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Achtung Verjährung: Unzulässige Bearbeitungsgebühren von Krediten

Es gibt wohl kaum etwas schwierigeres, als von einer Bank einmal erhobene und bereits gezahlte Gebühren zurückzufordern. Doch, wer den Bundesgerichtshof (BGH) hinter sich weiß, kann sich auf ein solches Abenteuer einlassen. Dabei gilt es jedoch, auf besondere Bedingungen und die Verjährung zu achten.

Nach einem Urteil des BGH von Ende Oktober 2014 nämlich müssen mehrere Banken ihren Kunden die Bearbeitungsgebühren zurückzahlen, welche sich nicht rechtmäßig beim Abschluss von Verbraucherkrediten erhoben haben.

Einige Institute haben bereits versucht, die betreffenden Kunden mit teilweise recht fragwürdigen Argumenten abzuwimmeln. Verbraucherschutzorganisationen empfehlen für diesen Fall eine gehörige Portion Hartnäckigkeit.

Verjährung der Kreditbearbeitungsgebühr – wie sollten betroffene Bankkunden vorgehen?

Immer mehr Banken verzichten seit einiger Zeit auf die Bearbeitungsgebühr bei Verbraucherkrediten. Wer aber in der Vergangenheit ein solches Darlehen abgeschlossen hat, sollte als erstes prüfen, ob die Bank neben den Zinsen auch eine Bearbeitungsgebühr erhoben hat.


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Wenn diese in den Formularen des Kreditvertrags standardmäßig aufgeführt und nicht per Abrede vereinbart worden waren, sind diese laut BGH unzulässig. Zuletzt lag die Höhe der Gebühren bei etwa 2 %.

Erstattungsforderungen für die im 2012 gezahlten Raten verjähren mit Ende des Jahres 2015, für im Jahr 2013 gezahlten Raten mit Ende des Jahres 2016 und so weiter. Betroffene Bankkunden können die Entgelte von Bank mithilfe eines Musterbriefs zurückfordern. Ein entsprechendes Schreiben lässt sich auf den Seiten der Stiftung Warentest herunterladen.

Wenn die Bank Schwierigkeiten macht

Schwierigkeiten mit der Bank können auftreten, wenn das Antwortschreiben auf den Musterbrief nicht in Ordnung ist. In der Vergangenheit soll es Probleme mit zweifelhaften Formulierungen und langen Wartezeiten gegeben haben.

Für den Fall, dass die Bank eine Eingangsbestätigung schickt und gesondert auf den Vermerk der Verjährung verzichtet, ist das Antwortschreiben in Ordnung. Die spröde Auskunft allerdings, die Forderung verjähre nicht, reicht wohl nicht aus.

Darüber hinaus soll es Fälle gegeben haben, bei denen zwar die Gebühren aber nicht darauf anfallende Zinsen gezahlt wurden. Diese machen jedoch oft einen beträchtlichen Teil der Forderung aus.

Wenn das jeweilige Geldinstitut die Forderung zurückweist, sollten Verbraucher einen Ombudsmann oder Anwalt einschalten. Eine Beschwerde bei dem für die entsprechende Bank zuständigen Ombudsmann ist kostenfrei.

Auch können die Kosten und Prozessrisiken für den einzelnen Verbraucher gesenkt werden, wenn ein Anwalt beauftragt wird, der auf derartige Fälle spezialisiert ist und Sammelklagen zusammenfasst.

Wer vor nicht allzu langer Zeit einen Verbraucherkredit in Anspruch genommen hat, sollte prüfen, ob er dafür Bearbeitungsgebühren gezahlt hat. Dies lohnt sich in jedem Fall. Schließlich winken Rückzahlungen in Höhe von mehreren hundert oder gar tausend Euro.

17. Mai 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.