MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aktienhandel nach Börsenschluss: wie die Nachbörse funktioniert

Die Öffnungszeiten der Börsen sind festgelegt.

Das elektronische Handelssystem  XETRA schließt um 17.30 Uhr, die Parkettbörse in Frankfurt um 20 Uhr.

Mehr dazu: Die Handelszeiten der deutschen Börse

Allerdings werden diese Handelszeiten immer flexibler.

Viele Anleger wollen auch außerhalb der offiziellen Börsenzeiten noch handeln.

Die Nachbörse macht den Aktienhandel nach Börsenschluss mittlerweile für alle Anleger möglich.

Die Nachbörse

Als Nachbörse bezeichnet man den Handel mit Wertpapieren nach dem offiziellen Börsenschluss.

Im Englischen spricht man von „After Hours Trading“.

Zumeist finden die Geschäfte zwischen Banken statt, aber der nachbörsliche Handel wird auch zunehmend für Privatanleger angeboten. Oft kann der Handel nach Börsenschluss richtungsweisend für die Tendenz des Aktienkurses am nächsten Tag sein.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Im Allgemeinen sind die Preise der Nachbörse außerdem nützlich, um die Reaktion des Marktes auf direkt nach dem regulären Börsenschluss veröffentlichte Informationen zu beobachten. So führen Unternehmensnachrichten, die nach dem offiziellen Börsenschluss veröffentlich werden, bereits nachbörslich schon zu entsprechenden Kursbewegungen.

Beim Aktienhandel an der Nachbörse entfällt die normale Handelsaufsicht der Börse. Über Realtime-Handelssysteme oder Transaktionen über Telefon und Internet kann der Privatanleger noch bis 22 Uhr, in Ausnahmefällen auch bis 23 Uhr, handeln.

Bis wann Sie an der Nachbörse Geschäfte machen können, ist abhängig vom Ihrem jeweiligen Broker.

Im Gegensatz zur offiziellen Börse können zudem die außerbörslichen Dienste der Broker eine eigene Kostenstruktur haben.

Sie orientieren sich zwar an den an der Börse üblichen Gebühren, dennoch sollte man sich vorher bei Ihrer Bank oder bei Finanzportalen wie zum Beispiel Ariva, maxblue oder OnVista über die möglicher Weise zusätzlich anfallenden Kosten informieren.

Wie der Aktienhandel nach Börsenschluss funktioniert

Gibt man eine Order für eine Aktie erst nach Börsenschluss, wird die Aktie frühestens zum Eröffnungskurs des nächsten Tages gehandelt – allerdings erst, wenn die Börse wieder geöffnet ist.

Beim nachbörslichen Handel über einen Broker oder einen anderen Dienst werden die Kurse der Aktien direkt aktuell bestimmt und ausserhalb der Börse gehandelt. Im Fachjargon nennt man das „OTC“ (Over The Counter“). Sie müssen dazu einen anderen Handelspartner finden, der mit Ihnen kontrahieren möchte. Dabei hilft Ihnen Ihr Broker.

Wenn Sie nachbörslich Optionsscheine handeln wollen, dann stellt Ihnen im Allgemeinen der jeweilige Emittent entsprechende handelbare Kurse.

Alle diese Kursangebote ändern sich natürlich laufend nach Angebot und Nachfrage.

Im Unterschied zum offiziellen Börsenhandel bestehen an der Nachbörse allerdings grundsätzlich weniger Liquidität und ein geringerer Umfang an handelbaren Wertpapieren.

Grundsätzlich sind mehr Preisschwankungen möglich. Daher ist es sehr wichtig, ein Limit zu setzen.

Der Preis, mit dem die Nachbörse abgeschlossen hat, kann und wird in der Regel zudem vom Preis der regulären Börse abweichen.

Regeln für den Handel an der Nachbörse

Zunächst ist es wichtig, sich bei der Brokerfirma zu informieren, wie sie im nachbörslichen Handel auftritt, da jedes Unternehmen eigenen Regeln folgt.

Empfehlenswert ist es außerdem, bei hochkapitalisierten Unternehmen zu bleiben, die den erweiterten Handel dominieren und deren vor- bzw. nachbörsliches Kursbild genau zu studieren.

Wenn Sie bereits bisher Online gehandelt haben können Sie meist ohne großen zusätzlichen Aufwand auch nachbörslich über Ihre Bank handeln. Infomieren Sie sich aber im Zweifel telefonisch bei Ihrem Berater, ob und wenn ja welche Besonderheiten Sie dabei beachten müssen.

Fazit

Der Handel nach Börsenschluss ist für Privatanleger eine gute Möglichkeit, den Handelstag zu verlängern und die Handelszeiten auszuweiten.

Allerdings ist es für jeden Anleger wichtig, sich über die Abläufe und Regeln der Nachbörse zu informieren, da sie von denen der regulären Börse abweichen. Ihr Broker wird Ihnen mit entsprechenden Informationen helfen.

20. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Lisa Mattil
Von: Lisa Mattil. Über den Autor

Lisa Mattil beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Themen private Finanzen, Vorsorge, Versicherung und Steuern. Als freie Journalisten hält sie sich auf diesem Gebiet ständig auf dem Laufenden.