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ADX Indikator-Berechnung: So geht es richtig

Ausgeschrieben bedeutet ADX „Average Directional Movement Index“. Die zugrundeliegende technische Analyse von Kurswerten dient der Trendstärkebestimmung eines Wertpapiers. Der Indikator ist in der Praxis weit verbreitet und wird als Handelssignal genutzt.

Eine wichtige Information für Sie vorab: Mit der ADX Indikator-Berechnung können Sie nur eine Aussage über die Stärke eines Kurstrends machen, nicht aber über seine Richtung.

ADX Indikator gibt Trendstärke eines Kurses an

Der ADX Indikator baut auf dem Directional Movement Konzept seines Erfinders Welles Wilders auf, bei dem auch die Trendrichtung – also die Identifikation eines Aufwärts- oder Abwärtstrends – bestimmt wird. Wilder entwickelte den ADX Indikator nachträglich, weil der Directional Movement Index zu große Fluktuationen aufwies.

Der ADX Indikator bildet den gleitenden Durchschnitt des Directional Movement Indikators (DX), der als Basis für die ADX Indikator-Berechnung dient.

Die Trendstärke des ADX kann dabei wie folgt interpretiert werden: Ist der ADX Wert klein, ist der Trend schwach. Erhält man bei der ADX Indikator-Berechnung einen großen Wert, spricht das für einen starken Trend.


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ADX Indikator: Berechnung auf Basis der DM-Werte

Da der ADX Indikator Teil des Directional Movement Konzepts ist und den Durchschnitt des Directional Movement Indikators darstellt, muss dieser zunächst berechnet werden. Dieser DM-Index setzt sich aus zwei wichtigen Teilergebnissen zusammen: DMI+ und DMI-.

Mit deren Berechnung werden die  jeweiligen Tageshöchst- und Tiefkurse miteinander verglichen. Liegt der Höchstkurs heute über dem von gestern, kann man von einem Aufwärtstrend ausgehen. Der Aufwärtsindikator DMI+ wird errechnet, indem man vom heutigen Höchstkurs den gestrigen abzieht.

Der Abwärtsindikator wird dementsprechend folgendermaßen berechnet: Gestriger Tiefkurs minus heutigem Tiefkurs. Für beide Indikatoren gilt: Ist das Ergebnis negativ, so wird der Indikator auf null gesetzt.

Beispiel: Angenommen eine Aktie XY hat gestern ein Tief von 15 Euro und ein Hoch von 21 Euro gehabt. Heute liegt das Tief bei 17 Euro, das Hoch bei 23 Euro.

Die DM-Indikatoren sehen dann wie folgt aus:

DMI-: 15 – 17= -2 à Hier wird der DM- laut Definition auf 0 gesetzt

DMI+: 23-21= 2 à DM+ = 2

Diese beiden Auf- und Abwärtsindikatoren geben Ihnen zwar eine Information über die absolute Bewegung des Kurses. Sie dienen aber nicht der Vergleichbarkeit verschiedener Kurse, denn sie müssen noch durch die „wahre Handelsspanne“ – auch „true range“ genannt – dividiert werden.

Diese stellt die komplette Handelsspanne des Tages dar, setzt also den Tageshöchst- und Tiefkurs in Relation. Um den positiven Directional Indicator (DMI+) zu erhalten, dividieren Sie die Summe der DMI+ durch die Summe der true range. Beim DMI– machen Sie das Gleiche mit der Summe der Abwärtsindikatoren.

Directional Movement Index (DX) als Grundlage

Zur Berechnung des ADX wird nun der Directional Movement Index (DX) ermittelt. Dieser Indikator ermittelt sich dadurch, dass die Differenz zwischen DMI+ und DMI- durch die Summe der Werte DMI+ und DMI- geteilt wird.

Der ADX stellt dadurch den gleitenden Mittelwert des DX dar. Für den gleitenden Mittelwert bedarf es der Festlegung eines Zeitraums, über den der Durchschnitt gebildet wird. Hier werden vielfach 14 oder 18 Tage gewählt.

Was nützt Ihnen die ADX Indikator Berechnung?

Über die Berechnung der DMI-Werte und des ADX erhalten Sie auf einen Schlag die Visualisierung der Trendstärke. Besonders im Bereich des Trendtradings kann das für Sie von großem Nutzen sein.

12. September 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Sabrina Behrens
Von: Sabrina Behrens. Über den Autor

Sabrina Behrens beschäftigt sich seit Ihrem Schulabschluss mit den Themen Wirtschaft, Politik, private Finanzen, Vorsorge und Versicherung. In ihrer Tätigkeit als freie Journalistin in Berlin hält sie die Leser in diesen Bereichen regelmäßig auf dem Laufenden.