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Absolute Return Fonds: nur als Depotbeimischung geeignet

Die meisten Anlageklassen bei Investmentfonds sind vom Namen her eindeutig gekennzeichnet. So besteht ein Aktienfonds – logisch – aus Aktien, ein Anleihefonds aus Anleihen usw. Aber es gibt auch Fondstypen, die sich der Bezeichnung nach an anderen Kriterien orientieren.

Hierzu zählen neben Dach- und Altersvorsorgefonds auch Absolute Return Fonds. Dabei fehlt bislang eine für alle Branchen gültige Definition der Bezeichnung „Absolute Return Fonds“. Absolute Return oder Total Return Fonds (übersetzt etwa absolute oder komplette Rückzahlung) orientieren sich nicht an vorherrschenden Markttrends. Sie sind in der Regel relativ unabhängig von der Entwicklung beispielsweise der Aktien- oder Anleihemärkte.

Absolute Return Fonds – große Unterschiede bei der Strategie

Bei Absolute Return Fonds gibt es große Unterschiede im Hinblick auf die Strategie. Das bedeutet, dass beispielsweise die Gewichtung der Absicherungsinstrumente durch Derivate erheblich voneinander abweicht und ein schneller Wechsel zwischen den Anlageklassen möglich ist. Daneben kann in alle denkbaren Bereiche des Finanzmarktes wie Aktien, Renten, Immobilien, Rohstoffe, Devisen usw. investiert werden.

Ein Aspekt bleibt nicht im Dunklen: Absolute Return Fonds geben eine bestimmtes Ertragsziel vor. Wenn dieses Ziel bei einem Fonds beispielsweise bereits nach den ersten 6 Monaten des Geschäftsjahres erreicht ist, kann die bislang erfolgreiche Strategie verändert werden.


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Das bedeutet, dass der Manager ab diesem Zeitpunkt möglicherweise bis zum Ende des Geschäftsjahres nur noch sehr risikoarm investiert, um das Ertragsziel nicht mehr aufs Spiel zu setzen.

Da sich die Absolute Return Fonds nicht nach vorherrschenden Markttrends richten, ist kein Vergleichsmaßstab vorhanden, um die Qualität der verschiedenen Produkte zueinander ins Verhältnis zu setzen. Das einzige Prüfkriterium ist die erzielte Rendite. Der entsprechende Fonds kann nur so beurteilt werden, ob er die sich selbst gesetzten Ziele erreicht oder eben nicht.

Einstiegszeitpunkt bei Absolute Return Fonds besonders wichtig

Sowohl bei Hedgefonds als auch bei Absolute Return Fonds ist das Timing – der Wahl des richtigen Einstiegs- bzw. Ausstiegszeitpunkt sehr wichtig. Ein Finanzprodukt, das besonders in der jüngsten Zeit eine sehr gute Wertentwicklung gezeigt hat, kann Investoren zu einem für ihn ungünstigen Einstiegszeitpunkt verleiten.

Als privater Anleger kann man hier nur spekulieren. Worauf ist die gute Entwicklung zurückzuführen? Wird der Absolute Return Funds aufgrund der guten Wertentwicklung ab jetzt versuchen, für den Rest des Geschäftsjahres größere Risiken zu vermeiden und dafür in erster Linie konservativ investieren?

In den so genannten Bullenmärkten (Märkte in einer starken Verfassung) liegt die Wertentwicklung der Absolute Return Modelle aus diesen Gründen oft unter dem Durchschnitt.

Gebühren oft sehr hoch, Kalkulation wenig transparent

Wie bei Misch- oder Dachfonds sind die Gebühren bei den Absolute Return Konzepten meist recht hoch. Hinzu kommt, dass sie für Anleger aufgrund der flexiblen Anlagepolitik auch relativ undurchsichtige Züge besitzen.

Neben den Managementgebühren für die Fondsverwaltung ist die fehlende Kennzeichnung der Fondskategorie ein weiterer Nachteil. Viele Fondsgesellschaften verwenden die Bezeichnung „Total Return oder Absolute Return“ eher aus Gründen der Vermarktung.

Absolute Return Anteil am Portfolio begrenzen – als Beimischung geeignet

Absolute Return Fonds, die diese Bezeichnung auch verdienen, verfolgen eine ähnliche Anlagepolitik wie die frühen Hedgefonds. Chance und Risiko sind je nach vorgegebenem Ertragsziel unterschiedlich ausgeprägt.

Daher sollte der prozentuale Anteil des Portfolios in solche Finanzprodukte eher begrenzt bleiben. Einer der wirklichen Vorteile von Absolute Return Fonds ist, dass sie als Depotbeimischung eignen. Denn sie sind relativ unabhängig von der Entwicklung am Renten- oder Aktienmarkt.

19. November 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.