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5 Tipps für mehr Geld: Hohe Zinsen sichern leicht gemacht

Sie wollen nicht Ihr gesamtes Vermögen in Aktien investieren? Oder in Immobilien und Gold als Langfristinvestments?

Dann teilen Sie Ihre Strategie mit mehr als 99% aller Investoren – Bargeld oder liquidierbares Vermögen ist wichtig. Immer – daher suchen Sie Zinsalternativen. Der Markt stellt derzeit leider kaum attraktive Angebote bereit.

Ich habe mich für Sie umgesehen, weil die klassischen Staatsanleihen oder auch inflationsgeschützte Anleihen Ihr Geld nicht wert sind.

Ungünstige Prognosen

Finanzinstitute und Analysten geben regelmäßig Zinsprognosen für Standardzinsen ab. Diese Prognosen habe ich mir für Sie angesehen, weil zur aktuellen Vorsorge auch die richtige Zinshöhe zählt. Leider sind die Aussichten vergleichsweise trübe.

Kein renommierter Zins-Analyst etwa geht zur Zeit davon aus, dass Sie mit Standardanlagen wie der 10-jährigen Bundesanleihe in Deutschland auch nur 4% Zinsen (Rendite) erreichen können. Diese Prognosen reichen bis weit in das kommende Jahr hinein.

Konkret können oder müssen Sie davon ausgehen, auch dann nur allenfalls 3,2% – so mein Eindruck – zu kassieren. Diese Prognosen sind wichtig dafür, dass Sie eine andere Auswahl treffen (werden). Auf fast keinem anderen Markt sind die Prognosen gleichzeitig so sehr der Signalgeber für die tatsächliche Entwicklung. Nehmen Sie die Aussagen für „bare Münze“, in diesem Falle wortwörtlich.

Prognosen sind korrekt

Diejenigen, die Prognosen abliefern, sind gleichzeitig die Investoren mit den größten Geldvermögen. Diese sind an diesen Zinsen stark interessiert und äußern damit nicht nur eine Prognose, sondern gleichzeitig auch die Erwartung.

Für alle anderen Marktteilnehmer bedeutet dies ein Signal, einen Richtwert. Die Börsenpsychologie nennt das den „Anker-Effekt“. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung.

Das aber ist damit der Maßstab für die nächsten 9 bis 12 Monate. Aktuell liegen die Zinsen für Standard-Anleihen dieser Art – die Umlaufrendite – bei 2,4%, also noch deutlich niedriger.

Mehr zum Thema: Was ist eine Umlaufrendite?


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Aktuell aber können Sie damit noch nicht einmal die Inflationsrate abdecken. Die beläuft sich immer noch auf 2,7% in der Euro-Zone. Sie können leicht mehr schaffen.

Neue Euribor-Floater-Anleihe: so geht’s

Dazu als Tipp Nummer eins eine Neuemission: den Euribor-„Floater“ von Morgan Stanley. Die US-Bank ist zahlungsfähig und wird ganz sicher von der amerikanischen Politik „gedeckt“. Das Risiko ist daher gering. Die Ausstattung ist interessanter:

Floater bieten einen variablen Zins. Bei diesem Floater erhalten Sie auf jeden Fall jetzt schon 3% – also mehr als die Inflationsrate (die offizielle Rate). Die nächsten Zinszahlungen orientieren sich daran, wie sich der „Euribor“ entwickelt. Dies ist der Zinssatz, zu dem sich insgesamt 57 europäische Banken Anleihen andienen. Die Laufzeiten dabei: 1 Woche bis 12 Monate.

Kurz: dies ist der Interbanken-Zinssatz. Der Zins, den Sie mit dem Floater erhalten können, liegt dann auf dem Niveau des „Vorjahres“-Euribor. Zur Zeit ist der niedrig: 1,6%. Nur: der Zinssatz kommt von mehr als 5,5% im Jahr 2008 – hat also deutlich Potenzial. Wichtig für Sie ist hier eine spezielle Garantie: der Zinssatz für Sie sackt niemals unter 3%. Der Titel mit der WKN MSOKCE läuft vier Jahre lang.

Ohne Garantie, mit höheren Zinsen: Baumarkt-Kette

Mehr Zinsen erhalten Sie bei einer Anleihe, die der „Neue Deutsche Geldanlagebrief“ seit Jahren empfiehlt. Dies ist die Anleihe der Baumarkt-Kette „Hornbach“. Diese hat eine Laufzeit bis zum 15.11.2014, also immerhin noch mehr als drei Jahre.

Die Anleihe können Sie über die Börse handeln, die Nachfrage ist gut. Aktuell zahlen Sie selbst über die Börse etwa 106% für die Anleihe. Bei einem Zinskupon in Höhe von 6,125% ergibt sich für Sie damit die Rendite von gut 4,30%. Damit liegen Sie bei hoher Sicherheit schon weit über Bundesanleihen und weit über der offiziellen Inflationsrate.

