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Abmahnung an Ihren Mieter auch nach Zahlung in der Schonfrist

Die Abmahnung an ihren Mieter wegen unpünktlicher Mietzahlungen ist das Mittel der Wahl bevor es zu einer Kündigung kommt.

Setzen Sie die Abmahnung auch in folgendem Fall zu Ihren Gunsten ein:

Sie haben dem Mieter Ihrer Wohnung wegen aufgelaufener Mietschulden fristlos gekündigt. Daraufhin bezahlt er sämtliche Rückstände und rettet so sein Mietverhältnis.

Mahnen Sie ihn dann sofort wegen der vergangenen unpünktlichen Mietzahlungen ab.


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Zum Beispiel in Form dieser Musterformulierung:

„Hiermit bestätige ich Ihnen den Eingang von 4.837,35 €. Damit haben Sie Ihre Mietschulden getilgt, das Mietverhältnis mit Ihnen wird deshalb fortgeführt. Allerdings weise ich Sie darauf hin, dass ich weitere Zahlungsunregelmäßigkeiten nicht hinnehmen werde.

Ich erwarte von Ihnen, dass Sie die Mieten ab sofort pünktlich und vollständig zahlen. Andernfalls sehe ich mich gezwungen, das Mietverhältnis erneut fristlos zu kündigen.“

Ihr Vorteil: Bleibt der Mieter Ihnen bald nach dieser Abmahnung erneut eine Mietzahlung schuldig, können Sie sofort wegen fortgesetzter unregelmäßiger Mietzahlungen fristlos kündigen.

Sie brauchen nicht erst abzuwarten, bis der Mietrückstand erneut eine Höhe erreicht hat, die für eine Zahlungsverzugskündigung ausreicht. Denn Sie dürfen auch fristlos kündigen, wenn wegen des vorangegangenen Geschehens nach einer Abmahnung Ihr Vertrauen in eine erneute pünktliche Zahlungsweise sofort wieder enttäuscht worden ist (BGH, Urteil v. 04.02.09, Az. VIII ZR 66/08).

Ordentlich kündigen können Sie auch ohne Abmahnung

Wegen unpünktlicher Mietzahlung können Sie nicht nur fristlos kündigen. Sie haben auch die Möglichkeit, ordentlich zu kündigen. Die dauernde unpünktliche Mietzahlung stellt nämlich eine schuldhafte und nicht unerhebliche Vertragsverletzung des Mieters dar. Achten Sie hierbei aber auf die Einhaltung der Kündigungsfrist.

Ihr Vorteil: Für die ordentliche Kündigung reicht ein weniger gravierendes Fehlverhalten Ihres Mieters aus als es für die fristlose Kündigung nötig ist.

Außerdem ist für die ordentliche Kündigung nicht erforderlich, dass Sie den Mieter zuvor abmahnen (BGH, Urteil v. 28.11.07, Az. VIII ZR 145/07). Allerdings erhält das nachlässige Zahlungsverhalten eines Mieters ein besonderes Gewicht, wenn dieser es nach einer Abmahnung noch fortsetzt – so die Karlsruher Richter.

Tipp: Hat Ihr Mieter erst wenige Male und nur um einige Tage verspätet seine Miete gezahlt, mahnen Sie ihn immer erst ab, bevor Sie zur Kündigung greifen.

14. Dezember 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.