Diese Strategie verspricht Ihnen die größten Steuervorteile. Anders als ursprünglich geplant, besteuert der Staat persönliche Erträge (Gewinne) nicht, wenn Sie bestimmte Regeln einhalten.
Für Sie ein Überblick über die gängigsten Investments sowie der jeweilige Tipp dazu, ob wir Ihnen die Anlage empfehlen und was Sie wie umsetzen können.
Weitergehende Spezialempfehlungen zu den einzelnen Anlagearten finden Sie in den jeweiligen Fachbeiträgen. Steht Ihnen der Fachbeitrag nicht zur Verfügung, können Sie sich diesen im Internet unter www.geldanlageberater.de herunterladen.
1. Immobilien – nach 10 Jahren abgeltungsteuerfreie Gewinne
In den nächsten Jahren werden die Immobilienpreise aller Voraussicht nach steigen. Immobilien als klassischer Sachwert schützen Vermögen vor der drohenden höheren Inflation. Nach 10 Jahren relativer Preisstabilität in Deutschland bestehen jetzt gute Chancen.
Im Frühjahr 2010 sind die Preise erstmals seit langer Zeit stärker angezogen. Zudem sind die Zinsen noch auf einem historischen Tief – wer jetzt investiert, hat Aussichten auf Erträge. Steuerspareffekt:
Nach 10 Jahren Haltedauer können Sie die Immobilie mit Gewinn verkaufen, ohne darauf Steuern zu zahlen. Konkurrenzloser Vorteil gegenüber allen Festgeldern – bei ähnlicher Rendite kassieren Sie 28% und vermutlich mehr netto.
„Geldanlage-Berater“-Tipp 1: Kaufen Sie eine bereits bestehende Immobilie, statt selbst zu bauen oder eine zum Neuwert zu erwerben. Studien zeigen, dass Bestandsimmobilien nach kurzer Zeit einen bis zu 40%igen Renditevorteil gegenüber Neubauten besitzen. Bei Eigentumswohnungen ist dieser Effekt noch höher.
„Geldanlage-Berater“-Tipp 2: Orientieren Sie sich nicht an den gängigen Immobilien-Rendite-Karten in den großen Medien wie aktuell in Magazinen. Wer Immobilien in einer aktuellen Boomregion kauft, muss heute schon hohe Preise bezahlen.
Entscheidend ist wie immer das Preis-Leistungs-Verhältnis. Orientieren Sie sich an den Gegebenheiten vor Ort, vor allem an der Frage: Hat die Region eine Chance, in 10 Jahren wirtschaftlich attraktiver zu sein als aktuell?
2. Immobilienfonds (geschlossen und offen)
Die Abgeltungsteuer trifft offene Immobilienfonds so wie andere Wertpapiere. Die Anteile sowie die Erträge aus den Anteilen (Mieteinnahmen etwa) unterliegen der Abgeltungsteuer.
Geschlossene Immobilienfonds hingegen unterliegen nicht der Abgeltungsteuer – wie Immobilien können Sie diese nach 10 Jahren Spekulationsfrist verkaufen. Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung unterliegen ebenfalls nicht der Abgeltungsteuer. Unser großes Aber ist die Renditeentwicklung.
„Geldanlage-Berater“-Tipp: Kaufen Sie keine geschlossenen Immobilienfonds oder andere Beteiligungsmodelle mehr, sofern Sie nicht einen Anbieter höchsten Vertrauens haben.
Die Renditen sind in den vergangenen Jahren zu stark geschrumpft, vor allem aber: Die scheinbaren Steuervorteile erkaufen Sie sich mit beträchtlichen Risiken. Ein weiterer Pferdefuß bei geschlossenen Immobilienfonds:
Der Zweitmarkt für geschlossene Immobilienfonds funktioniert seit Monaten nicht mehr. Sie kommen aus einer geschlossenen Immobilien-Investition nicht heraus. Aus Netto-Optimierer-Sicht warne ich vor einer solchen Anlage.
