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Abmahnung: Zu spät kommen führt am Ende zur Kündigung

Die Abmahnung wegen zu spät kommen ist nur ein erster Schritt. Gerichtlich zulässig ist nun auch eine Kündigung, sollte der Arbeitnehmer auch weiterhin konstant zu spät am Arbeitsplatz erscheinen.

Der Fall: Ein Arbeitnehmer war binnen 18 Monaten mindestens sechsmal verspätet zum Schichtbeginn erschienen. Jeweils um mehr als eine Stunde.

Der Arbeitgeber hatte ihn bereits einmal ermahnt und in zwei Fällen eine Abmahnung erteilt.

Als der Mitarbeiter danach erneut dreieinhalb Stunden zu spät kam, wurde es dem Unternehmer zu bunt: Der Beschäftigte erhielt die Kündigung wegen erheblicher Störung des Betriebsablaufs.


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Gericht: Kündigungsschutz greift nicht

Dagegen erhob der Arbeitnehmer Kündigungsschutzklage. Schließlich habe er stets seinen Wecker gestellt. Zudem habe er Angehörige gebeten, ihn zu wecken.

Somit habe er ausreichende Vorkehrungen getroffen. Das sahen die Richter des Landesarbeitsgerichts Köln jedoch anders (Az. 5 Sa 746/08).

Ihr Urteil: Die Maßnahmen des Mitarbeiters, rechtzeitig aufzuwachen, hätten sich mehrfach als unzureichend erwiesen.

Da er es versäumt habe, weitere Vorkehrungen zu treffen, habe er sein Verschlafen auch zu vertreten.

Arbeitsgericht gibt Arbeitgeber recht

Durch seine mehrfache Verspätung sei der Betriebsablauf beim Arbeitgeber erheblich beeinträchtigt worden.

Schließlich hätten immer wieder Kollegen für den verspäteten Mitarbeiter einspringen müssen.

Fazit: Nachdem das mildere Mittel der Abmahnung mehrfach erfolglos geblieben war, sei die Kündigung durch den Arbeitgeber rechtens.

12. März 2009

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Dr. Erhard Liemen. Über den Autor

Dr. Erhard Liemen ist Chefredakteur verschiedener, international renommierter Informationsdienste. Seit 1996 betreut er den angesehenen und erfolgreichen Dienst "Der Deutsche Wirtschaftsbrief".