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Aktien aus Japan: Trotz Deflation interessant?

Japan ist aktuell drittgrößte Wirtschaftsmacht und viertgrößter Warenexporteur der Welt. Die Japaner haben dank hochentwickelter Technologie, Arbeitseifer und Privatisierung ihre Wirtschaft sehr ordentlich entwickelt.

Durch verschiedene Regierungsprogramme und einer hohen Investition in Bildung, die auch kulturell einen sehr hohen Stellenwert genießt, kommt es derzeit zu einem gesellschaftlichen Wandel, der die Karriere in den Vordergrund stellt.

Den stärksten Entwicklungsschub bekam Japan Anfang der 1980er Jahre mit dem aggressiven Export von japanischen Autos und Elektroartikeln. Dies rief auch Anleger auf den Plan, die ihre Gelder vermehrt in Aktien investierten. Etwas nachgelagert entwickelte sich hieraus eine Spekulationsblase, die durch die Euphorie der Anleger verheerende Folgen hatte.


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Deflation ein schwerwiegendes Problem

Kurz nachdem absoluten Hoch des Nikkei (fast 40.000 Punkte 1990) rutschte Japan in eine Rezession und die japanischen Firmen konnten keinen Gewinnanstieg mehr verzeichnen. Es kam zu einem historischen Kurssturz von dem sich die Börse Japans bis heute nicht wieder erholt hat. Anfang 2000 stand der Nikkei zwar wieder bei über 20.000 Punkten, durch die eintretende Deflation rutschte der Kurs innerhalb von nur 3 Jahren auf unter 8.000 Punkte.

Die Folgen der Deflation in Japan sind vielfältig. Der Konsum geht zurück in der Hoffnung zukünftig noch mehr für sein Geld zu erhalten und somit  ist das Angebot wesentlich größer als die Nachfrage. Die Unternehmen produzieren und investieren weniger, die Banken geben weniger Kredite und die Steuereinnahmen des Staates sinken. Diese Abwärtsspirale ist verheerender als eine gesunde Inflation.

Der Aktienmarkt in Japan

Der japanische Leitindex ist der Nikkei 225. Er beinhaltet die 225 wichtigsten Aktienwerte der japanischen Börse und gilt als bedeutendster Index Asiens. Aufgrund der Zeitverschiebung öffnet Japans Börse um 02:00 Uhr MEZ und schließt bereits wieder um 08:00 Uhr. Somit ist an unserem Montagmorgen der erste Handelstag in Japan bereits verstrichen und gibt eine erste Aussicht auf die Entwicklung der Märkte.

Als wichtigste Titel aus dem Index sind u.a. Fuji, Hitachi, Canon, Sony und natürlich die Konzerne Honda, Mitsubishi und Toyota zu nennen. Toyota sticht mit seinen wirtschaftlichen Kennzahlen deutlich heraus. Mit einem Gewinn von über 4 Mrd. US-$ in 2012 ist der derzeit größte Automobilhersteller der Welt zeitgleich auch drittgrößtes Börsenunternehmen der Welt.

Japans Aktien: moderate Dividende, aber weit weg von Höchstkursen

Die Auswahl der fürs Depot geeigneten Aktien kann sich beispielsweise auf eine ansprechende Dividende ausrichten und sich nicht gerade alten Höchstkursen nähern wie etwa bei Toyota oder Fujifilm. Ein gewisses Kurspotential nach oben sollte nach wie vor gegeben sein um hier langfristig nicht nur auf die Dividende zu spekulieren.

Trotz der nach wie vor anhaltenden schwierigen wirtschaftlichen Situation nimmt der Aktienmarkt langsam Fahrt auf. Seit Ende Mai ist der Index von 14.000 auf über 16.000 Punkte gestiegen. Allerdings ist bei einem Investment an ausländischen Märkten Vorsicht zu genießen. Steuerlich wird man im Regelfall von seiner Bank oder seinem Broker unterstützt, erhält auch die notwendigen Dokumente für die Einkommensteuererklärung.

Dennoch herrschen noch andere Risiken. Entschließt man sich dazu den Wert nicht an einer deutschen Börse in Euro zu kaufen, sondern in Tokyo zur Landeswährung Yen, unterliegt das Investment einem Währungsrisiko. Dadurch gewinnt die Spekulation zusätzlich an Fahrt und der Wechselkurs EUR/YEN sollte ebenfalls regelmäßig beobachtet werden.

Japans Märkte mit neuem Schwung

Japans Regierung kämpft derzeit mit ersten Erfolgen gegen die Deflationsspirale. Einige international erfolgreiche Unternehmen wie Toyota haben sogar die positive Entwicklung schon in ihren Kursen eingepreist. Doch es gibt noch eine Vielzahl an interessanten Werten, welche im Zuge eines wirtschaftlichen Aufschwungs in Japan von dem steigenden Konsumverhalten der Bevölkerung profitieren dürften.

1. Oktober 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.