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Aktien: Stückwert durch Nachfrage bestimmt

Ein üblicher Börsentag in Frankfurt oder an anderen Handelsplätzen zeigt meist mehrere Kursänderungen einer Aktie.

Der Stückwert errechnet sich dabei eben nicht – wie oftmals vermutet – aus dem aktuellen Unternehmenswert, auch wenn dieser natürlich die Kurse beeinflussen kann.

Hat ein Unternehmen beispielsweise einen Marktwert von 1 Milliarde Euro und gleichzeitig 1 Million ausgegebene Aktien, besitzt eine einzelne Aktie eben nicht unbedingt einen Stückwert von 100 Euro.

Mehr zum Thema: Börsen ABC: Aktien und wie sie funktionieren

Aktien: Stückwert richtet sich nach Angebot und Nachfrage

Vielmehr wird der aktuelle Börsenkurs durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt.

Je mehr Anleger sich einen Anteil – also eine Aktie – eines Unternehmens sichern wollen, desto höher steigt natürlich auch deren Preis.

Im Gegenzug sinkt schließlich auch der Aktien-Stückwert, wenn mehr Aktien als Kaufinteressenten am Markt vorhanden sind.

Dies bedeutet gleichzeitig, dass der Börsenkurs auf den Entscheidungen von vielen einzelnen Marktteilnehmern basiert – egal, ob diese durch langwierige Berechnungen gesichert oder risikoreich ausgeführt werden.

Wertpapiere: Begriffe für den Kauf und Verkauf

Zum einfacheren Verständnis müssen nun einige Begriffe erklärt werden, die für den Aktienhandel von großer Bedeutung sind.

Mehr dazu: Gewinnsicherung bei Aktien: Wie Anleger am besten vorgehen


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So stehen „billigst“ sowie „bestens“ für risikoreiche Aktionen, die zu jedem Preis durchgeführt werden. „Billigst“ bedeutet dabei eine unlimitierte Kauforder, „bestens“ beschreibt eine unlimitierte Verkaufsorder.

Mehr dazu: Handelsoptionen: Was bedeutet Stop-Buy?

Demgegenüber stehen Transaktionen mit „Limit“. Dadurch werden Wertpapierkäufe beziehungsweise -verkäufe bis zu einer oberen oder unteren Grenze ausgeführt.

Daneben gibt es „Stop-Buy-Orders“, die erst beim Überschreiten eines festgelegten Kurses die Kauforder ausführen, sowie „Stop-Loss-Orders“, welche das genaue Gegenteil bewirken.

Mehr dazu: Stop-Loss-Limit: Schützen Sie Ihre Anlage

Aktien: Stückwert durch Makler bestimmt

Zur Festlegung des aktuellen Börsenkurses, der damit auch den Stückwert einer Aktie bestimmt, nimmt nun der dafür zuständige Makler sämtliche Kauf- und Verkaufsangebote entgegen.

Nun muss er bestimmen, zu welchem Kurs der größte Teil dieser Transaktionen durchgeführt werden kann – und damit der größtmögliche Umsatz erwirtschaftet wird.

Als Beispiel: Die Aktie der XY-Aktiengesellschaft ist in den vergangenen Tagen von 8,50 Euro auf 10 Euro gestiegen. Nun werden die verschiedensten Anleger und damit auch die verschiedensten Angebote aufeinandertreffen.

Beispiel: Die potenziellen Käufer

Investor 1 hat sich mit Hilfe von diversen Charttechniken einen weiteren kurzen Anstieg der Aktie bis knapp 12 Euro errechnet.

Um kurzfristigen Gewinn einzustreichen, setzt er das Limit zum Kauf bei maximal 11 Euro, während bei 12 Euro ein Verkaufssignal gesetzt wird. Er möchte 50 Stück erwerben.

Investor 2 ist hingegen von einem rasanten Kursanstieg in den kommenden Monaten überzeugt und will dort um jeden Preis einsteigen. Er platziert also eine Order über 60 Stück – natürlich „billigst“.

Der dritte Investor geht hingegen vorsichtig vor, auch wenn er von einem Anstieg bis knapp 14 Euro überzeugt ist. Er setzt sein Limit bei 10,50 Euro und ordert 100 Stück.

Beispiel: Die potenziellen Verkäufer

Auf der anderen Seite stehen nun die Verkäufer. Nummer 1 ist seit Beginn des Kursanstiegs dabei und möchte nun die Gewinne einstreichen. Daher verkauft er seine 20 Aktien „bestens“.

Verkäufer 2 benötigt dringend Geld und möchte daher seine 50 Aktien zum „Limit“ von minimal 10 Euro verkaufen.

Verkäufer Nummer 3 plant hingegen kurzzeitige Gewinne ein und ist erst vor Kurzem bei einem Kurs von 9,50 Euro eingestiegen. Er möchte seine 40 Aktien nun gerne bei einem „Limit“ von 11 Euro verkaufen.

Der Makler hat nun also die folgenden Angebote für einen Ankauf von Aktien: 50 Stück bei 11 Euro, 60 Stück zu jedem Preis, 100 Stück bei 10,50 Euro. Dies bedeutet, dass bei einem Kurs von 11 Euro 110 Aktien gekauft werden, bei 10,50 Euro jedoch 160 Stück.

Auf der anderen Seite stehen nun folgende Verkäufe: 20 Stück zu jedem Preis, 50 Stück zu minimal 10 Euro sowie 40 Aktien zu 11 Euro.

Der Makler berechnet nun den höchstmöglichen Umsatz und setzt den aktuellen Kurs auf 10,50 Euro fest. Somit werden nun 230 Aktien gehandelt.

Aktien: Stückwert richtet sich nach Erwartungen

Natürlich spielen hierbei die aktuellen Zahlen und die Zukunftsprognose eines Unternehmens eine große Rolle – je nachdem, wie diese von den Aktionären beurteilt werden.

Denn eines sollte jedem klar sein: Aktien sind immer eine Investition in eine bestimmte Zukunftserwartung – mit aus den verschiedensten Gründen erhofften Gewinnen.

Mehr zum Thema: Aktien: Prognose ist keine einfache Aufgabe

5. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.