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Aktien-Auswahl in unruhigen Zeiten – 8 hilfreiche Tipps für Anleger

An der Börse wurden die Aktienkurse heute wieder kräftig durchgeschüttelt. Der DAX schwankte im Tagesverlauf zwischen 4.969 und 5.222 Punkten. Am Ende schloss der Leitindex deutlich im Plus, aber ein berechenbarer Trend ist weiterhin nicht in Sicht. Investoren können im Börsennebel nur auf Sicht fahren. In dieser Marktphase ist es immer spannend, Informationen direkt aus den Unternehmen zu erhalten. Eine gute Gelegenheit gibt es aktuell in Zürich. Heute und morgen präsentieren sich insgesamt 25 Schweizer Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe.

Aktien-Auswahl in unruhigen Zeiten: Noch sind die Daten positiv

Zu Beginn der Veranstaltung bot die Züricher Kantonalbank (ZKB) einen Überblick über die Lage in der Maschinenbau- und Elektrobranche. Die Daten sind ermutigend. Im 1. Halbjahr lag das Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatz (Book-to-Bill-Verhältnis) bei 1,13.

Das bedeutet: Die Neuaufträge übersteigen noch immer den Umsatz. Das spricht für Wachstum. Die ZKB erwartet, dass sich der Trend im 2. Halbjahr abschwächt, aber der Wert noch immer bei über 1 bleibt. Die aktuellen Aktienkurse preisen dagegen ein, dass der Auftragseingang im 2. Halbjahr schlagartig einbricht. Wer recht hat, werden wir frühestens bei Vorlage der nächsten Quartalszahlen sehen. Die ZKB weist auch darauf hin, dass eine Konjunkturabkühlung selbst ohne Schuldenkrise zu erwarten ist. So liegt die Auslastung der Unternehmen bei 88,8%. Normal ist dagegen eine durchschnittliche Auslastung von 86%.

Checkliste mit den Auswahlkriterien

Die aktuellen Daten aus den Unternehmen passen nicht zu den niedrigen Aktienkursen. Das kann sich jedoch schnell ändern, wie die Krise 2008/2009 gezeigt hat. Wer jetzt Aktien kaufen will, sollte daher einige Punkte beachten. Die ZKB nennt 8 Kriterien für die Aktienauswahl in konjunkturell unsicheren Zeiten:


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  1. Da A und O ist die solide Finanzierung des Unternehmens. Die Bilanz muss sauber sein (hohe Eigenkapital-Quote) und das Unternehmen muss einen großen Liquiditäts-Puffer besitzen.
  2. Da in der Krise die Gewinnmargen angegriffen werden, muss der Ausgangswert groß genug sein. Das heißt: Konzentrieren Sie sich auf Unternehmen mit hohen Gewinnmargen.
  3. Bevorzugen Sie Unternehmen, die in der Krise die Kostenstruktur automatisch reduzieren können (natürliches Hedging). Wer auch in der Krise hohe Fixkosten hat, bekommt Probleme.
  4. Wichtig auch: Da Kapital in der Krise knapp wird, sollte das Geschäftsmodell so funktionieren, dass in der Krise eine Art Winterschlaf gehalten wird, also wenig Energie (Kapital) verbraucht wird. Meiden Sie kapitalintensive Geschäftsmodelle.
  5. Wichtig ist auch eine Konkurrenzanalyse. Wo sitzen die Konkurrenten? Haben die direkten Konkurrenten in einer möglichen Krise Währungsvor- oder -nachteile?
  6. Bevorzugen Sie Aktien aus defensiven Branchen (Nahrungsmittel, Genussmittel, Pharma), nicht aber Ausrüster der defensiven Unternehmen. Die jüngste Krise hat gezeigt, dass in Schwächephasen auch Unternehmen mit weiterhin hohen Gewinnmargen die Investitionen drosseln, obwohl das an sich nicht notwendig war.
  7. Prüfen Sie, welche Unternehmen in der Krise genug Kapital und Managementkapazitäten für Zukäufe haben. In der Krise gibt es oft phantastische Übernahme-Chancen. Aber nicht jedes Unternehmen kann die Chancen nutzen.
  8. Wichtig ist auch ein Blick in den Rückspiegel: War das Unternehmen in der Vergangenheit zu optimistisch und hat viel zu teuer eingekauft? Dann befinden sich in der Bilanz Bomben (hohe Goodwillpositionen). Meiden Sie solche Unternehmen.

31. Juli 2008

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.