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Aktien ohne Optionen sind verschenktes Geld

Wenn Sie Aktien handeln und Ihr Depot nicht mit Optionen optimieren, verschenken Sie bares Geld.

So klar und hart sieht die Realität aus.

Und ich schätze, dass mehr als 95% (Zahl nicht verifiziert) aller Aktienkäufer in diesem Sinne Geld verschenken.

Das Zusammenspiel von Aktien und Optionen unterteile ich in 2 Möglichkeiten:

1) Mit dem Kauf von Call- und Put-Optionen optimieren Sie Ihre Aktienbestände

Ich empfehle, einen Teil des in Aktien angelegten Geldes in Optionen umzuschichten. Dafür gibt es keine Eile, wenn Sie möglicherweise seit 3, 5 oder 20 Jahren ausschließlich Aktien im Depot halten.

Warten Sie einfach auf den nächsten Kursanstieg und verkaufen etwa 10% der Aktien (Wert der Aktien).

Mit diesen Barmitteln (Cash-Bestand) spekulieren Sie mit Call-Optionen auf Aktien, die Sie im Depot halten. Denn bei denen sind Sie ja von Kursgewinnen überzeugt.


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Diese 10% entwickeln sich weit volatiler als Ihre Aktien. In der Spitze wird der Depotwert stärker schwanken als Sie es bisher sowieso schon kennen (und ausgehalten haben).

Wenn es nach oben geht: Perfekt! Es wird Ihnen recht sein. Sie optimieren Ihre Gewinne.

Nehmen wir aber an, die Kursschwankungen führen abwärts und sagen, die Call-Optionen halbieren sich im Wert.

Sie verbuchen sowieso Verluste mit den Aktien. Der 10%ige Anteil der Call-Optionen im Gesamt-Depot, der sich im Wert halbiert hat, wirkt sich mit 5% im Gesamt-Depot aus – natürlich nicht toll, aber es ist zu vertreten und zu verkraften.

Auf der anderen Seite empfehle ich: Kaufen Sie für etwa 3% bis 5% des Aktienwertes Put-Optionen mit der Laufzeit von 1,5 bis 2 Jahren auf einen Index, z.B. den DAX.

Legen die Aktienindizes zu, verlieren Sie mit den Put-Optionen bis hin zum Totalverlust.

Wenn der DAX (und damit unterstellt: Ihr Aktienbestand) in 1,5 bis 2 Jahren aber z.B. +20% oder mehr zulegt, ist das verkraftbar.

Kommt es jedoch zu deutlichen Kursverlusten der Indizes bis hin zum Crash, sind zwischenzeitliche Gewinne von +100% und auch weit mehr mit Put-Optionen mehr als nur ein Trostpflästerchen für Ihr Aktiendepot.

2) Das perfekte Zusammenspiel von Aktien + Optionen

Ein perfekt geführtes Depot mit Aktien + Optionen hat ein weit besseres Chance-/Risikoverhältnis als jedes vergleichbare reine Aktien-Depot.

Denn zusätzlich zum Kauf von Optionen und deren Glattstellung können Sie Stillhalter-Geschäfte mit Optionen zum „Aktienkauf mit Rabatt“ und zur „Zusatzrendite auf Aktienbestände“ nutzen.

Derartige Strategien stellen Dividenden weit in den Schatten.

Fazit: Nicht ganz einfach, aber enorm lohnenswert

Zugegeben, diese Strategien (Put- und Call-Verkauf als Stillhalter im Zusammenspiel mit Aktien) sind nicht ganz einfach.

Ab einem Aktienbestand von rund 40.000 € können Sie Aktien + Optionen im perfekten Zusammenspiel so erfolgreich einsetzen, dass die für unmöglich gehaltene Formel gilt: Mehr Rendite bei gleichzeitig weniger Risiko.

12. November 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rainer Heißmann. Über den Autor

Rainer Heißmann ist Autor für Wirtschafts- und Börsenfachpublikationen und Chefredakteur vom "Optionen-Profi" und "Heißmanns Königsklasse". Außerdem ist er Autor des Buchs "Reich mit Optionen". Seine größte Stärke: Komplexe Sachverhalte so zu erklären, dass sie auch dem Nicht-Fachmann verständlich und nachvollziehbar werden.