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Bovespa Index: Das steckt hinter Brasiliens Aktienindex

Im Land des Gastgebers der Fußball-WM 2014 wird vor dem Event viel Geld in die Hand genommen. Diese Investitionen locken wiederum Anleger an, die sich davon eine positive wirtschaftliche Entwicklung erhoffen.

Deshalb lohnt sich ein Blick auf den Bovespa Index. Er bildet den Kursverlauf von über zwei Drittel aller brasilianischen Unternehmen ab.

Aktienindex Brasilien für Privatanleger

Investoren haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten an der brasilianischen Wirtschaft zu partizipieren. Zumindest wenn es darum geht mit einer Anlage ein breites Feld an Unternehmen abzudecken. Als Indexfonds bietet sich der MSCI Brazil an. Dieser umfasst alle brasilianischen Aktien und bildet die Gesamtentwicklung Brasiliens sehr gut ab. Allerdings ist es wie gesagt ein Fonds und damit nicht jedermanns Sache.

Der Bovespa ist die Alternative. Mit einfachen oder gehebelten Derivaten kann man auf dessen Entwicklung spekulieren. Natürlich sind Spekulationen mit Optionsscheinen genauso möglich. Wichtig ist dabei noch zu wissen, dass der Bovespa Index 2 Schwergewichte in seiner Berechnung aufweist.


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
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  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
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Während die meisten Unternehmen etwa zwischen 0,5 und 3 % gewichtet sind, tanzen 2 Firmen aus dieser Reihe. Petrobras aus dem Öl- und Gas-Sektor wird derzeit mit 15,7 % gewertet und Vale (Bergbau) mit 14,9 %. Diese beiden Unternehmen machen also allein gut 30 % der Entwicklung des Bovespa Index aus. Erst danach kommen Banken, Finanzdienstleister und Stahlerzeuger mit je 3 bis 4 %.

Bovespa Index im Detail

Oft wird er einfach als Bovespa bezeichnet, auch wenn der exakte Titel „Bovespa Index“ lautet. Insgesamt besteht er aktuell aus 57 Unternehmen, die im Zentrum der brasilianischen Börse gehandelt werden. Dies findet sind Sao Paolo statt. Von der gesamten Marktkapitalisierung an der Börse Sao Paolo umfasst der Aktienindex Brasilien etwa 70 %.

Das dabei die wichtigsten Unternehmen im Bovespa Index enthalten sind, erkennt man deutlich. Schließlich beziehen sich über 80 % aller Handelsaufträge in Sao Paolo auf Aktien des Index. Für Anleger ist deshalb der Bovespa Index ein guter Gradmesser, wenn es darum geht die brasilianische Wirtschaft zu analysieren.

Die Geschichte des Aktienindex Brasilien

Die Geschichte des Bovespa Index und Brasiliens ist extrem stark von Inflation geprägt. Aus diesem Grund ist der Aktienindex Brasilien für häufige Anpassungen bekannt. Konkret wurde der Index um die Relation zu behalten 1983 durch 100 geteilt.

Kein Wunder, denn im selben Jahr steigerte er seinen Wert um 750 %. Um dem gerecht zu werden, wurde der Wert des Index ab sofort durch 100 dividiert. Aus einen Kurs von 20.000 würden so beispielsweise nur noch 200.

Das allein reichte aber nicht aus. In den Folgejahren fanden 10 weitere Teilungen statt – dann allerdings jeweils durch 10. Die letzte Teilung erfolgte 1997. Setzt man die jeweiligen Zahlen in Relation, so war der Stand Ende 1970 entsprechend der heutigen Berechnung 0,00000000085.

Im Vergleich dazu endete das Jahr 2013 bei 51.507 Punkten im Bovespa Index. Ohne die Teilungen würde der Index heute im Billiarden-Bereich stehen. Auch ein deutliches Zeichen, wie sich Inflation abbilden lässt.

Aktienindex Brasilien zur Fußball-WM

Das bisherige Allzeithoch wurde im November 2010 markiert und liegt bei 73.862 Punkten im Aktienindex Brasiliens. Im Vergleich dazu notiert der Bovespa Index kurz vor der Fußball-WM rund 20.000 Punkte tiefer. Ein Schub durch das bevorstehende Event ist zwar zu erkennen. Von alten Höchstmarken sind die Kurse aber noch weit entfernt.

Privatanleger sollten deshalb vorsichtig agieren und nicht blind auf steigende Kurse im Aktienindex Brasilien spekulieren. Vor allem wegen der oben genannten Gewichtung. Denn es ist fraglich, wie positiv sich die Fußball-WM auf Öl, Gas und Bergbau auswirkt. Stahlbauer haben wenn überhaupt, dann bereits vor dem Event profitiert.

Insofern bleiben vorerst nur Finanzdienstleister und Banken als eventuelle Nutznießer übrig. Demnach sollten Anleger andere Gründe als die Fußball-WM finden, wenn sie in Aktienindex Brasilien investieren möchten.

4. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.