3. Edelmetalle wie Gold und Silber
Edelmetalle werden wie bislang besteuert: Hier gilt eine Spekulationsfrist von 12 Monaten.
Wenn Sie in Gold, Silber, Platin oder andere Edelmetalle investieren, haben Sie für die nächsten Jahre damit beste Nettoaussichten. Achtung: Diese Steuerregel bezieht sich ausschließlich auf „physische“ Edelmetalle in der Form von Barren oder Münzen.
Wenn Sie hingegen Zertifikate oder Fonds auf den Edelmetallpreis kaufen, müssen Sie auf Ihre Gewinne Abgeltungsteuer zahlen. Zusätzlich gehen Sie bei Zertifikaten das „Emittentenrisiko“ ein – kann der Emittent nicht zahlen, meldet gar wie Lehman Insolvenz an, gehen Sie leer aus.
Edelmetalle in „physischer“ Form jedoch gehören Ihnen. 2 grundsätzliche Investmentformen stehen zu Ihrer Auswahl:
- Sie können Edelmetalle selbst kaufen und entweder in Tresoren oder sogar zu Hause „bunkern“. Wer Edelmetalle zu Hause einlagert, kann darüber eine Versicherung abschließen.
- Sie können edelmetallhinterlegte Fonds oder Zertifikate kaufen. Über den Fondsanteil gehört Ihnen ein Teil des Vermögens (etwa: Gold) und Sie haben einen Anspruch auf Lieferung des Edelmetalls.
Achtung: ETCs = Zertifikate sind mit Gold hinterlegt, bilden aber kein „Sondervermögen“. Auf das Gold haben im Insolvenzfall des Anbieters auch andere Gläubiger Zugriff, sofern nicht eine besondere Konstruktion dieses Vermögen schützt.
Steuerhinweis: Der beliebte Fonds Xetra Gold ist nicht abgeltungsteuerfrei. Dies liegt unter anderem daran, dass er weniger als 90% seiner Bestände in Gold hält und somit als Wertpapier gilt.
Steuerspareffekt: Nach einem Jahr Haltedauer können Sie theoretisch die physischen Edelmetalle bereits wieder verkaufen. Bei einer Rendite von 5% beträgt der Nettovorteil gegenüber Festverzinslichen damit 1,25%-Punkte. Aus 100.000 € Anlagevermögen holen Sie netto 1.250 € mehr heraus.
„Geldanlage-Berater“-Tipps:
1. Je mehr Gold Sie kaufen, desto günstiger die Konditionen für Transport und Lagerung, aber auch für die Produktion und den Handel. Ein Rechenbeispiel: 1/10 Unze-Münzen der Sorte Krügerrand kosten über den Handel einen Unterschied bei An- und Verkauf gut 45% mehr als Münzen mit dem Gewicht von einer Unze.
2. Je mehr Gold Sie kaufen, umso besser ist es, in Barren statt in Münzen zu investieren. Verzichten Sie dabei auf Sonderprägungen, die nur höhere Kosten verursachen.
4. Sonstige Investments wie Antiquitäten
Auch Kunstwerke, Antiquitäten oder Edelsteine fallen nicht unter die Abgeltungsteuer. Das heißt: Halten Sie diese Anlagen über die Spekulationsfrist von einem Jahr hinaus, sind Gewinne „netto“ für „brutto“.
Es gibt aber einen Haken: Wer in diese Anlageformen investiert, muss sehr gut beraten sein. Einen Markt mit permanent öffentlich zugänglichen Daten gibt es für diese Investments nicht. Entsprechend groß ist die Verlustgefahr und entsprechend viele schwarze Schafe tummeln sich unter den Anbietern.
„Geldanlage-Berater“-Tipp: Allein, um die Abgeltungsteuer zu vermeiden, sind diese Investments nicht geeignet. Höhere Renditen erzielen Sie in der Regel mit Aktien – auch „netto“. Dies zeigen wir Ihnen im Folgenden.


