von Volker Gelfarth

40 Jahre McDonald’s

Vor 40 Jahren brachte McDonald’s Fast-Food nach Deutschland

Vor 40 Jahren brachte McDonald’s Fast-Food nach Deutschland

Pommes oder Pizza? Sandwich oder Sushi? Thai-Suppe oder Thunfischsalat?

Nie war das Fast-Food-Angebot in den deutschen Städten so bunt wie heute.

Zehntausende Döner-Buden, Sandwichstände, Salatbars und Suppenküchen locken mit dem schnellen Essen unterwegs. Begonnen hat diese Entwicklung vor 40 Jahren im Münchner Stadtteil Giesing.

Am 4. Dezember 1971 eröffnete die Schnellrestaurant-Kette McDonald’s (3305) dort bundesweit ihre erste Filiale und brachte damit das Fast-Food nach Deutschland.

Heute ist es fester Bestandteil der deutschen Esskultur – so wie der Sonntagsbraten in den 60er-Jahren. Fast-Food gehört zu unserer Zeit.

Daran haben auch die jahrelangen Warnungen der Ernährungswissenschaftler vor ungesunden Snacks unterwegs nichts ändern können. Der Trend zum schnellen Essen hat deutlich zugenommen. Doch längst nicht alles, was zum Fast-Food gehört, ist aber ungesund.

Salate, Suppen und Geflügel gehen genauso oft über die Theken wie Pizza und Pasta. Allein Marktführer McDonald’s verkauft rund 25 Mio Salate und 2,5 Mio Fruchttüten pro Jahr.

Dank des robusten Geschäftmodells gelingt es McDonald’s, auch in einem schwierigeren konjunkturellen Umfeld durch die Gewinnung neuer Kundengruppen zusätzliche Umsätze zu erwirtschaften. Neue Produkteinführungen sollten das Umsatzwachstum auf bereinigter Fläche weiter antreiben.

Yum-Restaurants bald an vielen Tankstellen

Unser neuer 5-Sterne-Wert YUM! Brands (3314) hat mit China Petroleum & Chemical Corp. einen Vertrag unterzeichnet. Es geht dabei um die Eröffnung von Restaurants der Marken KFC, Pizza Hut und East Dawning an Sinopec Tankstellen.

Erste Erfahrungen wurden bereits an 7 Standorten im Südosten Chinas gesammelt. Der neue Vertrag umfasst 50 weitere Betriebe in den nächsten 5 Jahren. Insgesamt gibt es 30.000 Sinopec Tankstellen in China. YUM! zählt über 4.000 Restaurants in diesem Land – Casual Dining, Fast Food und Delivery.

YUM! ist in China überragend erfolgreich. Und das in praktisch allen Dimensionen (Umsatz, Profit, Innovationskraft, Expansion). Im jüngsten Quartal sind die Umsätze auf bestehenden Flächen um 19% gestiegen.

Viele Kunden, dürftige Gewinne

Unruhen in Nordafrika, Atomunglück in Japan, Schuldenkrise in Griechenland – die Reisebranche hat davon wenig gespürt. 23,3 Mrd € haben die deutschen Urlaubsveranstalter im Ende September abgelaufenen touristischen Geschäftsjahr umgesetzt. Das sind 9% mehr als 2010 und ein neuer Rekord.

Auf die Reiseweltmeister aus Deutschland ist Verlass. Reisen ist und bleibt für die Deutschen ein zentrales Bedürfnis. Die gute konjunkturelle Entwicklung und niedrige Arbeitslosenzahlen haben auf den Reisemarkt geschlagen. Allerdings gibt es in der Branche kaum etwas zu verdienen.

Von der Zielmarge von 2% vor Steuern sind die meisten großen Veranstalter weit entfernt. So kommt die TUI (3301) im Reisegeschäft ihrer Tochter TUI Travel lediglich auf eine Rendite von 1,1%. Bei der Schweizer Kuoni (3302) sind es gar nur 0,9%, und die britische Thomas Cook schreibt rote Zahlen. Schuld ist auch die Politik.

Luftverkehrsabgabe, kommunale Bettensteuern oder die bevorstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer für Flusskreuzfahrten verteuern die Reisen unnötig und sind nur schwer auf den Kunden abzuwälzen.

Für 2012 bleibt die Branche vorsichtig optimistisch. Ein Wachstum wie im letzten Jahr werde es zwar nicht geben, bis zu 3% Umsatzwachstum hält der Reiseverband aber für möglich.

 
 
Bildquelle: Jacek Chabraszewski - Fotolia

Autor:

Volker Gelfarth

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Unterbewerte Aktien mit erwarteter Outperformance stellt er im kostenlosen Value Telegramm vor.