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Aktienkauf – Handelsplätze richtig auswählen

Privatanleger haben die Qual der Wahl beim Aktienkauf.

Handelsplätze gibt es beispielsweise gleich mehrere.

Insgesamt stehen dem deutschen Anleger hierzulande 7 Börsen zur Verfügung, über die Wertpapiere gehandelt werden können.

Alle großen Werte aus dem DAX, MDAX oder TecDAX werden an diesen gehandelt.

Daneben kann der Investor aber auch ausländische Papiere direkt über die New Yorker Börse oder die Nasdaq ordern.

Grundsätzlich ist dabei – hier wie dort – die richtige Wahl des Handelsplatzes oft entscheidend, wenn man als Anleger Zusatzkosten vermeiden möchte.

Aktienkauf: Xetra verdrängt Parketthandel

Der Anleger hat die Wahl zwischen dem computergestützten Xetra-Handel und dem Parketthandel. Allerdings rücken elektronische Handelssysteme zunehmend in den Vordergrund.

In 2011 wurde der Parketthandel in Frankfurt durch ein elektronisches Handelssystem abgelöst. Mehr als 95 Prozent des deutschen Aktienhandels werden inzwischen über den bereits oben erwähnten Xetra abgewickelt.


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Über diesen können Wertpapiere zwischen 8.00 und 20.00 Uhr gehandelt werden. Die Xetra-Kernhandelszeit ist jedoch zwischen 9.00 und 17.30 Uhr. Denn vor allem in diesem Zeitfenster sind Banken, Versicherungen und andere institutionelle Anleger aktiv.

Mehr dazu: Xetra-Handel: Welche Vorteile Anleger daraus ziehen können

Neben dem Handelsplatz Frankfurt kann der Anleger Wertpapiere auch über die Börsen in Stuttgart, Berlin, Düsseldorf, München, Hamburg und Hannover handeln.

Darüber hinaus kann man Papiere auch außerbörslich kaufen und verkaufen. Allerdings sind die Kosten beim außerbörslichen Handel oft höher.

Neben den Kosten spielen auch Kursunterschiede eine Rolle. Der günstigste und schnellste Weg ist die Abwicklung über den Xetra-Handel. Hier fallen keine Courtage-Gebühren an.

Xetra für alle großen deutschen Werte die richtige Wahl

Der Handel über Xetra ist insbesondere für alle großen deutschen und ausländischen Standardwerte empfehlenswert, da hier meist die größte Liquidität herrscht.

Je liquider der Markt ist, desto fairer sind in der Regel die Preise. Gleichzeitig gilt: Je geringer der Spread, desto günstiger wird es für den Anleger.

Mehr dazu: Börsenplätze: So treffen Sie die richtige Wahl

Bei Auslandsaktien, die in Frankfurt gehandelt werden, bezieht sich der Kurs auf den aktuellen Preis an der jeweiligen Heimatbörse. Dieser gilt als Referenzmarkt und dadurch soll der Privatanleger in Deutschland einen fairen Preis erhalten.

Handelsplätze beim Aktienkauf – Optionsscheinkäufer sollten auf Stuttgart setzen

Auch bei Exchange-traded funds (ETFs), also börsengehandelten Fonds, ist der Xetra-Handel der richtige Handelsplatz, da die Courtage hier niedriger ist als bei anderen Börsenplätzen.

Die Börse Stuttgart (Euwax) hat sich dagegen auf Derivate (Zertifikate, Optionsscheine etc.) spezialisiert. Zertifikate- und Optionsschein-Fans sind daher in Schwaben bestens aufgehoben.

Die Börse Berlin gilt hingegen als Spezialist für ausländische Werte, so dass sich der Anleger den teuren Weg zum Beispiel über die New Yorker Börse oder die Nasdaq sparen kann.

Fondsanleger sind ferner bei der Börse in Hamburg bestens aufgehoben.

Mehr dazu: Handelsplatz: Richtige Börse wählen und bares Geld sparen

Egal für welchen Handelsplatz sich der Anleger letztendlich entscheidet; jede Order sollte stets mit einem Limit versehen werden. Dies ist insbesondere wichtig, wenn der Markt oder der Wert nicht besonders liquide ist.

12. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands