MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aktienhandel: Börsenplätze im Vergleich

Anleger haben in Deutschland die Möglichkeit, Aktien über unterschiedliche Börsenplätze zu handeln.

Der höchste Umsatz findet in Frankfurt statt, wobei das elektronische Handelssystem Xetra die größte Rolle spielt. Hier liegen die durchschnittlichen Tagesumsätze meist über 4 Mrd. €.

Xetra kann vor allem in Sachen Schnelligkeit, hohe Liquidität und faire Preise punkten. Zudem werden keine Maklercourtagen erhoben, auch kleinere Aufträge werden über Xetra in der Regel problemlos ausgeführt. Nachteil für Anleger: Durch die vollelektronische Ausführung kann es im Xetra-Handel häufiger zu Teilausführungen kommen.

Zwar wird über Xetra heute ein Großteil des deutschen Aktienhandels abgewickelt, doch auch regionale Börsenplätze bieten unter bestimmten Voraussetzungen Vorteile.

Aktienhandel: Börse Stuttgart lockt Privatanleger mit Vorteilen

Die Börse Stuttgart gilt nach Frankfurt als der zweitgrößte Börsenplatz in Deutschland. Stuttgart wirbt vor allem mit einer hohen Ausführungssicherheit beim Aktienhandel, einer Liveüberwachung und einer hohen Preisqualität.

Vorteil: In Sachen Preisqualität verspricht Stuttgart Kosten, die selbst unter Berücksichtigung der Maklercourtage niedriger liegen als im Xetra-Handel. Zudem soll die Spanne zwischen dem Geld- und Briefkurs geringer sein als im Xetra-Handel.

Der eigentliche Vorteil der Stuttgarter Börse liegt jedoch im Bereich der derivativen Wertpapiere (Zertifikate) – hier ist das Handelssegment EUWAX die Nummer 1. Daneben bietet Stuttgart auch die größte Auswahl an börsengehandelten Indexfonds, im Segment Bondm können Mittelstandsanleihen gehandelt werden.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Börsen Hamburg und Hannover: Marktführer bei geschlossenen Fonds

Hinter den beiden Börsen Hamburg und Hannover steht die Betreibergesellschaft BÖAG Börsen AG.

Vorteil: Die beiden Regionalbörsen werben damit, dass es praktisch zu keinen Teilausführungen kommt. Im Bereich Fondshandel gelten die beiden Börsen als marktführend. Viele Fonds können ohne Aufgabeaufschlag bezogen werden, im Bereich der geschlossenen Fonds können etwa 5.000 verschiedene Fonds zum Festpreis gehandelt werden.

Berliner Börse: Spezialist für Auslandsaktien

Der Börsenplatz Berlin kann mit einer Spezialisierung auf Auslandsaktien punkten. Auch im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren ist die Berliner Börse gut aufgestellt. Insgesamt können rund 14.000 Aktien und Nebenwerte aus 60 Ländern in Berlin geordert werden.

Vorteil: In Berlin können nicht nur Auslandsaktien, sondern auch 800 börsennotierte Indexfonds, sogenannte ETFs gehandelt werden. Dadurch können Privatanleger nicht nur auf bestimmte Branchen, sondern auch auf Länder wie China, Vietnam und Indien setzen.

Über das Handelssegment Equiduct können Marktteilnehmer zudem Handelsparameter selbst festlegen – dadurch soll der beste Preis bei der Orderausführung gewährleistet werden.

Börse Düsseldorf: DAX-Werte ohne Spread handeln

Auch die Börse in Düsseldorf hält besondere Angebote für Privatanleger beim Aktienhandel bereit. DAX-Titel können zum Beispiel ohne Spread gehandelt werden,  Kauf- und Verkaufskurse sind damit identisch.

Vorteil: Düsseldorf bietet mit Quotrix ein elektronisches Handelssystem an, über das Privatanleger Wertpapiere von 8 bis 23 Uhr handeln können und zwar ohne dass Transaktionskosten und Courtage anfallen.

Münchner Börse: Sicherheit ist Trumpf

An der Münchner Börse wirbt man vor allem mit dem Thema Sicherheit um Privatanleger. Das Konzept „Active-Order-Control“ verspricht eine aktive Handelsüberwachung, wodurch Anleger bei einer Transaktion den besten Kurs erhalten sollen. Zudem wird jede Order auf Plausibilität geprüft.

Vorteil: Über das Handelssegment M:access bietet die Münchner Börse einen speziellen Markt für mittelständische Unternehmen an. Zudem offeriert München eine Reihe von Tools (Active Performance Control, myDividends, theScreener, SmartStops) für Privatanleger.

Tradegate – Privatanleger handeln gratis

Die Berliner Börse Tradegate (Handel von 8 bis 22 Uhr) ist erst seit 2009 aktiv und damit die jüngste Börse in Deutschland. Der vollelektronische Aktienhandel bringt Vorteile, da dem Anleger keine Maklergebühren oder sonstige Transaktionskosten entstehen.

Vorteil: Dies hat zur Folge, dass Privatanleger bei Tradegate kostenlos handeln. Tradegate erwirtschaftet sein Geld in erster Linie mit dem Eigenhandel (Spanne zwischen Kauf- und Verkaufskurse). Bis zu 80% der Aktien handelt Tradegate auf eigene Rechnung.

Fazit: Regionalbörsen bieten verschiedene Vorteile – aber auch Nachteile

Gerade bei kleinen Werten, die eher selten gehandelt werden, bieten Regionalbörsen beim Aktienhandel Vorteile. Doch es gibt auch Nachteile: An Regionalbörsen sind die Umsätze oft niedrig, es kann zu Teilausführungen kommen und die Order wird teurer als gedacht. Daher sollten Privatanleger Aufträge stets mit einem Limit oder Orderzusatz versehen.

Einige Online-Broker bieten die Option „Best Execution“ in der Order-Maske an, wodurch der Auftrag automatisch an die Börse geleitet wird, die für den Auftraggeber die beste Ausführung gewährleistet.

In Frankfurt gewährt man Privatanlegern inzwischen eine Qualitätsgarantie. Das heißt, die Preise sind bei der Ausführung mindestens so gut wie am Referenzmarkt – bei Tradegate sucht man diese Garantie vergeblich.

3. Januar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands