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5 wichtige Merkmale von Tagesgeld

Anleger befinden sich der jetzigen Niedrigzinsphase in einem Anlagenotstand. Festgeld und Spareinlagen bringen kaum noch einen Zinsertrag.

Viele möchten daher ihr Geld auf einem Tagesgeldkonto anlegen. Oftmals besteht Unsicherheit darüber was Tagesgeld ist und was zu beachten ist. Diese 5 wichtigsten Merkmale von Tagesgeld sollten Anleger kennen.

1. Kontoart des Tagesgeldkontos

Das Tagesgeldkonto ist von der Kontoart her ein Girokonto. Der Unterschied zu einem normalen Girokonto besteht darin, dass es nur im Guthaben geführt wird. Der zweite Unterschied ist, dass das Tagesgeldkonto nicht für den Zahlungsverkehr, wie beispielsweise Überweisungen und Lastschriften, verwendet werden kann.

2. Verfügbarkeit des Guthabens

Für Anleger ist es wichtig, dass sie schnell über ihr Geld verfügen können. Unvorhergesehene Ausgaben für Käufe oder Reparaturen erfordern, dass sehr schnell über das Guthaben verfügen werden muss.

Im Gegensatz zum Festgeld ist das Guthaben beim Tagesgeld jederzeit sofort verfügbar. Der Name „Tagesgeld“ verweist darauf, dass das Geld jeden Tag in voller Höhe sofort verfügbar ist. Im Vergleich zu Spareinlagen bestehen keine Kündigungsfristen oder Freibeträge. Anlegern entstehen somit keine Kosten für eine ungekündigte Auszahlung.


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3. Sicherheit beim Tagesgeld

Sicherheit der Geldanlage ist für Anleger ein sehr wichtiger Aspekt. Tagesgelder unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung. In Deutschland und Europa sind alle Einlagen bis 100.000 € geschützt. Bei Banken außerhalb Europas gelten die dortigen Sicherungssysteme.

Viele Bankengruppen, wie beispielsweise Sparkassen und Volksbanken, unterhalten als weitere Sicherung die sogenannte Institutssicherung. Somit werden bei diesen beiden Bankengruppen höhere Einlagen als 100.000 € gesichert. Tagesgelder sind somit insgesamt sehr sicher.

4. Rendite beim Tagesgeld

Anleger bevorzugen Anlageformen mit hohen Renditen. Die Verzinsung beim Tagesgeld orientiert sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), derzeit liegt er bei 0,05 %. In der jetzigen Niedrigzinsphase ist Tagesgeld aus Renditeanlage ebenfalls vollkommen ungeeignet. Die durchschnittlichen Zinssätze liegen zwischen 0,05 und 0,30 %.

Im Gegensatz zu Spareinlagen können beim Tagesgeld andere Intervalle für die Zinsgutschrift gelten. Je öfter die Zinsen in einem Jahr kapitalisiert werden, umso höher ist die Rendite. Dieser Zinseszins-Effekt führt dazu, dass die gutgeschriebenen Zinsen in der nächsten Periode wieder mitverzinst werden.

Um die Rendite beim Tagesgeld zu erhöhen, sollten Anleger Angebote verschiedener Banken vergleichen. Hier können größere Zinsunterschiede auftreten. Einige Banken bieten für Tagesgeld Zinssätze von ca. 1 %. Diese Lockangebote für neue Kunden sind oftmals zeitlich befristet. Renditebewusste Anleger können durch häufigen Anbieterwechsel eine höhere Rendite erzielen.

5. Eignung als Anlageform

Tagesgeldkonten eignen sich als Ergänzung zum Girokonto. Durch die sofortige Verfügbarkeit kann fehlendes Guthaben auf dem Girokonto schnell ausgeglichen werden. Tagesgeld ist eine sinnvolle Anlageform in Zeiten steigender Zinssätze. Anleger können im Gegensatz zum Festgeld schnell von den Zinserhöhungen profitieren. Derzeit sind Zinssteigerungen vorläufig jedoch nicht zu erwarten.

Ein Tagesgeldkonto eignet sich hervorragend für Aktienanleger. Zwischen dem Verkauf von Aktien und der Wiederanlage der Gelder in Aktien kann das Geld auf dem Tagesgeldkonto geparkt werden. Da es jederzeit in voller Höhe verfügbar ist, entstehen dem Anleger keine Kosten bei erneuten Aktienkäufen.

Was Anleger beim Tagesgeld beachten sollten

Insgesamt betrachtet ist Tagesgeld keine geeignete Geldanlageform. In der derzeitigen Niedrigzinsphase wird Tagesgeld kaum verzinst. Vergleicht man die Tagesgeldzinssätze mit der Inflationsrate, so ergibt sich eine reale Kapitalvernichtung.

Da vorläufig keine Trendwende bei der Verzinsung zu erwarten ist, bleibt das Tagesgeld auch weiterhin als Geldanlage für Anleger unattraktiv. In der jetzigen Zinsphase ist Tagesgeld dennoch sinnvoller als Spar- und Termineinlagen (Festgeld).

Anleger können demnach durchaus ein Tagesgeldkonto unterhalten. Dieses Konto eignet sich als Sammelkonto für nicht benötigte Gelder. Der Vorteil ist, dass diese geringfügig verzinst werden und schnell verfügbar sind. Anleger erhalten hierbei eine hohe Flexibilität für alternative Anlagemöglichkeiten.

Als Geldanlage eignet sich Tagesgeld nicht. Gelder, die nicht als Finanzreserve dienen, sollten besser in Aktien oder Aktienfonds investiert werden. Hier ist langfristig eine deutlich höhere Rendite zu erzielen.

21. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Rudolf Schneider
Von: Rudolf Schneider. Über den Autor

Der gelernte Bankkaufmann beschäftigt sich seit über 30 Jahren eng mit dem Thema Banken, Börse und Finanzen und ist heute als Finanzberater tätig. Seine Leidenschaft gehört dem Thema Börse und dort speziell unterbewerteten Aktien.