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Aktienkauf: Billigst versus Limit

Beim Kauf von Wertpapieren hat der Anleger grundsätzlich 2 Möglichkeiten, seinen Auftrag zu platzieren:

So kann er seine Order beim Aktienkauf „billigst“ oder mit einem Limit versehen.

„Billigst“ und „Limit“ gleichzeitig auszuwählen ist jedoch nicht möglich.

Beide Ordertypen haben ihre Vor- und Nachteile.

Wird die Order „billigst“ an der Börse platziert, wird der Kaufauftrag in der Regel unmittelbar ausgeführt.

Aktienkauf billigst – Market-Order wird direkt ausgeführt

Ein solcher unlimitierter Auftrag wird auch Market-Order genannt, da dieser zum aktuellen Marktpreis ausgeführt wird.

Das heißt, am Markt wird der aktuell günstigste Preis gesucht, zu dem ein Verkäufer bereit ist, die gleiche Stückzahl der betreffenden Wertpapiere zu verkaufen.

Ein Beispiel: Der Kurs der Muster AG steht aktuell bei 55 €. Der Anleger platziert einen Kaufauftrag über 100 Aktien der Muster AG „billigst“.

Auf der Gegenseite findet sich nur ein Verkäufer, der gegenwärtig bereit ist, 100 Stück Aktien der Muster AG zu 55,10 € zu verkaufen. Der Auftrag wird zu 55,10 € ausgeführt.


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Die Billigst-Order wird sofort ausgeführt, so dass die Papiere meist schon am nächsten Tag im Depot erscheinen. Der Anleger muss aber eventuell einen für ihn ungünstigeren Kurs in Kauf nehmen.

Mehr zum Thema: Wann ein Aktienkauf ohne Limit sinnvoll ist

Um dem Nachteil der ungünstigeren Preisausführung zu entgehen, kann der Anleger seinen Auftrag mit einem Limit versehen.

Rechnet der Anleger zum Beispiel mit einem Kursrückgang nach einem starken Kursanstieg, kann er seinen Auftrag mit einem Limit von 50 € erteilen.

Erneut ein Beispiel zur Veranschaulichung: Der Kurs der Muster AG steht bei 60 €. Der Anleger rechnet mit einer Konsolidierung und erteilt daher einen Kaufauftrag für 100 Stück Aktien der Muster AG mit einem Limit von 55 €.

Erst wenn die Aktie die Marke von 55 € erreicht, wird der Kaufauftrag ausgeführt.

Zeitliche Befristung des limitierten Auftrags

Bei der Festlegung des Limits kann der Anleger auch angeben, wie lange das Limit zeitlich gesehen gültig sein soll. Dabei kann man in der Regel zwischen 3 Zeitlimits auswählen.

Zum einen kann der Kaufauftrag mit dem Zusatz „tagesgültig“ versehen -, zum anderen aber auch mit dem Zusatz „ultimo“ platziert werden.

Tagesgültige Aufträge werden am gleichen Tag ausgeführt, an dem das entsprechende Kurslimit erreicht wird.

Wird dieses hingegen nicht erreicht und die Order nicht ausgeführt, erlischt der Kaufauftrag am nächsten Tag automatisch. Bei Bedarf muss der Kunde also einen neuen Auftrag erteilen.

Wird der Auftrag mit dem Zusatz „ultimo“ erteilt, gilt er bis Monatsende.

Als dritte Option kann der Anleger ein genaues Datum eingeben, bis wann der limitierte Auftrag gültig sein soll.

Wichtig: Fällt die limitierte Order in einem Zeitraum, in der der Wert „ex Dividende“ (Tag nach der Dividendenausschüttung) gehandelt wird, wird die Order in der Regel von der Börse gestrichen. Auch dann muss der Anleger einen neuen Auftrag erteilen.

Mehr zum Thema: Ex Dividende: Was ist das?

Der Vorteil bei der Erteilung von Kaufaufträgen mit einem Limit liegt darin, dass der Anleger nicht Gefahr läuft, einen für ihn ungünstigeren Kurs zu erhalten.

Bei einer limitierten Order kann es allerdings sein, dass der Anleger die gewünschten Papiere nicht sofort erhält. Daher sollte er darauf achten, dass das Limit nicht unrealistisch weit von der aktuellen Notierung entfernt ist.

Aktienkauf: billigst oder Limit? Experten raten zu limitierten Aufträgen

Insgesamt raten Wertpapierexperten beim Aktienkauf eher zu limitierten Aufträgen. Die Gefahr zu hoher Kaufpreise bei nicht-limitierten Aufträgen ist nämlich nicht zu unterschätzen.

Nur in Einzelfällen – zum Beispiel, wenn der Kauf eines Papiers sofort erfolgen muss – ist ein Aktienkauf mit dem Zusatz „billigst“ zu empfehlen.

2. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands