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Abstellgenehmigung: Bequem, aber finanziell riskant

Wohl Ihnen, wenn Sie nette Nachbarn haben! Denn die nehmen ein Paket schon einmal entgegen, wenn Sie nicht zu Hause sind.

Ansonsten wird es unter Umständen mühsam:

Entweder, Sie fahren bis zum nächsten Paketshop oder -lager und holen Ihre Sendung selbst ab.

Oder Sie veranlassen eine Neuzustellung – in der Hoffnung, dann daheim zu sein, wenn der Paketbote kommt.

Geht es nicht einfacher und bequemer? Doch! – Mit einer Abstellgenehmigung, die im Jargon der Paket-Dienstleister auch Garagenvertrag heißt.

Bevor Sie sich darauf einlassen, sollten Sie allerdings genau wissen, was es damit auf sich hat.

Denn ein solcher Vertrag birgt Risiken, die durchaus zu finanziellen Schäden führen können.

Sie als Empfänger legen den Abstellort fest

Eine Abstellgenehmigung oder ein Garagenvertrag ist eine rechtlich bindende Vereinbarung mit dem Paketzusteller.

Ob DHL oder Hermes, ob DPD oder GLS – fast alle Zustell-Dienste bieten solche Verträge an.


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Abschließen können Sie sie entweder online oder mit einem Formular, das Sie auf Nachfrage direkt vom Zusteller erhalten.

Sie haben dabei die Wahl, ob Sie eine einmalige Abstellgenehmigung erteilen (das geht nur in Verbindung mit der Sendungsnummer) oder ob Sie eine solche Vollmacht dauerhaft ausstellen.

Darin geben Sie einen Ort an, an welchem das jeweilige Paket bzw. alle Sendungen desselben Zustellers hinterlegt werden soll(en).

Es sollte sich laut Empfehlung der Paketdienste um einen möglichst sicheren, von außen nicht einsehbaren Ort handeln.

Dies kann etwa das unabgeschlossene Gartenhäuschen oder die Garage sein, sofern von außen zugänglich (daher auch der Name „Garagenvertrag“).

Die Crux dabei: Es kann sich dabei nicht um einen verschlossenen Raum handeln, denn sonst kann der Zusteller die Sendung dort nicht abstellen.

Bei einem unverschlossenen Abstellort besteht aber immer die Gefahr, dass die Sendung gestohlen wird.

Haftung geht auf Sie als Empfänger über

Apropos Diebstahl oder Verlust der Sendung: Wer haftet eigentlich, wenn ein Paket trotz Zustellung dann doch nicht am vereinbarten Ort liegt?

In dieser Frage offenbart sich das finanzielle Risiko, das Sie mit einer Abstellgenehmigung eingehen.

Denn Sie haften selbst für gestohlene oder verlorene Sendungen und können vom Paketdienst keinen Schadenersatz fordern.

Das ist auch der Grund, warum sich beim Vorhandensein eines Garagenvertrags eine Unterschrift erübrigt: Der Paketdienst muss keinen Beweis über die Zustellung mehr erbringen.

Er legt die Sendung am vereinbarten Ort ab, und fertig. Der Rest ist Ihre Sache – und bei Verlust auch Ihr eigenes Problem. Die Haftung liegt ganz allein bei Ihnen als Paketempfänger.

Wann sich eine Abstellgenehmigung lohnt

Von 2 Dingen sollten Sie daher abhängig machen, ob Sie den bequemen Abstell-Service in Anspruch nehmen oder nicht:

  1. vom üblichen Wert Ihrer Bestellungen. Wer häufiger Computerzubehör, teure Elektronik oder hochwertige Waren bestellt, sollte keinen Garagenvertrag abschließen. Zu hoch sind sonst die finanziellen Verluste, wenn eine Sendung gestohlen wird.
  1. von der Qualität des Abstellortes. Wer etwa in der Großstadt wohnt und keinen Ort angeben kann, der von außen nicht einsehbar ist und an den Fremde üblicherweise nicht gehen, der sollte ebenfalls keine Abstellgenehmigung erteilen. Denn sonst sind Diebstähle und Sendungsverluste vorprogrammiert.

Ansonsten können Sie von einer Abstellgenehmigung ruhig Gebrauch machen, auch um Ihre wohlmeinenden Nachbarn zu entlasten.

Wissen sollten Sie: Sie können solche Verträge jederzeit wieder kündigen, indem Sie sich an den jeweiligen Paketdienst wenden und Ihre Abstellgenehmigung widerrufen.

Wenn Sie also schlechte Erfahrungen damit machen, zögern Sie nicht, das auch zu tun!

29. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Judith Engst
Von: Judith Engst. Über den Autor

Judith Engst hat sich auf die publizistische Beratung im Bereich Wirtschaft und Finanzen spezialisiert und speziell zum Thema Geldanlage mehrere Bücher verfasst.