetzt und bringt deshalb auch hohe Kosten mit sich.

2.       Achten Sie auf eine genaue Wortwahl im Testament

Nur wenn Sie Ihr Testament mit genauen Regeln zu den einzelnen Positionen erstellen, passiert nach Ihrem Ableben auch das, was Sie wollten. Hier kommt es nicht nur darauf an, dass Sie genaue Zuordnungen treffen. Sondern auch, wie Sie diese formulieren. Die Begriffe „vererben“ und „vermachen“ werden zum Beispiel häufig gleichwertig genutzt. Sie haben aber unterschiedliche Bedeutung.

„Vererben“ bedeutet, dass sowohl die Rechte als auch die Pflichten auf den Erben übergehen. Es geht in der Regel um einen Großteil des Nachlasses. „Vermachen“ drückt nur den Anspruch des Erben auf die Herausgabe des Vermächtnisses aus.

Häufig werden Wertgegenstände „vermacht“. Wenn Sie beispielsweise einen langjährigen Begleiter – etwa Ihre Sekretärin oder das Kindermädchen – in Ihrem Testament berücksichtigen möchten, können Sie einzelne Gegenstände vermachen.

Auf der anderen Seite gibt es auch den Fall, dass Sie Menschen von Ihrem Erbe ausschließen möchten, sie also enterben. Das müssen Sie ebenfalls ausdrücklich in Ihrem Testament benennen.

Bedenken Sie auch: Wenn Sie ausschließen möchten, dass Ihr Ex-Ehepartner über das Erbe Ihrer Kinder verfügt, müssen Sie die sogenannte Pflegschaft ebenfalls ausdrücklich in Ihrem Testament jemand anderem zuweisen. Sie können beispielsweise angeben, dass die Tante der Kinder das Geld verwalten soll.

3.       Binden Sie Ihr Erbe an einen Zweck

Gerade wenn noch jungen Hinterbliebenen ein größeres Erbe zufällt, ist es sinnvoll dieses an einen Zweck zu binden. Eine Ausbildung oder ein Studium etwa. Dazu geben Sie den jeweiligen Zweck einfach in Ihrem Testament mit an.

Damit sind Ihre Kinder gebunden, das Vermögen in Ihrem Sinne einzusetzen. Die Zweckerfüllung wird gerichtlich kontrolliert.

Fazit: Bei der Erstellung Ihres Testaments sollten Sie also ganz genau vorgehen. Ordnen Sie allen Personen den jeweiligen Anteil genau zu. Möchten Sie eine Zweckbindung, versehen Sie den Erbanteil jeweils mit dem bestimmten Zweck.

Wichtig: Bedenken Sie immer, dass es Pflichtanteile gibt, die Sie mit keiner Formulierung ausradieren können. Zum Beispiel den Pflichtanteil eines Kindes, das Sie enterben. Es hat Anspruch auf die Hälfte der Summe, die ihm aus der gesetzlichen Erbfolge zustehen würde.

22. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.