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5 Aspekte beim Aufbau einer privaten Zusatzrente

Altersarmut gibt es schon heute und sie wird in Zukunft noch zunehmen. Dafür gibt es verschiedene Ursachen, wie zum Beispiel die letzten Rentenreformen. Dadurch wird das gesetzliche Rentenniveau (Verhältnis zwischen Rente und Durchschnittseinkommen) von aktuell rund 51% auf 43% im Jahr 2030 sinken. Deshalb werden in Zukunft auch Menschen mit einem „normalen“ Einkommen von Altersarmut betroffen sein, sofern sie nicht privat vorsorgen.

1. Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge

Zwar ist die gesetzliche Rente sicher, aber nur der Art und nicht der Höhe nach. Schon heute reicht die gesetzliche Rente in vielen Fällen nicht aus, um seinen Lebensunterhalt im Alter bestreiten zu können und dieses Problem wird sich im Zeitablauf noch verschärfen. Deshalb ist private Altersvorsorge für alle wichtig, die ihren Lebensunterhalt als Rentner gesichert wissen wollen.

2. Risikostreuung beim Aufbau von privatem Alterskapital

Auch beim Aufbau einer privaten Zusatzrente sollte man nicht sein gesamtes Sparkapital auf eine Karte setzen, sondern sein Geld und damit auch das Risiko streuen. Da sich festverzinsliche Wertpapiere im gegenwärtigen Zinstief wenig zum Vermögensaufbau eignen, sollte man besser mit regelmäßigen Sparbeiträgen auf Aktien und Immobilien setzen.

3. Altersarmut vorbeugen mit Fonds

Beispielsweise eignen sich eine staatlich geförderte Riester-Rente, Lebensversicherungen oder Fonds sehr gut, um mit regelmäßigen Sparbeiträgen eine private Zusatzrente aufzubauen. Bei einem Fonds zahlen viele Sparer gemeinsam in einen Topf – den Fonds – und das Fondsmanagement sorgt für die Auswahl der richtigen Aktien oder Immobilien und für eine gesunde Risikostreuung.

Empfehlenswert sind breit streuende, international anlegende Aktienfonds und Offene Immobilienfonds. So trägt man durch ein Investment in Aktien dem Gesichtspunkt der Rendite Rechnung und durch dem Offenen Immobilienfonds dem Aspekt der Sicherheit. Zudem sind beide Anlageformen grundsätzlich liquide, das heißt, man kann die Fondsanteile jederzeit wieder verkaufen.

Wer das Fondskonzept mit dem Versicherungsgedanken – Versorgung von Hinterbliebenen – kombinieren möchte, für den ist möglicherweise eine fondsgebundene Lebensversicherung die richtige Anlageform. Beispielsweise kann hierbei auch eine Beitragsbefreiung der Lebensversicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit vereinbart werden.

4. Altersvorsorge mit einem Riester-Fondssparplan

Wer regelmäßig sparen möchte, kann auch die staatliche Förderung mit dem Fondskonzept kombinieren und einen  Riester-Fondssparplan abschließen. Dabei werden die Sparbeiträge und Zulagen in Aktien-, Renten- oder Mischfonds investiert.

Diese Form der Riester-Rente bietet Anlegern die höchsten Renditechancen. Das Risiko ist im Vergleich zu normalen Investmentfonds dagegen begrenzt, da die Auszahlung der Einzahlungen und Zulagen garantiert wird. Allerdings fallen bei Riester-Fondssparplänen in der Regel Ausgabeaufschläge an, was wiederum ein Nachteil dieser Sparpläne ist.

5. Durch den Zinseszinseffekt lohnen auch kleine Sparbeiträge

Der große Vorteil regelmäßiger Sparraten und einer langen Spardauer ist der Zinseszinseffekt. Die Sparbeiträge erwirtschaften Zinsen und diese Zinsen erwirtschaften wiederum Zinseszinsen und so weiter. Dadurch kann man auch mit 50 oder 100 € pro Monat im Laufe der Zeit ansehnliche Beträge ansparen.

Zinseszins
monatliche SparrateSpardauer in JahrenZinssatzeingeszahlte SparbeiträgeZins und ZinseszinsGesamt- kapital
100205%24.00016.753,7940.753,79
100305%36.00045.885,8881.885,88
100405%48.000100.885,72148.885,72
100208%24.00033.293,9857.293,98
100308%36.000105.830,58141.830,58
100408%48.000276.338,76324.338,76

Private Zusatzrente ist ein Muss

Wer der auch Normalverdienern in Zukunft drohenden Altersarmut vorbeugen möchte, sollte sich eine private Zusatzrente aufbauen. Es gibt zahlreiche Anlageformen, die sich hierfür eignen. Staatliche Förderung gibt es für Riester-Verträge und darüber hinaus kann man unter anderem in festverzinsliche Wertpapiere, Aktien und Immobilien investieren.

Besonders eignen sich hierfür Fonds im Rahmen eines Fondssparplans, wobei ein Riester-Fondssparplan einige Vor- aber auch Nachteile bietet. Durch den Zins- und Zinseszinseffekt kann man über einen längeren Zeitraum auch mit kleineren Sparbeiträgen einen beachtlichen Effekt erzielen.

11. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Dr. Jürgen Nawatzki
Von: Dr. Jürgen Nawatzki. Über den Autor

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre war Dr. Jürgen Nawatzki u. a. als Finanzberater tätig und hat individuelle Lösungen zur Vorsorge, Immobilienfinanzierung und zum Kapitalaufbau für Privatkunden entwickelt. Als Autor möchte er seinen Lesern Informationen und Hintergrundwissen zu Wirtschafts- und Finanzthemen liefern.