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Kalte Enteignung: Was das ist und wie sie sich schützen

In Zeiten niedriger Zinsen sind Aktien die einzige Möglichkeit der sogenannten „kalten Enteignung“ zu entgehen. Für diese Aussage habe ich regelmäßig Studien, Statistiken und repräsentative Umfragen für Sie ausgewertet. Bevor ich Ihnen heute ausführlich darstelle, warum die gerade genannte These Fakt ist, will ich Ihnen zunächst noch kurz erklären, was unter „kalter Enteignung“ zu verstehen ist.

Dieser Begriff steht für folgendes Phänomen: Sie streichen zwar Zinsen (zum Beispiel für Tages- oder Festgeld) ein, verlieren unter dem Strich allerdings inflationsbedingt an Kaufkraft. Oder anders ausgedrückt: Die Zinsen, die Sie für Ihr eingesetztes Kapital erhalten, liegen unterhalb der Inflationsrate.

Wenn Sie zusätzlich noch davon ausgehen, dass die offizielle Inflationsrate nicht den tatsächlichen (oder zumindest gefühlten) Kaufkraftverlust Ihres Geldes widerspiegelt, sondern unterhalb der persönlich gefühlten Inflationsrate liegt, fällt die kalte Enteignung sogar noch deutlicher aus.

Wenn Sie sich für alternative Inflationsraten interessieren, sollten Sie die Internetseite www.shadowstats.com besuchen. Dort wird beispielsweise die offizielle Inflationsrate in den USA mit der Inflationsrate verglichen, die sich ergeben würde, wenn die Inflation in den USA heute noch so berechnet werden würde wie vor 30 Jahren.

Ich will gar nicht behaupten, dass alle in den vergangenen 30 Jahren eingeführten Änderungen unsinnig wären – aber bei einigen Reformen handelt es sich meiner Meinung nach um „statistische Schönheitskorrekturen“. Die offizielle Inflationsrate wird künstlich nach unten gedrückt. Um Ihnen die Vorteile der Anlage in Aktien zu verdeutlichen, werde ich diese Anlageform für Sie zunächst mit einigen sehr verbreiteten Alternativen vergleichen.

Ein Vergleich verschiedener Anlagemöglichkeiten

Vergleichen möchte ich jetzt für Sie die Renditen von Festgeld, Bundesanleihen, Lebensversicherungen und Aktien. Zunächst betrachten wir die Rendite der genannten Anlageformen und danach – um die Unterschiede noch deutlicher zu machen – den zeitlichen Horizont, den es benötigt, um das eingesetzte Kapital (ohne Einbeziehung der Inflation) zu verdoppeln.


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Für eine Festgeld-Anlage erhalten Sie in 2013 etwa 1% Zinsen. Daraus ergibt sich eine Wartezeit bis zur Verdoppelung Ihres Kapitaleinsatzes von 70 Jahren. Wenn Sie sich dazu entschließen, in 10-jährige Bundesanleihen zu investieren, können Sie momentan mit einer jährlichen Verzinsung von 1,75% kalkulieren. Daraus ergibt sich ein Zeitraum von rund 40 Jahren, den Sie benötigen, um Ihr eingesetztes Kapital zu verdoppeln.

Die gute alte Lebensversicherung präsentiert sich da schon etwas lukrativer – zumindest auf den ersten Blick. Denn eine Rendite von 3,25%, die in älteren Verträgen garantiert wurde, dürfen Sie beim Abschluss eines neuen Vertrags nicht mehr erwarten. Einige Versicherer haben die Garantieverzinsung gar komplett aus ihren zur Zeit angebotenen Verträgen gestrichen.

Legen wir die in alten Verträgen garantierten 3,25% Rendite zugrunde, bedarf es einer Wartezeit von gut 20 Jahren, um den Kapitaleinsatz zu verdoppeln. Wenn Sie in Aktien investieren, dürfen Sie eine jährliche Durchschnittsrendite (durch Kursgewinne und Dividenden) von rund 8% erwarten. Vielleicht fragen Sie sich jetzt, wie ich auf diese Zahl komme. Daher will ich Ihnen diese Zahl erklären.

