MenüMenü

Checkliste Betriebskosten zum kostenlosen Download:
Hilfreiche Checkliste zum Ausdrucken & zum täglichen Gebrauch als PDF . . . . . .
Hier Klicken und Checkliste erhalten ➜

Abschluss des Mietvertrags: Vermeiden Sie die folgenschwersten Vermieterfallen

Grundsätzlich können Sie einen Mietvertrag auch per Handschlag, also mündlich schließen.

Nach der Wohnungsbesichtigung einigen Sie sich mit Ihrem zukünftigen Mieter, dass dieser zum 01.08.2011 einzieht und 550 € Miete zuzüglich 150 € Betriebskostenvorauszahlungen zu zahlen hat.

Damit wird bereits ein Mietvertrag geschlossen.

Das ist die Falle:

Wird der Mietvertrag nur mündlich geschlossen, birgt dies erhebliche Nachteile für Sie. Denn im Streitfall gelten die Regelungen des BGB, die für Sie meist ungünstiger sind.

Ohne schriftliche Vereinbarung, dass der Mieter Schönheitsreparaturen zu leisten hat, trifft nach dem BGB Sie diese Verpflichtung. Bei einem nur mündlich geschlossenen Mietvertrag muss Ihr Mieter also gar keine Schönheitsreparaturen durchführen.

So machen Sie es richtig:

Sie können sich mit Ihrem Mieter mündlich auf die wesentlichen Punkte des zukünftigen Mietvertrags, wie beispielsweise Miete und Einzugsdatum, geeinigt haben.

Bestehen Sie aber auf einem schriftlichen Mietvertrag. Ein weiterer Vorteil der Schriftform ist auch die spätere Beweisbarkeit der getroffenen Vereinbarungen.


Betriebskostenabrechnung 2016:
Alles, was Ihr Mieter zahlen muss – kompakt im Überblick

Vermeiden Sie unnötige Streitereien mit Ihren Mietern. Erstellen Sie von vornherein eine unangreifbare Betriebskostenabrechnung.

Alle Positionen, die Sie für das letzte Jahr abrechnen dürfen – kompakt zusammengefasst in einer praktischen Übersicht –, finden Sie in der top-aktuellen Sonderveröffentlichung „Betriebskostenabrechnung 2016“.

Klicken Sie jetzt hier, um sich "Betriebskostenabrechnung 2016" GRATIS zu sichern! ➜


Tipp: Nicht nur der eigentliche Mietvertrag sollte unter allen Umständen schriftlich abgefasst werden, sondern auch alle späteren Vertragsänderungen oder Nebenabreden.

Fertigen Sie ein Übergabeprotokoll bei Einzug an

Das ist die Situation:

Sie vermieten eine mangelfreie Wohnung. Selbstverständlich wollen Sie am Ende des Mietverhältnisses wieder eine mangelfreie Wohnung zurückerhalten.

Beschädigt Ihr Mieter während der Mietzeit die Wohnung, haben Sie Schadenersatzansprüche gegen den Mieter.

Bei Rückgabe der Wohnung stellen Sie fest, dass der Parkettboden im Wohnzimmer einen erheblichen Brandfleck aufweist. Dies stellt keine übliche Abnutzungserscheinung dar, sodass Ihr Mieter den Schaden ersetzen muss.

Das ist die Falle:

Ihr Mieter könnte jetzt behaupten, dass dieser Brandfleck schon zum Zeitpunkt des Einzugs vorhanden war, ihn also kein Verschulden treffe. Jetzt geraten Sie in Beweisnot.

Denn Sie müssen nachweisen, dass der Schaden während der Mietzeit entstanden ist. Können Sie das im Zweifel nicht beweisen, haben Sie das Nachsehen. Sie bleiben auf dem Schaden sitzen.

So machen Sie es richtig:

Verfassen Sie daher schon bei Einzug des Mieters ein ausführliches Übergabeprotokoll und gehen Sie mit dem Mieter Raum für Raum durch. Der Mieter soll dann mit seiner Unterschrift unter das Übergabeprotokoll bestätigen, dass alle Räume mangelfrei sind.

Ohne Übergabeprotokoll Beweislast beim Vermieter

Nur so können Sie sicher sein, dass Sie im Zweifel später beweisen können, dass der Mangel während der Mietzeit Ihres Mieters entstanden ist.

Tipp: Nehmen Sie zum Übergabetermin an den Mieter Zeugen mit und fotografieren Sie die einzelnen Räume, damit Sie im Zweifel zusätzliche Beweismittel haben.

Verlangen Sie auf jeden Fall eine Kaution

Das ist die Situation:

Sie möchten gerade Ihre neu renovierte Wohnung an ein Ehepaar vermieten. Beide Eheleute sind Ihnen auf den ersten Blick sympathisch.

Sie verdienen gut und ihre Arbeitsplätze sind als krisensicher einzustufen. Vor diesem Hintergrund erscheint es Ihnen überzogen eine Kaution zu verlangen und Sie verzichten letztlich darauf.

Zukünftige Entwicklungen nicht vorhersehbar

Diese Großzügigkeit kann sich als schwerer Fehler entpuppen. Ein Mietverhältnis kann mehrere Jahre andauern. Sie wissen nicht, wie sich das Verhältnis zwischen Ihnen und Ihren Mietern in der Zukunft entwickeln wird.

Noch weniger können Sie die finanzielle Situation Ihrer Mieter vorhersehen oder beeinflussen.

Nie auf Kaution verzichten

Verlangen Sie immer, auch bei vermeintlich guten und solventen Mietern, eine Kaution. Diese Kaution gibt Ihnen für den Fall größerer Schäden an der Mietwohnung oder bei Mietausfall eine finanzielle Sicherheit.

Anspruch auf eine Kaution haben Sie aber nur, wenn dies vertraglich vereinbart wurde. Hierbei müssen Sie beachten, dass die Kaution die 3-fache Monatsmiete (ohne Betriebskostenvorauszahlungen) nicht übersteigen darf (§ 551 BGB).

Ihr Mieter hat das Recht, die Kaution in 3 Raten zu leisten. Die erste Rate wird erst zu Beginn des Mietverhältnisses fällig.

31. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.