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Aktien-Handel: Risiko reduzieren, trotzdem Gewinne kassieren

Wenn Sie nennenswerte Beträge in Aktien investiert haben, kann es sein, dass Sie Ihr Risiko reduzieren und gleichzeitig in von weiter steigenden Aktienkursen partizipieren wollen.

Es kann auch sein, dass Sie Liquidität freisetzen wollen, weil Sie diese an anderer Stelle benötigen.

Ich zeige Ihnen, wie Sie diese Aufgabe mit Optionen, den „Alleskönnern“, elegant lösen können.

Investition halbieren, Risiko reduzieren, von Kursgewinnen partizipieren

Durch eine einfache Strategie mit Optionen können Sie Ihre Investitionen in Aktien in etwa halbieren.

Damit reduzieren Sie auch zwangsläufig das Kursrisiko. Trotzdem partizipieren Sie von Kursgewinnen der Aktie so, als wenn Sie diese direkt im Depot hätten.

Optionen statt Aktien

Ob das für Sie persönlich sinnvoll ist, kann ich natürlich nicht sagen.

Ich finde diese Strategie zur Risiko-Reduzierung aber auf jeden Fall spannend und möchte Sie Ihnen vorstellen.

Aktien durch Call-Optionen „tief im Geld“ ersetzen

Call-Optionen „tief im Geld“ sind eine sinnvolle Alternative zu Aktien, wenn Sie Ihr Risiko reduzieren und von möglichen Kursgewinnen der Aktien weiter profitieren wollen.

Das sind Call-Optionen „tief im Geld“

„Im Geld“ nennt man eine Call-Option, wenn deren Basispreis unter dem aktuellen Kurs der Aktie liegt.

Liegt der Basispreis der Call-Option sehr weit, z. B. 30% oder auch 50%, unter dem aktuellen Kurs einer Aktie, ist diese Call-Option „tief im Geld“.

Ein Beispiel für eine Call-Option „tief im Geld“

Bei der Bayer-Aktie (gerundeter Kurs 140 €), notiert eine Call-Option mit dem Basispreis 68 € „tief im Geld“, weil der Basispreis von 68 € sehr weit unter dem Aktienkurs von 140 € (Stand: April 2015) liegt.

Optionen statt Aktien: Risiko reduzieren, Gewinn-Chance bewahren

Beispiel Bayer-Aktie: Sagen wir, Sie haben 100 Bayer-Aktien. Dann haben Sie rund 14.000 € investiert. Damit profitieren Sie von Kursgewinnen der Aktie, haben aber auch 14.000 € gebunden und stehen damit im Risiko.

Bayer-Aktie durch Option ersetzen

Kaufen Sie einen Kontrakt mit 100 Call-Optionen auf die Bayer-Aktie mit der Ausstattung:

Basiswert: Bayer


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Kürzel: BAY (je nach Broker auch: BAYN)

Laufzeit: Dez.16

Basispreis: 68 €

Börse: Eurex

Ein Kontrakt mit 100 Call-Optionen kostet rund 7.200 € (April: 2015).

Sie profitieren mit diesen Call-Optionen nahezu 1:1 von Kursgewinnen der Aktie. Sie haben aber Ihre Investition – und damit Ihr maximales Risiko – von 14.000 € auf 7.200 € gesenkt, also fast halbiert.

Gewinn-Rechnung und Gewinn-Vergleich

Beispielrechnung: Der Kurs der Bayer-Aktie steigt bis Ende 2016 auf 160 €.

1. Gewinn-Rechnung Aktie:

Mit 100 Aktien erzielen Sie einen Kursgewinn von 2.000 €. Dazu kommen (voraussichtlich) die Dividenden von 2,25 € je Aktie und Jahr, also bei 100 Aktien 450 € Dividende für 2 Jahre.

Investition 14.000 €

Wert der Position (Aktien): 16.450 €

Ihr Gewinn beträgt also 2.450 €.

Rendite: +17,5%

2. Gewinn-Rechnung Option:

Die 100 Call-Optionen haben bei einem Aktienkurs von 160 € einen Wert von 9.200 € [positive Differenz zwischen Kurs der Aktie (160 €) und Basispreis der Calls (68 €)].

Investition 7.200 €

Wert der Position (Optionen): 9.200 €

Ihr Gewinn beträgt 2.000 € (450 € weniger als mit den Aktien direkt).

Rendite: +27,8%

Gewinn-Vergleich:

Optionen – Ihr Vorteil: +27,8% statt +17,5%

Sie reduzieren die Höhe Ihrer Investitionen und damit das maximale Risiko um rund 50% und haben gleichzeitig eine deutliche bessere prozentuale Rendite, die sich auch in Euro und Cent nicht allzu gravierend vom Direkt-Investment in Aktien unterscheidet.

Das Risiko

Call-Optionen: Das maximale Risiko für die Call-Option besteht darin, dass die Aktie bis Dezember 2016 unter den Basispreis der Call-Option, hier also unter 68 €, fällt. Dann ist die Call-Option wertlos.

Aber:

Aktie: Wenn die Call-Optionen diesen Verlust verbuchen, ist der Kurs der Aktie von 140 € auf mindestens 68 € gesunken. Der Verlust bei der Aktienanlage beträgt rund 7.200 €.

Bei der Aktie haben Sie ab Dezember 2016 die Chance auf Kurserholung, aber auch das Risiko weiterer Kursverluste.

Und würde der Aktienkurs auf 50, 40, 30 oder noch weniger Euro fallen, nähme der Verlust bei den Aktien immer mehr zu. Immerhin notierte die Aktie im September und Oktober 2011 deutlich unter 40 €.

Optionen zahlen keine Dividenden

Bei Aktien erhalten Sie gegebenenfalls Dividenden, bei Optionen erhalten Sie keine. Das gilt es zu berücksichtigen, wenn Sie nach dieser Strategie vorgehen.

Deshalb habe ich in der obigen Rechnung „Gewinn-Vergleich“ die Dividende natürlich mit eingerechnet. Etwa in der Höhe der Dividende liegt auch der Unterschied der Rendite in Euro gerechnet.

Optionen statt Aktien: Weniger Risiko, höhere Gewinn-Chancen

Wie eingangs geschrieben: Ob diese Strategie für Sie richtig ist, vermag ich nicht zu sagen. Spannend aber ist sie allemal.

Und anwenden können Sie diese für jede Aktie, auf die es Optionen mit ausreichend langer Laufzeit gibt.

8. April 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.