Wer vor 25 Jahren (also zur Gründung des DAX in der heutigen Form) in den DAX investiert hat, konnte sich über eine durchschnittliche jährliche Rendite von rund 8% freuen. Wer vor 100 Jahren in den Dow Jones (größter US-Aktien-Index) investiert hätte, dürfte sich heute ebenfalls über eine jährlich erreichte Durchschnittsrendite von etwa 8% freuen.

Ich rechne im folgenden Beispiel etwas konservativer und gehe von einer jährlichen Rendite von im Durchschnitt 7,75% aus. Daraus würde sich eine Dauer bis zur Verdoppelung Ihres Einsatzes von exakt 9,3 Jahren ergeben. Wenn wir es ganz genau nehmen und die Abgeltungsteuer in Höhe von 25% noch mit einrechnen, ergibt sich ein zeitlicher Horizont von knapp 11 Jahren.

Sie sehen also, wie deutlich die Anlageklasse Aktien den anderen in diesem Vergleich berücksichtigten Anlageformen überlegen ist – zumindest was die Rendite angeht. Natürlich muss neben der Rendite stets auch der Faktor Risiko berücksichtigt werden. Daher widme ich mich jetzt den Risiken der verschiedenen Anlageformen.

Die Risiken der Anlageklassen

Sicherlich ist es so, dass Festgeldkonten, Bundesanleihen und Lebensversicherungen ein anderes Risikoprofil aufweisen als Aktien. Doch auch die vermeintlich 100% sicheren Anlageformen sind nicht komplett „wasserdicht“. Die Entwicklung der Euro-Schuldenkrise hat zum Beispiel gezeigt, dass auch Staatsanleihen nicht immer zu 100% sicher sind.

Und auch Festgeldkonten bieten keine völlige Sicherheit. Im Falle einer Bankenpleite würde zwar theoretisch die Einlagensicherung greifen, im Falle eines Negativszenarios könnte allerdings trotzdem Ihr Geld komplett oder teilweise abhanden kommen (wie in Zypern erlebt). Dabei handelt es sich – wie schon beschrieben – natürlich um ein sehr extremes Szenario. Es verdeutlicht Ihnen aber, dass es keine Kapitalanlage mit 100%-Schutz gibt.

Was für Aktien spricht

Aus meiner Sicht ist das Risiko einer Anlage in Aktien im Verhältnis zu einer Festgeldanlage nicht so viel größer, als dass es eine beinahe achtfache Rendite pro Jahr rechtfertigen würde. Im Ergebnis bedeutet das, dass die Renditen für Aktien im Verhältnis zum Risiko zu groß (= Aktien zu günstig sind), oder die Renditen von Festgeldkonten im Verhältnis zum Risiko zu klein sind (= Zinsen zu niedrig).

So oder so: Aus meiner Sicht ist dies ein ganz entscheidendes Argument für die Anlageklasse Aktien. Zudem sollten Sie sich die historische Entwicklung noch einmal vor Augen führen. Ich habe bereits beschrieben, wie sich der DAX (trotz einiger zum Teil schwerer Krisen) in den vergangenen 25 Jahren durchschnittlich entwickelt hat.

Und denken Sie auch noch einmal an die durchschnittliche Performance des Dow Jones (ebenfalls trotz Krisen) in den vergangenen 100 Jahren. In die Entwicklung des Dow Jones der vergangenen 100 Jahre fließen sogar die große Weltwirtschaftskrise aus dem Jahr 1929 und zwei Weltkriege mit ein.

Fazit: Aktien Punktsieger – aber achten Sie darauf, welche Aktien Sie kaufen

Aktien sind in dem von mir für Sie angestellten Vergleich der eindeutige Punktsieger. Sie sollten aber unbedingt darauf achten, welche Aktien Sie kaufen und bestimmte Kriterien für die Aktienauswahl nutzen.

24. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.