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Aktien kaufen: Orderzusätze und Börsenplatz richtig auswählen

Beim Kaufen von Aktien sind Orderzusätze und die Wahl des richtigen Börsenplatzes entscheidende Faktoren.

So setzen Sie Orderzusätze richtig ein:

Wann es zu Teilausführungen kommt

Zu Teilausführungen kommt es, wenn zu Ihrer Kauf- bzw. Verkaufsorder nicht genügend Angebot bzw. Nachfrage vorhanden ist. Das passiert vor allem bei illiquiden, also vergleichsweise wenig gehandelten Aktien.

In diesem Fall wird Ihre Order in mehreren Teilen ausgeführt. Und das kann Sie teuer zu stehen kommen.

Wird Ihr Auftrag beispielsweise in 5 verschiedene Teilausführungen geteilt, so zahlen Sie 5-mal Ordergebühren.

Falls Ihre Bank eine Mindestgebühr bei jeder Order verlangt, müssen Sie das 5-fache dieser Mindestgebühr hinblättern.

Das ist ärgerlich, aber zum Glück auch vermeidbar.

Mit diesen beiden Orderzusätzen lassen sich Teilausführungen verhindern

Zur Vermeidung von teuren Teilausführungen stehen Ihnen die Orderzusätze „Fill or Kill“ (FOK) und „All or None“ (AON) zur Verfügung.

Ihr Auftrag wird durch letzteren nach dem Prinzip „alles oder nichts“ ausgeführt.

Bei „Fill or Kill“ (FOK) wird Ihr Auftrag entweder sofort mit der gesamten Aktienmenge ausgeführt oder gelöscht.

An Auslandsbörsen (beispielsweise in den USA) haben Sie die Möglichkeit, eine „All or None“-Order aufzugeben.

Auch dabei wird der Auftrag entweder ganz oder gar nicht ausgeführt, bleibt bei Nicht-Ausführung jedoch bis zum Gültigkeitsende der Order weiter bestehen.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Nutzen Sie den FOK-Zusatz bei sehr kleinen Werten über den Xetra-Handel. (Bei den Parkettbörsen ist der Zusatz leider nicht möglich.)

Einige Auslandsbörsen bieten den AON-Zusatz an, den Sie wann immer möglich nutzen sollten. Zusätzliche Gebühren entstehen Ihnen durch die Nutzung nicht.


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Wie Sie den optimalen Börsenplatz auswählen

Heutzutage werden die Aktienkurse überwiegend durch sogenannte Market-Makers (Börsenmakler) gestellt. Ein solcher kauft oder verkauft Wertpapiere auf eigene Rechnung und sorgt damit dafür, dass auch bei weniger liquiden Werten Umsätze zustande kommen.

Der Market-Maker garantiert Ihnen den Handel zu den jeweiligen Geld- und Briefkursen.

Zum Geldkurs kauft er an. Das heißt, Sie als Anleger können zum Geldkurs verkaufen (und erhalten „Geld“). Zum Briefkurs verkauft er. Das heißt, Sie können zum Briefkurs kaufen (und erhalten das Wertpapier, also den „Brief“).

Kostenfaktor “Spread” entscheidend für Börsenplatzwahl

Dieser Service ist für Sie nicht kostenlos, der Market-Maker verdient daran. Daher liegen Geld- und Briefkurs immer etwas auseinander. Die Differenz (den Spread) erhält der Market-Maker.

Für Sie bedeutet das: Entscheidend für die Wahl des optimalen Börsenplatzes ist nicht mehr der Umsatz, sondern die Höhe des Spreads.

Ihr Auftrag wird auch an weniger umsatzstarken Börsenplätzen sofort ausgeführt, wenn er sich innerhalb der jeweiligen Geld-Brief-Spannen befindet.

Aktien kaufen: Vergleichen lohnt sich für Sie

Bei Nebenwerten kann der Spread durchaus einige Prozentpunkte Ihres Auftragsvolumens ausmachen. Mit einem schnellen Vergleich der verschiedenen Börsenplätze sparen Sie leicht 50 €, bei größeren Aufträgen sogar noch mehr.

„Geldanlage-Berater“-Tipp: Im Internet können Sie auf Finanzportalen oder der Seite Ihres Discountbrokers die Geld- und Briefkurse der verschiedenen Börsenplätze auf einen Blick miteinander vergleichen.

Falls Sie Ihre Order per Telefon oder über Ihre Filiale aufgeben, bitten Sie Ihren Berater, dies für Sie zu übernehmen.

