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Aktien ordern: Diese Angaben sind zu machen

Damit beim Aktien ordern die Order auch in Ihrem Sinne an die Börse geleitet werden kann, benötigt Ihre Bank genaue, sprich: eindeutige Spezifikationen zur Orderaufgabe.

Hierzu zählen im Einzelnen:

  • die Angabe, ob es sich um einen Kauf oder Verkauf handelt
  • die genaue Bezeichnung des Wertpapiers/Kontraktes mit der Wertpapierkennnummer (WKN mit 6 Stellen) oder der Internationalen Wertpapierkennnummer (ISIN mit 12 Stellen)
  • das exakte Ordervolumen (Stückzahl)
  • etwaige Orderzusätze (wie ein Limit)
  • die Gültigkeit der Order
  • der Börsenplatz, an dem Sie Ihre Order platzieren wollen.

In der Regel können Sie Ihre Order auf 4 verschiedenen Wegen erteilen: über das Internet, per Telefon, per Fax oder persönlich direkt an Ihren Bankberater.

Achten Sie aber stets darauf, dass die Order nach einem bestimmten Schema erteilt wird. Dies ist bei der Orderaufgabe per Internet Standard.

Denn dort stehen Ihnen vorgefertigte Ordermasken zur Verfügung.

Mehr dazu: Aktien online kaufen

Doch gerade beim Griff zum Telefon oder beim Gespräch mit dem Kundenbetreuer sollten Sie sich an ein gedankliches, am besten schriftlich formuliertes Schema halten.


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Dies hilft, Missverständnissen bei der fehleranfälligen mündlichen Kommunikation vorzubeugen.

Aktien ordern: Schema zur mündlichen Orderaufgabe

Notieren Sie sich Ihre Angaben vor dem Gespräch mit Ihrem Kundenberater nach diesem Schema:

Ordermaske o Kauf o Verkauf Allgemeine Angaben Ordertyp Ordergültigkeit Bezeichnung Market WKN Limitpreis o tagesgültig Stückzahl Stoppkurs o gültig bis Börsenplatz

So stellen Sie sicher, dass keine wichtigen Angaben fehlen.

Weshalb ein liquider Markt so wichtig ist

Sie können einen Markt dann als liquide bezeichnen, wenn Sie Ihre Aktien zu einem fairen Preis kaufen oder verkaufen können.

Das heißt, dass Sie mit kleineren Ordergrößen (<10.000 €) den Preis nicht schon signifikant verändern. Merken Sie sich als Faustregel einfach: Je mehr Aktien gehandelt werden, desto liquider ist der Markt.

Die Marktliquidität ist ein wesentlicher Bestandteil zur Beurteilung der Qualität eines Börsenplatzes.

So bietet beispielsweise der Börsenplatz München eine Garantie, dass Ordergrößen von bis zu 25.000 Aktien (bei DAX-Werten) komplett ausgeführt werden.

Fehlende Liquidität führt zu hohen Kosten

Mangelnde Liquidität (Illiquidität) führt zu höheren Transaktionskosten. Diese lassen sich in 2 Kategorien einordnen:

1. Kommissionen

Zunächst einmal müssen Sie bei jeder Order eine Gebühr an Ihren Broker entrichten. Je nach Preismodell wird eine Pauschale oder eine ordergrößenabhängige Gebühr erhoben.

Doch neben diesen unabänderlichen Kosten können weitere, durch geringe Liquidität verursachte Belastungen auf Sie zukommen.

Eine geringe Liquidität kann dazu führen, dass die Orderstückzahl nur zu einem Teil ausgeführt wird (Teilausführung).

Wird die Order in mehreren Teilen ausgeführt, kann es je nach Broker zu zusätzlichen Kosten kommen.

2. Geld-Brief-Spanne (Spread)

Die Marktliquidität drückt sich ebenfalls in der Feststellung von Geld- und Briefkurs aus.

Der Geldkurs ist der Kurs, zu dem Sie Ihre Aktien verkaufen können. Der Briefkurs stellt für den Kaufinteressenten den zu zahlenden Preis dar.

Der Abstand zwischen dem Geld- und dem Briefkurs ist die Geld-Brief-Spanne, auch als Spread bezeichnet. Je höher dieser Spread ist, umso höher sind Ihre Transaktionskosten.

Beispiel: Angenommen, Sie sehen, dass für die Aktie B zuletzt 39 € bezahlt worden sind. Sie entschließen sich zu einem Kauf und finden folgende Kursstellung:

Letzter Kurs Geldkurs Briefkurs 39,00 € 38,00 € 40,00 €

Ein Börsensprichwort lautet: „Nichts ist so alt wie der letzte Kurs!“ Das heißt nichts anderes, als dass Sie keinerlei Garantie haben, auch zum letzten Kurs – im Beispiel also 39 € – handeln zu können. Der Grund dafür liegt an der Stellung von Geld- und Briefkurs.

Im Beispiel sehen Sie, dass der Briefkurs der Aktie B bei 40 € liegt. Sie können sich diese Aktie also (nur) zu 40 € in Ihr Depot legen. Da Sie zur Briefseite gekauft haben, lautet der „letzte Kurs“ nun 40 €.

Wenn Sie die Aktie bereits im Depot haben und verkaufen möchten, müssen Sie zum Geldkurs verkaufen. Dieser liegt aber bei nur 38 €.

Der Spread beträgt im Beispiel 2 €. Dies entspricht 5 % des Briefkurses. Das ist ein sehr hoher Wert. Daher sollten Sie diesen unbedingt bei Ihrer Kauf- oder Verkaufsentscheidung berücksichtigen.

Vor allem bei kleineren Aktien („Pennystocks“) und im Derivatebereich sind sehr häufig hohe Spreads zu beobachten.

Sollte beispielsweise ein optisch billiges Zertifikat mit einem Geldkurs von 0,20 € und einem Briefkurs zu 0,22 € taxiert werden, dann verbuchen Sie mit dem Kauf bereits einen (Buch-)Verlust von 10 %.

Denn kaufen können Sie nur zu 0,22 € und verkaufen zu 0,20 €!

Wählen Sie in diesem Fall lieber ein vergleichbares Zertifikat mit besseren Konditionen.

23. September 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.