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Aktien: Lernen Sie eine neue Sichtweise dabei kennen!

Was ist Ihre Motivation, wenn Sie in Aktien investieren?

Vermutlich werden Sie sich jetzt über diese Frage wundern, da Ihre Antwort wohl lauten dürfte: „Natürlich, um damit Geld zu verdienen!“

Das ist zumindest die Begründung, die ich in meinem Börsianer-Leben zu 99,9% erhalten habe.

Tatsächlich bekam ich in den mittlerweile mehr als 35 Jahren, die ich mich professionell mit dem Thema Aktien auseinandersetze, nur von einem Menschen eine davon abweichende Antwort:

Für diesen Herrn war es wichtig, sein Geld in werthaltige, über die Grenzen hinaus bekannte Unternehmen zu investieren.

Er liebte es, jedes Jahr Dividenden ausgezahlt zu bekommen und diese in zusätzliche Anteile der von ihm gehaltenen Gesellschaften anzulegen.

Allerdings muss ich anmerken:

Dieser Herr erzielte aufgrund seine Berufs zeitlebens ein mehr als ausreichendes Einkommen. Dann fällt eine solche Einstellung zum eigenen Vermögen leichter.

Sie kaufen Aktien, um damit Geld zu verdienen!

Selbstverständlich investieren SIE in Aktien, um damit Geld zu verdienen und Ihr Vermögen langfristig zu mehren, etwa zur Vorsorge im Alter. Doch was muss eine Aktie leisten, damit sie diesen Zweck erfüllt?

Ganz einfach: Eine Aktie muss im Kurs zulegen! Nur so können Sie diese teurer wieder verkaufen, als Sie eingestiegen sind. Je kräftiger eine Aktie im Kurs steigt, umso mehr verdienen Sie daran.

Warum es so schwer fällt, Gewinner-Aktien zu kaufen

Doch warum kaufen dann so viele Anleger Aktien, die im Kurs stark gefallen sind? Dafür gibt es meiner Ansicht nach 2 Gründe:

  1. Das Schnäppchen-Phänomen

  2. Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

    • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
    • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
    • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
    • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
    • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
    • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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  3. Mangelnde Vorstellungskraft

Im Alltag sind wir gewohnt, möglichst preiswert einzukaufen. Im Preis herabgesetzte Produkte kaufen wir besonders gerne. Doch ein Preisnachlass hat in aller Regel einen Grund, beispielsweise:

  • Mindere oder verschlechterte Qualität
  • Nur noch geringe Haltbarkeit
  • Liegengebliebene Ware (Sommer- oder Winterschlussverkauf)
  • Neue, verbesserte Produkte kommen auf den Markt.

Wenn eine Aktie längere Zeit im Kurs fällt, dann geschieht dies nur aus einen Grund: Es werden permanent mehr Anteile zum Verkauf angeboten, als Nachfrage vorhanden ist.

Noch häufiger fehlt uns indes die Vorstellungskraft. Wenn eine Aktie bereits kräftig gestiegen IST, dann unterstellen wir oftmals automatisch, dass diese einfach nicht mehr viel weiter steigen KANN.

Tatsächlich fürchten wir zumeist, dass solche Titel im Kurs einbrechen, sobald wir eingestiegen sind.

Ein Beispiel aus der Praxis

1994 arbeitete ich noch als Wertpapier-Berater bei der Deutschen Bank. Seinerzeit konnten wir Berater noch z. T. selbstständig entscheiden, welche Aktien wir unseren Kunden zum Kauf empfahlen.

Als ich im Frühjahr 1994 einem stark aktienorientierten Kunden den folgenden Chart zeigte und ihm zum Kauf der Aktie riet, winkte er schnell ab.

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Hätten Sie diese Aktie gekauft?

Seine Begründung lautete: „Der Kurs ist viel zu stark gestiegen. Diese Aktie kann nur noch fallen!“ Vermutlich haben Sie gerade beim Betrachten des Charts ganz genauso reagiert.

SAP 1994: Aufstieg einer Wachstums-Aktie

Damals kannten nur wenige Investoren den Namen dieser Aktiengesellschaft: SAP AG (seit 2013 SAP SE). Heute ist der Firmen-Name jedem Anleger bekannt und weltweit eine Marke.

Die Abkürzung stand übrigens ursprünglich für „Systemanalyse und Programmentwicklung“.

Die damalige Software-Lösung von SAP (das Standard-Softwarepaket hieß SAP ERP) hat jahrelang unzähligen Unternehmen geholfen.

Sie konnten so ihre Geschäfts-Beziehungen zwischen Firma und Kunden verbessern, Geschäfts-Prozesse optimieren und ihre Logistik effizienter gestalten:

Von 1993 bis 1999 hatte SAP seinen Umsatz von 563 auf 5.110 Mio. DM verneunfacht (+808%) und den Netto-Gewinn von 75 auf 601 Mio. DM verachtfacht (+701%) – eine typische Wachstumsaktie also.

Was aus meinem Bankkunden wurde?

Ich mache es kurz: Nur 8 Monate später notierte die SAP-Aktie weitere +122% höher – mein Wertpapier-Kunde wollte indes auch dann noch nicht – bzw. dann erst recht nicht – SAP-Aktien in sein Depot kaufen.

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Der Lauf des Mega-Kursgewinners SAP endete erst im März 2000 – exakt +3.500% höher

Der Lauf der Wachstums-Aktie SAP endete erst im März 2000 – exakt +3.500% höher als bei meiner ersten Kaufempfehlung im Juni 1994!

Ich habe nie erfahren, ob sich mein Kunde über die verpasste Chance geärgert hat – im März 1996 habe ich die Deutsche Bank verlassen.

16. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Andreas Sommer. Über den Autor

Andreas Sommer ist ein absoluter Börsen-Profi. Der gelernte Bankkaufmann war 10 Jahre als Wertpapierberater bei einer großen deutschen Bank tätig.