Aktienhandel lernen: eine Einführung in die Welt der Börse
Dieser Artikel soll Sie als Anleger ein wenig mehr mit der Welt der Börse vertraut machen und Ihnen dabei helfen, Aktienhandel zu lernen.
Im Folgenden wollen wir Ihnen daher einige grundlegende Begrifflichkeiten erläutern und Sie mit Informationen zum alltäglichen Prozedere an der Börse versorgen.
Ein organisierter Markt für vertretbare Sachen nach bestimmten Regeln wird als Börse bezeichnet.
Dabei kann zum Beispiel mit Aktien, Anleihen, also Wertpapieren, oder aber mit Devisen sowie bestimmten Waren wie Rohstoffen gehandelt werden.
Die Börse führt Angebot und Nachfrage marktmäßig zusammen und gleicht sie durch Festsetzung von Preisen (Kursen) aus.
Angebot und Nachfrage werden hier während definierter Handelszeiten durch Makler ermittelt.
Dabei gilt: Wenn mehr Kauf- als Verkaufsanträge (Orders) für eine Aktie vorliegen, steigt der Preis der Aktie; ist es umgekehrt, sinkt er.
Aktienhandel lernen: Was an der Börse gehandelt wird
Beim Handel an der Börse muss aufgrund der breiten Produktpalette zwischen einem Kassamarkt und einem Terminmarkt unterschieden werden.
Der Aktienhandel vollzieht sich auf einem Kassamarkt, genau wie der Handel mit Waren oder Anleihen, welche auch Basiswerte genannt werden.
Als Kassageschäft wird also der Vertragsabschluss über den Kauf oder Verkauf von beispielsweise Aktien bezeichnet. Miteigentümer am Gesamtvermögen einer Aktiengesellschaft ist man ab dem Zeitpunkt, zu welchem man eine Aktie kauft.
Der Kassamarkt ist ein Teilmarkt einer Börse, welcher bei der Abwicklung eines Geschäfts unmittelbar nach dessen Abschluss stattfinden muss. In Deutschland ist dieser Zeitraum auf 2 Tage festgelegt.
Erfolgt diese Abwicklung erst zu einem späteren Zeitpunkt, wird von einem Termingeschäft gesprochen.
Der Terminmarkt ist der ökonomische Ort, an dem Angebot und Nachfrage nach Termingeschäften aufeinander treffen.
Aktienhandel lernen: Wo und wie man Aktien kaufen kann
Ein Aktiengeschäft kann über die Hausbank abwickelt werden.
Bevor Sie eine Aktie kaufen, ist es wichtig, dass Sie sich ein Limit setzen und so den Höchst- bzw. Tiefstkurs bekanntgeben.
Nach dem Kauf von Aktien werden diese in einem Wertpapier-Depotkonto gutgeschrieben, über welches Sie jederzeit verfügen können.
Mehr dazu: Aktien kaufen für Anfänger – Wie Anleger am besten vorgehen
Es ist zu beachten, dass zu dem eigentlichen Kaufpreis der Aktien Spesen zuzuzahlen sind. Diese liegen bei 1,25 Prozent des Kurswertes und gelten dabei als Obergrenze.
Aktienhandel lernen: Wo sich der Aktienhandel vollzieht
Grundsätzlich gibt es in Deutschland 8 Wertpapierbörsen, eine Devisenbörse, eine Wertpapierterminbörse und eine Warenterminbörse.
Ein Großteil des Aktienhandels wird in Deutschland über die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), welche die wichtigste deutsche Börse ist, und XETRA abgewickelt.
Die Wertpapierbörse wird auch als Aktien- oder Effektenbörse bezeichnet. Sie ist eine Börse, an der Wertpapiere, Aktien und Derivate im Sinn des jeweiligen nationalen Wertpapierhandelsgesetzes gehandelt werden.
Um einen guten Überblick über die Entwicklung an der Börse zu erhalten, ist ein Blick auf den Index sinnvoll, um die Stimmung auf dem Markt zu erfassen.
Mehr dazu: Aktien kaufen – Timing ist entscheidend
In Deutschland ist der DAX der bedeutendste Stimmungsanzeiger.
Dieser wird an der Frankfurter Börse aus den Kursen der 30 wichtigsten inländischen Aktien ermittelt.



