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8 Punkte, die Sie über Aktienrückkäufe wissen sollten

Kursgewinne auf breiter Front, das wünschen sich die meisten Anleger. Leider sieht die Realität oft anders aus: Gewinne und Verluste können sich die Waage halten. Als gute Methode gilt dabei das Stockpicking, die Suche nach einzelnen, aussichtsreichen Aktien, stärker in den Fokus der Anleger.

Als erfolgreiche Strategie hat sich dabei in den vergangenen Jahren das Investment in sogenannte Aktienrückkäufer erwiesen. Wer hier erfolgreich sein will, sollte die folgenden Punkte beachten:

1. Unternehmen kaufen ihre eigenen Aktien zurück

Im Rahmen eines Aktienrückkauf-Programms tritt ein Unternehmen selbst als Aktienkäufer auf. Es erwirbt seine eigenen Wertpapiere – normalerweise direkt an der Börse. Dadurch erhöht das Unternehmen die Nachfrage und stärkt bereits so den Kursverlauf der eigenen Aktie.

2. Es gibt klare Regeln für einen Aktienrückkauf

Seit 1998 sind die gesetzlichen Regelungen zu einem Aktienrückkauf stark vereinfacht: Seitdem kann die Hauptversammlung eines Unternehmens den Vorstand ermächtigen, bis zu zehn Prozent der Anteile zurückzukaufen.

Sie kann die Erlaubnis an einen bestimmten Zweck binden und die maximale finanzielle Höhe vorgeben, die für den Rückkauf genehmigt werden soll. Die Erlaubnis gilt dann längstens für fünf Jahre.


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3. In den meisten Fällen vernichten die Unternehmen die gekauften Wertpapiere

Im Gegensatz zum gewöhnlichen Anleger behalten Unternehmen die zurückgekauften Aktien in der Vielzahl der Fälle nicht, sondern vernichten sie. Ja, tatsächlich: Sie vernichten ihre eigenen Aktien.

4. Jeder Aktionär erhält automatisch einen größeren Gewinnanteil

Der Grund für die Vernichtung der eigenen Aktien ist ganz einfach: Mit dieser Maßnahme will das Unternehmen Kapital an seine eigenen Aktionäre zurückgeben. Denn wenn ein Unternehmen einen Teil seiner Aktien zurückkauft und vernichtet, sinkt die Anzahl der Aktien – und jede einzelne Aktie gewinnt automatisch an Wert. Denn der Unternehmensgewinn wird auf weniger Aktien verteilt.

5. Die Dividende wächst automatisch

Auch die Dividende erhöht sich automatisch für jeden einzelnen Aktionär. Verringert ein Unternehmen beispielsweise seine Aktienzahl um 20 Prozent von 100 Mio. auf 80 Mio. Aktien, so steigt die Dividende je Aktie direkt um 25 Prozent! Schließlich sorgen auch diese spürbaren Vorteile für eine deutlich steigende Nachfrage. Und so klettert natürlich der Aktienkurs immer weiter nach oben.

6. Es fließen gigantische Geldmengen

Eine Billion Dollar haben allein US-amerikanische Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren in Form von Aktienrückkäufen an ihre Aktionäre ausgeschüttet. Und die Analysten der Citigroup erwarten, dass dieser Geldfluss weiterhin anhält.

Schließlich stimmen auch die Vorzeichen: Die konjunkturellen Abwärtsrisiken sind begrenzt, die Unternehmen verfügen über enorme Bargeld-Reserven und das Zinsniveau ist auf einem historisch günstigem Niveau.

7. Kurse der Aktienrückkäufer steigen deutlich stärker als der Markt

Nach Berechnungen der US-Bank Morgan Stanley steigen die Wertpapiere von Aktienrückkäufern im ersten Jahr nach der Ankündigung eines Rückkaufprogramms um 13 Prozentpunkte stärker als der Markt.

Dieses Renditeplus wird auch im Mehrjahresvergleich bestätigt: Eine Studie des Finanzinformationsdienst Bloomberg zeigt, dass die Kurse der Unternehmen mit den prozentual höchsten Aktienrückkäufen im S&P 500 von Anfang 2009 bis Ende 2013 um 270 Prozent stiegen. Der Vergleichsindex S&P 500 kam lediglich auf 190 Prozent.

8. Aktienrückkauf ist nicht gleich Aktienrückkauf

Die Ankündigung eines Rückkaufprogramms kann auch eine unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie auslösen. Dies kann beispielsweise eintreffen, wenn sich das Unternehmen das Rückkaufprogramm eigentlich nicht leisten kann und dadurch notwendige Investitionen für den Geschäftsausbau vernachlässigt.

Wichtig ist auch der Preis, zu dem die Aktien rückgekauft werden. Nur wenn die Aktie aktuell unterbewertet ist, kann das Rückkaufprogramm für die Aktionäre eine Wertsteigerung bedeuten. Legt das Unternehmen jedoch zu viel auf den Tisch, wird so der Wert der verbliebenen Aktien reduziert und eine Überbewertung aufgebaut.

Wenn Sie erfolgreich an der Börse mit Rückkäufen handeln wollen, lohnt sich die Rückkauf-Strategie: Autor Philipp Ley erklärt darin, wie Sie gute Gewinne realisieren können – mit Hilfe der Kenntnisse um den rechtzeitigen Rückkauf von Aktien.

12. August 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.