MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

7 Industrierohstoffe und ihre Förderländer die jeder Anleger kennen muss

Der Rohsoffsektor beinhaltet sehr viele differenzierende Segmente mit unterschiedlichen Einflussfaktoren, Makrotrends, Angebots- und Nachfrageverhältnissen und Anlageklassen.

Im Hinblick auf das weiterhin starke Wachstum der Menschheit, das mehr als 10 Mrd. Menschen bis 2100 vorsieht, wird die Nachfrage nach Rohstoffen inklusive Industriemetallen mit 100%iger Sicherheit in den nächsten Jahren und Jahrzehnten weiter kontinuierlich zunehmen.

Je stärker die Wirtschaftsleistung ist und je mehr Wohlstand in einer Volkswirtschaft erreicht wird, desto höher ist die Nachfrage nach Rohstoffen. Daher bieten sich langfristige Investments in diesem lukrativen Sektor mit starker Makro-Story als Depotbeimischung an.

Übersicht: Die wichtigsten Industrierohstoffe

Aluminium

Das leichte und biegsame Industriemetall gilt als „Trendmetall“ und ist aus vielen Industriesparten heute nicht mehr wegzudenken. So haben sich die Anwendungsbereiche von Aluminium im letzten Jahrzehnt deutlich erweitert.

Insbesondere in der Auto- und Flugzeugbranche spielt Aluminium eine bedeutende Rolle, ebenso wie in den innovativen Industriesegmenten wie der Weltraumtechnik und dem Rennsport. Wie bei den meisten Industriemetallen ist auch die Herstellung von Aluminium sehr energieintensiv.

Eisenerz

Der klassische Grundrohstoff für die Produktion von Eisen und Stahl ist unersetzbar für jede Volkswirtschaft der Welt geworden. So gelten diese wichtigen Industrierohstoffe als elementare Bestandteile in Schlüsselindustrien wie der Bau- und Mobilitätsbranche. In vielen weiteren klassischen Industrien ergeben sich weitere Verwendungen.

Bei der Herstellung von Eisen und Stahl werden große Mengen an Kohle oder Gas benötigt. Eisenerz gilt generell als der Industrierohstoff mit dem größten Anteilswert auf dem Weltmarkt.

Kupfer

Zusammen mit Eisenerz ist Kupfer das wichtigste Industriemetall. Es gilt unter Branchenkennern als das interessanteste und brisanteste Industriemetall, da die Verwendungs- und Einsatzbereiche heutzutage extrem breit und stark sind.

Kupfer ist in den meisten Industriesegmenten existenziell geworden und kommt in nahezu jedem technischen Produkt zum Einsatz. Daher fungiert Kupfer auch schon seit längerer Zeit als relevantes Konjunkturbarometer unter Marktexperten.

Nickel

Der größte Teil der Nickelproduktion geht in die Herstellung von Stahl und Nickellegierungen, wodurch die Nickelbranche in vielen Bereichen von der Eisenerz- und Stahlbranche abhängig ist und damit als klassisches Übergangsmetall gilt.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Als reines Metall wird das glänzend silbrige Nickel beispielsweise in der Chemiebranche eingesetzt oder als Korrosionsschutz.

Blei

Das giftige und bläulich weiße Schwermetall ist heute ebenfalls stark in der Mobilitätsbranche gefragt, wohin mehr als 50% der Bleiförderung gehen.

Wegen der Korrosionsbeständigkeit und einer hohen Dichte ist Blei in vielen Industriezweigen auch weiterhin ein wichtiger Rohstoff und wird z. B. in der Chemie-, Elektrotechnik- und Militärbranche benötigt.

Zink

Das Metall wird aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit vor allem für die Herstellung von Schutzschichten verwendet. Bei der Stahl- und Eisenverarbeitung wird Zink genutzt, um die Produkte vor Feuchtigkeit und anderen Schädigungen zu schützen (Verzinken).

Daneben spielt Zink auch bei der Herstellung von Batterien und Blechen für die Bauindustrie eine wichtige Rolle.

Zinn

Das Metall besitzt einen sehr geringen Härtegrad und lässt sich daher gut verformen. Zusammen mit anderen Metallen wie Blei (Lötzinn) oder Silber wird Zinn besonders von der Elektroindustrie und Medizintechnik zur Verbindung elektronischer Bauteile nachgefragt.

Auch in der Verpackungsindustrie und bei der Kunststoffherstellung spielt Zinn eine wichtige Rolle.

Übersicht: Die wichtigsten Förderländer von Industriemetallen

Unter den westlichen Industrienationen spielen nur noch wenige als relevante Förderer von Industriemetallen wie Eisenerz und Nickel eine bedeutende Rolle.

Die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) und sämtliche Entwicklungsländer gewannen stark an Auftrieb und dominierenden Einfluss und dies wird sich in Zukunft nicht umkehren.

