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5 wichtige Schritte zum Börsengang

06Erstmalige Börsengänge oder so genannte IPOs (Initial Public Offering) eines Unternehmens sind für Anleger immer von besonderem Interesse. Denn, wer bei der Zuteilung von Aktien besonders erfolgversprechender Gesellschaften Glück hat, kann viel Geld verdienen.

Allerdings muss ein Unternehmen, das den Börsengang wagt, eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllen und verschiedene Prozesse durchlaufen. Ein Börsengang ist relativ teuer und auch recht zeitintensiv. Durchschnittlich wird für den gesamten Vorgang die Dauer eines Jahres veranschlagt.

1. Schritt: Prüfung der Börsenreife

Zunächst wird ein Unternehmen, das den Gang an den Aktienmarkt wagt, seine Eignung für die Börse durch einen unabhängigen IPO-Berater feststellen lassen. Hierzu gehören umfangreiche Analysen der eigenen Stärke, des Wettbewerbs, des Börsenumfelds und Untersuchungen der eigenen Stärken und Schwächen.

2. Schritt: Auswahl der Banken, die den Börsengang begleiten

In der Regel suchen die bisherigen Teilhaber des Unternehmens eine oder mehrere geeignete Banken, die als Partner den Börsengang begleiten. Nach ausführlichen Gesprächen und nachdem die Geldinstitute ihre Vorstellungen und Angebote unterbreitet haben, fällt eine entsprechende Entscheidung.


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Dabei wird bestimmt, welche Bank als so genannter Konsortialführer den Börsengang federführend leitet und welche Institute daneben beteiligt sind. Mit diesen wird auch die Struktur des Kreises der Anleger bestimmt.

3. Schritt: Bekanntmachung des Unternehmens und des Börsengangs

Im unmittelbaren Vorfeld des Börsengangs gilt es, das Unternehmen Wertpapieranlegern schmackhaft zu machen. Da die Firma es bislang nicht nötig hatte, Unternehmensdaten zu veröffentlichen, werden diese nun potenziellen Anlegern angeboten.

Dies geschieht über die beteiligten Banken, die Presse und über so genannte Roadshows. IPO-Roadshows sind Publikums- und Pressekonferenzen in Form einer Tournee. Dies geschieht zu dem Zweck, bereits im Vorfeld Anleger für die alsbald erscheinenden Aktien zu gewinnen.

4. Schritt: Preisfindung

Direkt vor dem Börsengang wird die Preisspanne verkündet, innerhalb derer sich der mutmaßliche Emissionspreis festgelegt wird. Es ist ebenfalls möglich, dass die Geldinstitute einen Festpreis bestimmen oder der Preis durch ein Auktionsverfahren festgelegt wird.

5. Schritt: Zuteilung und Zeichnung der Aktien

Abschließend werden die Aktien öffentlich zur Zeichnung angeboten. Dies bedeutet, dass sich die Anleger innerhalb einer festgelegten (Zeichnungs-)Frist äußern, wie viele Aktien sie zu welchem Preis kaufen möchten.

Wenn, wie beispielsweise beim Börsengang von Infineon im Jahr 2000, das Anlegerinteresse größer ist als das Angebot an Aktien, kann es neben der Ausgabe von Reserveaktien auch zu einem Losverfahren kommen.

Anleger, die das Glück hatten, eine Zuteilung aus dem IPO von Infineon zu erhaschen, konnten sich schon in den ersten Tagen der Notierung der Aktie über satte Gewinne freuen. Allerdings ist nicht jede Neuemission einer Aktie so erfolgreich. Anleger sollten daher genau prüfen, ob sie an IPO teilnehmen möchten oder nicht.

Während schlechter Marktphasen oder wenn der Börsenstart ungenügend vorbereitet worden ist, kann es auch vorkommen, dass der IPO auch ungünstig verläuft oder gar abgesagt wird. Dann bleibt dem Anleger nur die Erkenntnis „außer Spesen nichts gewesen“.

5. April 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.