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Aktien-Kaufempfehlungen deuten, aber richtig

Wer sich im Internet auf die Suche nach geeigneten Aktien für sein Depot macht, erhält mit nur wenigen Klicks eine Vielzahl von Studien, Bank-Empfehlungen und Kauf-Tipps.

Doch viele Informationen allein garantieren noch keinen Anlageerfolg.

Aktien-Kaufempfehlungen: seriöse Quellen suchen

Einige Anleger vertrauten im Börsenboom der sogenannten New Economy am Anfang dieses Jahrtausends blind auf Aktien-Kaufempfehlungen.

Nach dem Platzen der Spekulationsblase sind sie dann zu spät ausgestiegen. Viele holten sich eine blutige Nase, weil kaum jemand rechtzeitig zum Verkauf riet.

Entscheidend sind beim Aktienkauf 2 Dinge:

Investoren sollten erstens prüfen, wie seriös die Quelle ist, die eine bestimmte Aktie zum Kauf empfiehlt.

Als wertvolle Informationsquellen gelten beispielsweise Analystenreports namhafter Banken.

Zweitens sollten sich Anleger fragen, warum jemand eine bestimmte Aktie zum Kauf oder Verkauf empfiehlt.


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Es kommt also sehr stark auf die Begründung an. Diese sollte nachvollziehbar sein.

Analystenreports richtig interpretieren

Insbesondere mit dem Research-Material von Finanzinstituten muss man umgehen können, um erfolgreich zu sein.

Denn nicht jeder Analyst meint das Gleiche, wenn er „kaufen“ sagt. Das liegt daran, dass diese Empfehlung bei einzelnen Banken ganz unterschiedlich definiert ist.

Absolutes und relatives Bewertungssystem

Grundsätzlich haben die Banken für Ihre Aktieneinschätzungen 2 Alternativen: ein absolutes und ein relatives Bewertungssystem.

Ersteres System basiert auf einer Prognose der Bank über das absolute Kurspotenzial einer Aktie. Und zwar unabhängig davon, wie sich der Gesamtmarkt oder ein hinzugezogener Vergleichsindex entwickelt.

Bei einem relativen Bewertungssystem beruht die Empfehlung immer auf einer Prognose darüber, wie die Aktie im Verhältnis zum Markt abschneidet.

Entscheidend ist also beispielsweise die Frage, ob sich die Siemens-Aktie besser oder schlechter als der Deutsche Aktienindex (Dax) entwickelt.

Aktien: Viele Kaufempfehlungen sind für Profi-Anleger

Die meisten Banken verwenden relative Systeme. Denn sie schreiben ihre Studien vor allem für sogenannte institutionelle Kunden, also für Profi-Anleger wie Fondsmanager.

Deren Leistung wird daran gemessen, ob ihr Portfolio eine größere Wertsteigerung aufweist als der gewählte Vergleichsmaßstab – in der Regel ein Aktienindex.

Das aber hat zur Folge, dass ein Fondsmanager auch dann eine gute Leistung erbracht hat, wenn zum Beispiel sein Fonds für deutsche Standardwerte in einem bestimmten Zeitraum weniger stark gesunken ist als der Dax.

Mehr zum Thema: Das sind die Voraussetzungen für einen Aktienkauf

Spricht eine Bank etwa eine „übergewichten“-Empfehlung aus, bedeutet dies nur: Sie rät Portfoliomanagern, den Anteil dieser Aktie in ihrem Depot höher zu wählen als es dem Gewicht im entsprechenden Vergleichsindex entspricht.

Das Urteil „übergewichten“ allein bedeutet also nicht zwangsläufig, dass der Analyst die Aktie zum Kauf empfiehlt, weil er glaubt, dass sie im Wert steigen wird.

Aber auch bei absoluten Bewertungssystemen muss klar definiert sein, wie stark ein Wert zulegen muss, um beispielsweise als „Outperformer“, „Marketperformer“ oder „Underperformer“ zu gelten.

Dabei gilt es zu beachten, dass Aktienkurse unterschiedlich stark schwanken – je nachdem, zu welcher Risiko-Kategorie sie gehören.

Eigene Meinung ist wichtig

Trotz aller Feinheiten bei ihren Empfehlungen können Analysten eine Aufgabe nicht übernehmen: die individuelle Meinungsbildung des einzelnen Privatanlegers.

Denn auch die Lektüre mehrerer Bankstudien entbindet den Anleger letztlich nicht davon, sich vor der Kaufentscheidung für eine Aktie eine eigene Meinung zu bilden.

12. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.