Zusatztipp: Bei US-Aktien sind die Speeds am Nachmittag in der Regel deutlich niedriger. Kaufen und verkaufen Sie Ihre US-Aktien daher erst ab 15.30 Uhr, wenn die US-Börsen geöffnet haben.Dann können sich die Market-Maker an den dortigen Kursen orientieren. Das senkt deren Risiko und führt zu günstigeren Konditionen für Sie.

Gleiches gilt beim Handel in Deutschland und Europa. Während der üblichen Handelszeiten ist die Liquidität stets höher als spät am Abend. Sie können zwar noch oft gegen kurz vor 22 Uhr handeln, „bezahlen“ dafür aber mit einen größeren Spreadverlust.

Sie sollten in eher umsatzschwachen Zeiten also nur dann handeln, wenn Sie eine ganz „sichere“ Meinung vom künftigen Kursverlauf haben.

Checkliste für Ihre Börsenorder

  • Wählen Sie Ihren Börsenplatz nicht nach Umsätzen, sondern nach einem niedrigen Spread (Geld-Brief-Spanne) aus.
  • Vermeiden Sie Werte mit Spreads über 3%. Ein hoher Spread verschlechtert Ihre Renditechancen von Beginn an.
  • Vergleichen Sie die Kurse von verschiedenen Börsen bei der Ordereingabe. Oft gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Börsenplätzen
  • Es kann auch sein, dass die Ordergebühren bei den verschiedenen Regionalbörsen für die gleiche Aktientransaktion unterschiedlich sind. Auch hier lohnt vorab ein Vergleich.
  • Erteilen Sie Aufträge für US-Werte erst ab 15.30 Uhr. Wenn die US-Börsen geöffnet haben, fallen die Spreads an deutschen Handelsplätzen geringer aus.
  • Erteilen Sie eine unlimitierte Market-Order nur bei liquiden Titeln, sonst droht die Gefahr ungünstiger Kurse.
  • Vermeiden Sie bei Limit-Orders „runde“ Zahlen wie beispielsweise 50,00 €. Da viele Anleger ihre Stoppkurse auf solche Marken setzen, kann es zu deutlichen Kursverlusten kommen, wenn alle Stopps gleichzeitig ausgelöst werden.
  • Achten Sie auf die Ordergültigkeit bei limitierten Orders. Je weiter Ihr Limitpreis vom aktuellen Marktpreis entfernt liegt, umso länger sollte Ihre Order gültig sein.

Gleiches gilt auch für Ihre Verkaufsorders. Hier kommen aber noch zusätzliche Aspekte hinzu.

Das sollten Sie beim Verkauf beachten

Haben Sie einen Wert im Depot, so wollen Sie nach Möglichkeit irgendwann einen Gewinn realisieren.

Ehe es aber soweit ist, sollten Sie sich auch mit der Möglichkeit von Verlusten beschäftigen. Fragen Sie sich, wie viel Verlust wollen Sie maximal hinnehmen. Um diese Grenzen auch wirklich einzuhalten können Sie eine limitierte Verkaufsorder geben, mit einen sogenannten „Stopp-Loss-Limit. Das bedeutet, wenn ein bestimmter Preis Ihrer Aktie unterschritten wird, wird Ihre Verkaufsorder aktiv, und zum nächsten gehandelten Preis ausgeführt. So können Sie weitere Verluste vermeiden.

Sie können aber auch automatisch Ihre Gewinne absichern. Dies erreichen Sie über eine sogenannte „Trailing-‚Stopp“ Verkaufsorder.

Wie die erstgenannte Stopp-Loss Order definieren Sie zunächst einen Preis unter dem aktuellen Kurs, zudem Sie verkaufen wollen, falls der Kurs fällt. Steigt der Kurs jetzt aber, so wird Ihr Stopp Kurs automatisch nach oben nachgezogen (ohne dann wieder zu fallen).

Diese Preisanpassung können Sie genau definieren in absoluten Beträgen (z.B. Abstand 10 Euro, d.h. steigt der Kurs so hoch, dass Ihr gesetzter Stopp-Loss Preis tiefer als 10 Euro unter dem aktuellen Marktpreis ist, so wird der Stoppkurs nach oben angepasst, dass der Abstand wieder 10 Euro ist.

Genauso können Sie einen prozentualen Abstand vorgeben, der ebenfalls in der gleichen Weise angepasst wird. Auf diese Art und Weise können Sie Ihren Verkaufspreis optimieren.

27. Mai 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.