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Aktienhandel: Versteuern von Aktiengewinnen

Beim Aktienhandel entstehen natürlich nicht nur Gewinne, sondern auch Kosten.

Neben der Provision für die Bank und einer Maklercourtage bei DAX-Aktien oder anderen Werten, erhebt auch das Finanzamt seinen Anspruch an den Gewinnen.

Anleger, die über Discount Broker handeln, zahlen zwar weniger, müssen allerdings auch auf die Anlageberatung verzichten.

Alles, was man durch die Geldanlage verdient, unterliegt der sogenannten Abgeltungssteuer – dabei ist egal, ob durch eingefahrene Kursgewinne oder Dividenden.

Aktienhandel versteuern durch die Abgeltungssteuer

Der Satz der Abgeltungssteuer liegt bei pauschal 25 %.

Hinzu kommen noch der Solidaritätszuschlag, der bei 5,5% der Steuersumme liegt, und gegebenenfalls die Kirchensteuer.

Somit beträgt die Steuerbelastung 26, 375 % für Nicht-Kirchenmitglieder und 27,98 % für Kirchenmitglieder. Kirchenmitglieder aus Bayern und Baden-Württemberg zahlen eine Steuer von 27,81 %.

Die Bank behält die Abgeltungssteuer automatisch ein und leitet sie an den Fiskus weiter.

Steuern auf Dividenden

Die Dividende, die von der Aktiengesellschaft an die Aktionäre ausgeschüttet wird, unterliegt der Körperschaftssteuer von 25 %.


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Von der Bardividende wiederum wird eine Quellensteuer von 20% abgezogen, die so genannte Kapitalertragssteuer.

Meistens kommt hierzu ebenfalls noch der Solidaritätszuschlag von 5,5%.

Das Kreditinstitut, das die Aktien verwahrt, stellt dem Aktionär eine Bescheinigung über die einbehaltenen Steuern aus.

Steuern sparen durch den Freistellungsauftrag

Der sogenannte Sparerpauschbetrag ermöglicht es, dass ein Teil der Kapitalerträge steuerfrei bleiben.

Man muss seinen Aktienhandel also nicht vollständig versteuern, sondern nur den Betrag, der nach Ausschöpfung des Freibetrags übrig bleibt.

Der Sparerpauschbetrag beträgt jährlich 801 €, bei zusammen veranlagten Ehepaaren 1.602 €.

Um diesen Freibetrag in Anspruch nehmen zu können, müssen Sie bei der Bank einen Freistellungsauftrag einreichen.

Mehr zum Thema: Freistellungsauftrag: Aufteilen des Sparbetrags leicht gemacht

Außerdem kann es sich lohnen, beim Finanzamt eine sogenannte Nichtveranlagungs-Bescheinigung zu beantragen.

Wird eine solche Bescheinigung bei der Bank eingereicht, führt diese unabhängig von derHöhe der Kapitalerträge gar keine Abgeltungssteuer ab.

Das ist beispielsweise für Rentner oder Studenten möglich, die grundsätzlich zu wenig Geld verdienen, um überhaupt Steuern zahlen zu müssen.

Ein Depot, das auf den Namen des Kindes oder Enkels geführt wird, kann ebenfalls durch den Freistellungsauftrag von der Abgeltungssteuer befreit werden.

Zu viel gezahlte Steuern werden erstattet

Oft zahlen Anleger zu viele Steuern, wenn sie vergessen haben, eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung oder einen Freistellungsauftrag zu erteilen.

Diese zu viel gezahlten Steuern werden dem Anleger zurückerstattet, sobald er die Steuererklärung abgibt.

Für diese Rückzahlung muss die Steuererklärung inklusive der Anlage KAP (Einkünfte aus Kapitalvermögen) abgegeben werden.

Versteuern von Aktiengewinnen lässt sich nicht vermeiden

Aktiengewinne müssen vollständig versteuert werden.

Damit haben Anleger leider keinen steuerlichen Vorteil mehr.

Dennoch gibt es Wege, auch hier Steuern zu sparen, nämlich mit dem Freistellungsauftrag.

Ebenso werden zu viel gezahlte Steuern zurückerstattet, sodass es sich in jedem Fall lohnt,  den Antrag auszufüllen und der Steuererklärung beizufügen.

21. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.