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6 Dow-Thesen als Grundlage der Chartanalyse

Trends erkennen und auf- oder abspringen bevor der Zug Fahrt aufnimmt – Anleger, die auf solche Strategien setzen, haben vor allem eins im Auge: Handelssignale für den richtigen Zeitpunkt.

Dabei kommt es nicht auf Fundmentaldaten an, sondern rein auf den Kursverlauf, also die Chartanalyse. Die setzt voraus, dass alle Bilanzdaten und wichtigen Informationen im Kurs enthalten sind.

Charles Dow Theory mit 6 Kernaussagen

Ursprung all dessen ist die Charles Dow Theory, verbreitet auch einfach als Dow Theorie bezeichnet. Der englischsprachige Begriff Charles Dow Theory geht auf Charles Dow zurück, dessen Nachname bis heute im amerikanischen Dow Jones Industrial Average steckt. Der führende US-Index enthält die 30 größten Unternehmen von American Express bis Wal-Mart.

Aufgelegt wurde dieser erste amerikanische Index 1884 von der Agentur Dow Jones & Company, deren Mitbegründer Charles Dow war. Zugleich gab er den ersten Börsenbrief heraus, ein Vorläufer des Wall Street Journal.

Der gelernte Börsenjournalist Dow beobachtete die täglichen Kursverläufe im Index, suchte Trends und entwickelte dabei die technische Analyse auf Basis seiner Charles Dow Theory. Der liegt seine Erkenntnis zugrunde, dass sich Kurse immer nach bestimmten Mustern wiederholen, was Rückschlüsse auf die weitere Entwicklung zulässt. Das sind die 6 Kernaussagen der Charles Dow Theory.


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1. Im Preis bzw. Indexkurs steckt das gesamte Marktwissen

Ein Index ist Abbild des Marktgeschehens. Die Kurse spiegeln sämtliche Aktivitäten und Einschätzungen aller Akteure am Markt. Jede Nachricht wird von ihnen bewertet und genutzt. All das ist der Grund für Angebot und Nachfrage und macht eine Fundamentalanalyse überflüssig.

2. Ein Markt besteht aus drei Trends

Grundlegend gibt es drei Arten von Trends: den primären langfristigen, den sekundären mittelfristigen und einen tertiären untergeordneten Trend.

Der primäre ist der übergeordnete Trend. Er zeigt ausgedehnte Auf- oder Abwärtsbewegungen ab einem bis mehreren Jahren. Was sich zwischendurch in einem Zeitraum bis zu einem Jahre entwickelt, sind sekundäre Trends. Sie können vom Primärtrend abweichen und zeigen sich über mehrere Monate hinweg.

Zwischentrends im Zeitbereich von einigen Tagen bis zu acht Wochen sind untergeordnete Erscheinungen. Sie können etwa durch kurzlebige Nachrichten entstehen und haben fast keine Bedeutung, da sie schnell falsch interpretiert werden.

3. Jeder primäre Trend hat drei Phasen

Die erste Phase ist, wenn beim Anzeichen der Trendumkehr die ersten Investoren zunehmend einsteigen. Spricht sich das herum und steigt die Masse ein, entsteht die zweite Phase. Sobald dann die ersten wieder aussteigen und die Stimmung umschlägt, kommt es zur dritten Phase.

4. Die Umsätze bestimmen den Trend

Sowohl im Bullen- als auch im Bärenmarkt hängt die Entwicklung von den Umsätzen ab. Passt das Handelsvolumen nicht mehr zum bisherigen Trend, kann mit einer Trendumkehr gerechnet werden. Dabei sind Kursverlauf und Volumina gleichzeitig zu beobachten.

5. Ein Index muss sich bestätigen

Auf- und Abwärtstrends sowie Umkehrsignale müssen sich in vergleichbaren Indizes bestätigen. Charles Dow beobachtete dabei die Entwicklung seiner beiden damaligen Indizes Dow Jones Industrial und Dow Jones Transportation. Weichen beide voneinander ab, ist Vorsicht angebracht.

6. Das Ende eines Trends braucht Bestätigung

Auch hier geht es Dow darum, dass man nur aus den Verläufen von zwei Indizes auf eine Trendumkehr schließen kann. Der eine ist die Bestätigung für den anderen. Bis zu diesem Signal hat ein Trend Bestand.

Grundgedanke gilt unverändert

Diese Kernaussagen dürften vielen Anlegern bekannt vorkommen. So alt sie auch sind, sie haben ihre grundlegende Bedeutung nicht verloren. Das Prinzip von Angebot und Nachfrage ist unverändert gleich geblieben.

Ebenso menschliche Schwächen wie Gier und Angst, die den Kurs gleichfalls beeinflussen. Von den Trends ganzer Indizes kann man heute allerdings etwa mit ETFs besser profitieren. Als Charles Dow lebte, gab es noch keine passiven Indexfonds.

10. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.