MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Aktienkauf: Kassa oder variabel beauftragen?

Wer Aktien über eine Bank oder einen Broker erwerben möchte, hat die Möglichkeit, den Kauf durch so genannte Orderzusätze genauer zu spezifizieren.

Lesen Sie hier die wichtigsten Unterschiede zwischen den Zusätzen ‚Kassa‘ und ‚Variabel‘.

Der Orderzusatz „Variabel“ ist heute die Regel

Um das Wichtigste gleich vorwegzunehmen: Der Orderzusatz Kassa ist veraltet. Er stammt noch aus der Zeit, bevor der elektronische Handel eingeführt wurde. Damals konnten variable Aufträge erst ab einer Stückzahl von 50 oder einem Vielfachen davon durchgeführt werden. Heutzutage besteht die Regel darin, Wertpapiere variabel zu handeln.

Die Angabe „variabel“ bedeutet dabei, dass die Aktienkurse während des gesamten Handelstages immer wieder aktualisiert werden, sobald ein Handel stattfindet. Das erfolgt bei umsatzstarken Aktien, zum Beispiel Aktien aus dem Dax 30, oft innerhalb von Sekunden. Es gibt also eine große Vielzahl von Kursen jeden Tag für ein und dasselbe Wertpapier.

Dies stellt in Zeiten der intensiven Computer- und Internet-Nutzung gerade auch im Börsenbereich überhaupt kein Problem mehr dar. Auch gibt es in der Regel keine Mindeststückzahlen mehr als Voraussetzung für eine variable Ordererteilung. Oft kann selbst eine einzelne Aktie variabel gehandelt werden.

Die allermeiste Brokersoftware und auch die Verwaltungsprogramme der verschiedenen Banken sind stets digital mit den Servern der Handelsplätze verbunden und vollziehen daher alle Kursanpassungen in Echtzeit nach. So können Sie alle aktuellen Kurse direkt abfragen, selbst per Smartphone.

Auch wenn sich die Preise gerade durch größere Mengen an Kauf- oder Verkauf-Ordern ändern, ist der Anleger von heute immer auf dem neusten Stand.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Mehr zum Thema: Kassa oder variabel? Die richtige Wahl bei Wertpapierorders

Eine andere Bezeichnung für den Zusatz ‚Variabel‘ lautet dementsprechend auch „fortlaufende Kursfeststellung“ – hierbei kann man die Besonderheit schon aus dem Namen ablesen.

Aktienkauf: Kassa ist veraltet

Aus dieser Erläuterung ergibt sich auch, warum der Orderzusatz „Kassa“ mittlerweile veraltet und nur selten gebräuchlich ist.

Er stammt nämlich aus der Zeit vor der vollständigen Digitalisierung des Börsengeschäfts und der Verknüpfung mit dem Internet.

Damals konnten besonders Handelsaufträge über kleinere Stückzahlen nicht sofort umgesetzt werden.

Stattdessen sammelte man alle Aufträge bis zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Tagesmitte und übermittelte sie dann alle auf einmal.

Da sich die (variablen) Kurse bis dahin in vielen Fällen bereits mehrfach verändert hatten, wurde ein Durchschnittspreis der verbleibenden Aufträge errechnet, zu dem der größte Umsatz stattfinden konnte. Die Rede war dabei auch vom so genannten Einheitspreis oder eben „Kassa-Kurs“.

Die so gesammelten Orderaufträge wurden also nur einmal täglich zu diesem durchschnittlichen Preis umgesetzt. Anschließend wurden alle Aufträge erneut bis zum nächsten Handelstag gesammelt.

Aktienkauf Kassa oder variabel – beides ist noch möglich

Obwohl der Kassa-Handel heute also keinesfalls mehr die Regel darstellt, gibt es verschiedene Gründe dafür, warum er dennoch vorkommen kann.

Zum einen kann ein Anleger explizit wünschen, dass eine Order Kassa abgewickelt wird. In diesem Fall muss einfach der entsprechende Orderzusatz angegeben werden.

Mehr zum Thema: Der Unterschied zwischen dem Orderzusatz Kassa und Variabel

Zum anderen gibt es Aktien, die nicht zum variablen Handel zugelassen sind, oder die zu geringe Börsenumsätze generieren.

Letzteres ist vor allem bei wenig liquiden Wertpapieren der Fall und führt dazu, dass deren aktuelle Kursstände nicht fortlaufend notiert werden können.

Immerhin findet der Kassa-Handel im weiteren Sinne heute an der Präsenzbörse dreimal täglich statt. Einmal kurz nach Eröffnung um 9:00 Uhr (Eröffnungsauktion), kurz vor Börsenschluss um 17:30 Uhr (Schlussauktion) und die klassische Kassakursfeststellung gegen Mittag.

Wenn Sie zu einem dieser Kursfeststellungstermine handeln wollen, können Sie beispielsweise auf der entsprechenden Ordermaske bei der Online-Aufgabe Ihrer Order einen entsprechenden Handelshinweis vorgeben. Das gilt natürlich auch bei der telefonischen Orderabgabe.

17. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.