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Adjusted EBIT – aufgepasst bei der angepassten Kennzahl!

Um Unternehmen zu vergleichen und deren Wirtschaftsleistung darstellen zu können, werden sehr häufig die Kennzahlen EBIT und EBITDA eingesetzt.

Ein Sonderfall ist der adjusted EBIT, der Sondereffekte aus dem Betriebsergebnis herausrechnet. EBIT-Berechnung: So setzt sich das Betriebsergebnis zusammen.

Adjusted EBIT: Die Anderskosten entfernen

Beim Einsatz der adjusted EBIT werden die sogenannten Anderskosten aus dem Betriebsergebnis herrausgerechnet. Was sind nun diese Anderskosten?

Laut Definition heißt es, Anderskosten sind einmalige, nicht betriebsbedingte Aufwendungen. Das hört sich zunächst etwas kryptisch an, ergibt aber Sinn. Nicht betriebsbedingte Kosten entstehen etwa durch Unfälle oder Rechtsstreitigkeiten.


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Nun wird auch verständlich, dass diese Unternehmenskosten nicht ins Ergebnis einfließen sollen, wenn es beispielsweise mit dem Wettbewerb verglichen werden soll. Denn Ziel ist es in diesem Fall, das wirkliche operative Geschäft miteinander zu vergleichen und nicht eine Verzerrung durch Sondereffekte im Ergebnis zu haben.

Adjusted EBIT: Vorsicht Sondereffekte!

Was auf der einen Seite hilft, um die operative Leistung eines Unternehmens in eine Kennzahl zu fassen und somit eine Vergleichbarkeit zu erreichen, birgt aber auch einiges an Gefahr.

Wie der Name „Sondereffekt“ ja schon sagt, handelt es sich um ein Ereignis, welche so nicht planbar ist. Hier liegt nun das Problem bei der Verwendung der adjusted EBIT: Da diese Anderskosten aus besonderen Situationen entstehen, sind diese auch nur schwerlich in eine Rechnungsgrundlage einzufügen.

Es ist also dem Unternehmen freigestellt, welche Kosten hier als Einmaleffekt eingerechnet werden, und auch die Höhe solcher Sondereffekte ist nur vom Unternehmen selbst festgelegt.

Während also EBIT und EBITDA sehr beliebt sind, um einen schnellen Vergleich der Unternehmensleistungen zu ermöglichen, sollte, wenn ein adjusted EBIT verwendet wird, auf alle Fälle ein genauerer Blick riskiert werden.

Hier sollte man sich immer fragen, was die Sondereffekte ausgelöst hat. Denn auch wenn es sich um einen Sondereffekt handelt, ist es schwer abzuschätzen, welchen längerfristigen Einfluss dieser auf das operative Geschäft eines Unternehmens haben kann.

Ein Beispiel hierfür wären Schäden in Folge eines Hochwassers – sicherlich ein einmaliger Effekt, der das Betriebsergebnis beeinträchtigt. Jedoch ist die Frage, wie nachhaltig diese Beeinträchtigung ist und wann die Auswirkungen auf den laufenden Unternehmensprozess als abgeschlossen betrachtet werden können.

Denn zu guter Letzt handelt es sich auch hierbei um Kosten. Kosten, die auf alle Fälle wieder erwirtschaftet werden müssen. Auf Dauer werden – Sondereffekt hin oder her – Unternehmen nur erfolgreich tätig sein, wenn auch unter dem Strich eine schwarze Zahl zu verzeichnen ist.

24. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rüdiger Dalchow. Über den Autor

Seit 1995 ist er selber aktiv an den Märkten tätig und hat dabei sowohl Hochs als auch Tiefs erlebt. Aus dieser Erfahrung heraus ist es sein Ziel, dem privaten Anleger oftmals zu kompliziert dargestellte Zusammenhänge an der Börse möglichst einfach, aber dennoch effektiv näherzubringen. Seit 2011 führt sein Blog www.aktienhandel-einsteiger.de mit interessanten Fachartikeln und Interviews durch das Aktiendickicht.