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Advance Decline Linie – Berechnung und Interpretation

Die Advance Decline Linie wird verwendet, um eine Aussage über die Situation eines Marktes zu treffen und eventuell umkehrende Trends zu identifizieren.

Zur Betrachtung eines Marktes bietet es sich dabei immer an, auch eine entsprechende Benchmark hinzuzuziehen.

Mehr dazu: „Trendbestimmung – leicht gemacht: So funktioniert’s“

Advance Decline Linie und der DAX

Tendenzkurven einer Marktentwicklung können der Advance Decline Linie sinnvoll gegenüber gestellt werden. Diese berechnet lediglich die Differenz der Anzahl der gestiegenen zu den gefallenen Aktientiteln.

Der DAX hingegen ist ein Performance getriebener Index, der eine unterschiedliche Gewichtung der Titel, je nach Marktkapitalisierung, berücksichtigt.

Somit macht ein Vergleich des Deutschen Aktienindex – als performanceorientierter Index – und der AD-Linie – als absolute Gegenüberstellung von fallenden und steigenden Titeln – durchaus Sinn.

Die Berechnung der Advance Decline Linie

Die Advance Decline Linie kann mit einer einfachen Formel berechnet werden:


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AD Linie = (Anzahl der gestiegenen Titel – Anzahl der gefallenen Titel) + Wert der AD-Vortageslinie

Die AD-Linie wird also durch die Subtraktion der gefallenen Titel von der Anzahl der gestiegenen Titel berechnet. Da die AD-Linie eine fortlaufende Summierung dieser Rechnung darstellt, wird jeweils zusätzlich das Ergebnis des Vortages addiert.

Beim DAX könnte das zum Beispiel bedeuten, dass in einer schwachen Phase 20 Titel im Wert sinken, und nur 10 ansteigen. Angenommen die Vortageslinie war nahezu ausgeglichen, so könnte von einer schwächelnden Marktphase gesprochen werden.

Die Interpretation der AD-Linie

Mit der AD-Line können Divergenzen rechtzeitig erkannt werden. Wenn beispielsweise ein Aktienindex steigt, die AD-Line jedoch (schon) fällt, sollte dies als Warnsignal verstanden werden.

Der Anstieg des Index ist dann nicht breit abgestützt und entsprechend anfällig auf Rückschläge.

Dies kann aufgrund der im DAX nach Marktkapitalisierung gewichteten Titeln und der absoluten Berücksichtigung von steigenden und fallenden Titeln der AD-Linie passieren.

Solche Divergenzen treten häufig an potentiellen Marktwendepunkten auf und sollten kontinuierlich beobachtet werden.

Jedoch lassen sich auch Übereinstimmungen der AD-Linie wie auch des zugrunde liegenden Indices deuten. Wenn beide Indikatoren fallen, so kann der Markt als „bearish“ (fallend) bezeichnet werden.

Ebenso wenn beide steigen, dann wird der Markt als „bullish“ (steigend) beschrieben.

Diese gleiche Richtung wird als Konvergenz verstanden und bietet dem Trader eine unterstützende Aussage für seine Annahme von steigenden oder fallenden Kursen.

Nicht verwechseln mit einer anderen A/D-Linie

In der technischen Analyse existieren viele ähnliche Begrifflichkeiten, weshalb man besonders auf die Definitionen der Indikatoren achten sollte.

Die Accumulation Distribution Linie wird häufig ebenfalls mit AD-Linie abgekürzt.

Mehr dazu: Accumulation Distribution Linie

Die Accumulation Distribution Linie ist ein auf dem Handelsvolumen basierender Indikator, der Durchschnittswerte von Kursentwicklungen ins Verhältnis zum gehandelten Kapital setzt – und hat mit der Advance Decline Linie direkt nichts zu tun.

22. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.