Bleibt noch ein Wort zur Sicherheit: Standard&Poor hat das Rating auf „BB+“ erhöht. Hornbach und diese Anleihe sind bei laufenden Gewinnen in Höhe von knapp 50 Millionen € allein im abgelaufenen Vorquartal sicher. Zudem können Sie Ihr Geld über die Börse faktisch fast „abheben“.

Geschickt investieren: Mischfonds

Sie können ebenso gut wie in eine einzelne Anleihe auch in Fonds investieren. Rentenfonds lehne ich zur Zeit ab, da die Renditen für Anleihen in diesen Fonds sinken werden. Damit aber sinkt ganz automatisch auch der Anteilswert der Fonds.

Sie können die Fondsanteile dann zwar über die Börse verkaufen, gehen jedoch das Risiko ein, dabei Geld zu verlieren. Deshalb sind Mischfonds geeignet. Mischfonds bieten den Vorteil, auch die steigenden Aktienkurse mit zu nehmen. In unseren Redaktionen empfehlen wir seit längerer Zeit einen speziellen Mischfonds: den „Carmginac Patrimoine A“.

Den Fonds können Sie an der Börse jederzeit handeln. Vorteil des Fonds: er schränkt sich weder bei den Regionen noch bei der Wahl irgendeines Sektors ein. Sie können überall „dabei“ sein. Zweiter Vorteil: damit es nicht zu beliebig wird, haben wir in den Redaktionen darauf geachtet, zumindest einen hohen Anleihen-Anteil zu gewährleisten. Der Fonds verpflichtet sich, zumindest 50% in Anleihen zu halten.

Aktuell hat der Carmignac 42% in Aktien, ungefähr 40% in Anleihen (davon allerdings mehr als 32% in Unternehmensanleihen) und den Rest in „sonstigen“ Geldmarktinstrumenten, also teils auch liquide. Der Fonds bringt etwa 7% Rendite – seit Jahren. Daher gehört er zur aktuellen Zinsstrategie.

Erneut eine Empfehlung: der „Bertelsmann“

Schließlich bleibt es beim Genussschein von „Bertelsmann“. Ein Genussschein – gestern erst empfohlen – bringt Ihnen wie andere Anleihen einen festen Zins. Allerdings nehmen Sie dabei zwei Nachteile in Kauf:

Die Zinsen erhalten Sie nur, wenn das betreffende Unternehmen – hier Bertelsmann – in dem vorhergehenden Geschäftsjahr einen Gewinn erwirtschaftet hat. Ansonsten fallen Zinszahlungen aus und können in späteren Jahren nachgeholt werden.

Der zweite Nachteil: Bei einer Insolvenz erhalten Sie Ihren Anteil am Konkursvermögen faktisch nicht – andere Gläubiger (beispielsweise „echte“ Anleihegläubiger) werden vorgezogen. Achtung: Bertelsmann macht seit Jahren Gewinne, die Zinszahlungen sind nicht ausgefallen, eine Insolvenz ist denkbar unwahrscheinlich. Dafür beträgt die Rendite jetzt etwa 7,3%.

Der fünfte Tipp: geeignet mischen

Jetzt haben Sie vier Instrumente für mehr Zinsen an der Hand. Schließlich aber können Sie Ihr Zinsinvestment noch „verbessern“ oder sicherer werden lassen. Dafür mischen Sie am besten:

  • Legen Sie einen größeren Teil Ihres Zinsvermögens in den sichersten Investments an: dies sind die Anleihen von Hornbach und von Bertelsmann.
  • Als Inflationsschutz wählen Sie den Floater, der von den hohen Zinsen bei einer Inflation leben wird. Wenn Sie nicht mit einer Inflation rechnen, brauchen Sie den Floater nicht.
  • Optimieren Sie Ihr Depot schließlich langfristig, wenn Sie auch Aktienfreund sind. Der Mischfonds ist etwas riskanter, wird aber in den nächsten Jahren noch bessere Aussichten als aktuell haben: bei anziehender Inflation steigt die Chance auf hohe Aktienrenditen.

Diese Investitionen haben zudem einen weiteren Vorteil: alles ist an der Börse handelbar. Damit kommen Sie ebenso schnell und leicht an Ihr Geld wie bei normalen Konten. Gibt es an den Märkten ein neues Zins Hoch, schaffen Sie dann durch ein einfaches Umsichten mehr Geld.

PS: Wenn Sie noch mehr „Zinsen“ verdienen möchten, kaufen Sie auch Aktien mit einer hohen Dividendenrendite. Diese finden sich aktuell schon im Dax bei einer durchschnittlichen Dividendenrendite in Höhe von 3,4%. Wir unterstützen Sie mit unseren Empfehlungen.

31. August 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.