Die traditionellen Rohstoff- und Minennationen wie Australien, Kanada und Peru wahren zumindest ihre bedeutende Rolle.

Tiefgreifende Veränderungen: Die heutzutage wichtigsten Einflussfaktoren im Industriemetallsektor

Vorweg sollten Sie wissen, dass die Industriemetalle auf der fundamentalen Seite natürlich immer den traditionellen Angebots- und Nachfragegegebenheiten unterliegen.

Diese Entwicklungen können aber unter den Industriemetallen ab und an stark variieren, da einige Einflussfaktoren unterschiedlich sind und ihre Bedeutung schwanken kann.

Größere Preisschwankungen als früher Durch die zunehmende Globalisierung, die Etablierung der Finanzmärkte und die umfassende Medienberichterstattung werden die Trends im Rohstoffsektor beschleunigt.

Dies führt zu einer höheren Volatilität (Schwankungsintensität) im Tageshandel und in den übergeordneten Trends, wie es in den letzten Jahren oft zu beobachten war.

Auch die klassischen Zyklen werden volatiler. So hat das spekulative Kapital im Rohstoffsektor generell und auch natürlich bei den Industriemetallen während der letzten 10 Jahre immens zu genommen.

Die Folgen sind nicht nur größere Schwankungen, sondern auch schwierige Ausblicke und Prognosen auf der fundamentalen Seite, da die Preise sehr sensibel reagieren können.

Die Psychologie und das Sentiment spielen zunehmend eine entscheidende Rolle. Weitere sehr wichtige Faktoren sind heutzutage die Geopolitik und die Stabilität der wichtigsten Fördernationen geworden.

So kommt den Länderrisiken heute eine zunehmend große Bedeutung zu. Sobald sich Verwerfungen, Tumulte, Unstabilitäten in einflussreichen Förderregionen ergeben, wirkt sich das besonders stark auf die Preise aus.

Chinas Einfluss wird immer größer

Die Rohstoffbranche wird heute zunehmend von China als wichtigstem Spieler auf der Angebots- und Nachfrageseite dominiert. Dies gilt auch für die meisten Industriemetalle.

Der Einfluss des Reichs der Mitte ist während der letzten 20 Jahre immens gewachsen. So gehört China heute in vielen Bereichen zum einflussreichsten Land bei den Industriemetallen.

Der Aufstieg der Chinesen zum größten Importeur, Verarbeiter und Konsumenten von Industriemetallen spiegelt das prägnant wider. Parallel ist China heute auch beispielsweise der größte Eisenerz-, Blei- und Stahlproduzent, wodurch der Einfluss auf der Angebotsseite ebenfalls immens gewachsen ist.

Checkliste: Das müssen Sie bei Rohstoffen beachten

  • Viele Rohstoffmärkte sind nur sehr klein. Das bedeutet, dass Nachfrage- und Angebotsveränderung stark auf die Preise durchschlagen. Rohstoffinvestments unterliegen daher verhältnismäßig großen Kursschwankungen. Setzen Sie zur Absicherung Ihrer Investments daher mentale Stoppkurse, und überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen, ob eine Investition weiterhin gerechtfertigt ist.
  • Rohstoffe notieren fast immer in Dollar. Fällt dieser gegenüber dem Euro und steigt der Rohstoffpreis, verdienen Sie doppelt. Auf der anderen Seite gilt: Steigt der Dollar und fällt der Rohstoffpreis, verlieren Sie doppelt. Mit währungsgesicherten Zertifikaten und Fonds können Sie das Risiko gegen einen Aufpreis reduzieren. Die Bezeichnung „Quanto“ oder „Hedged“ deutet auf eine solche Absicherung hin.
  • Die Entwicklung der Rohstoffpreise ist sehr stark konjunkturabhängig. Wenn Sie eine Rezession erwarten, sollten Sie Ihre Rohstoffinvestments verkaufen. Eine geringe Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums dagegen ist unbedenklich.
  • Rohstoffe besitzen einen eingebauten Inflationsschutz. Da Rohstoffe am Anfang der Produktion stehen und oft unersetzbar sind (Öl), können Preiserhöhungen relativ einfach durchgesetzt werden. Die Rohstoffpreise steigen bei wachsender Inflationsrate daher immer als Erste. Sie sind im Fall steigender Inflationsraten mit Rohstoffinvestments deutlich besser positioniert als mit Anleihen.
  • Das Rohstoffangebot kann nicht ohne weiteres ausgeweitet werden. Eine steigende Nachfrage schlägt daher sehr stark auf die Preise durch.

14. Mai 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Oliver Groß. Über den Autor

Oliver Groß ist Chefredakteur des Börsendienstes "DER ROHSTOFF-ANLEGER", mit dem er seinen Lesern die lukrativsten Rohstoffanlagen zum anstehenden Rohstoff-Boom aussucht und empfiehlt.