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Aktienkauf-Meldepflicht: Regeln und gesetzliche Vorgaben

Was nicht alle Anleger wissen: Aktionär ist nicht gleich Aktionär. Je nachdem wie viele Unternehmensanteile ein Investor besitzt ändert sich auch dessen Mitspracherecht auf der Aktionärsversammlung.

Dieser Zusammenhang rief den Gesetzgeber auf den Plan, der durch die so genannte Meldepflicht für mehr Sicherheit und Transparenz in Aktiengeschäften sorgte. Lesen Sie hier alles über die Hintergründe dieser Regelung.

Aktien verbriefen Stimmrechte

Aktien sind per Definition die kleinsten Anteile eines Unternehmens, das an der Börse vertreten ist. Wer eine Aktie besitzt, erhält also gleichsam ein Stückchen des Unternehmens, inklusive aller Rechte und Pflichten.

Mehr zum Thema: Alles über Stammaktien und Stimmrechte der Aktionäre

Bei den meisten gewöhnlichen Aktien, den so genannten Stammaktien, verbrieft der Besitz darum zugleich ein Mitspracherecht bei Unternehmensentscheidungen.

Es gilt: Je mehr Aktien des Konzerns ein einzelner Investor besitzt, umso mehr Gewicht kann er bei Abstimmungen auf den Aktionärsversammlungen geltend machen.

Aktienkauf: Meldepflicht nur bei größeren Stückzahlen

Dieser Zusammenhang stellt in machen Fällen eine Schwierigkeit für das Unternehmen dar.


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Sollte ein einzelner Anleger in den Besitz von mehr als der Hälfte aller herausgegebener Aktien kommen, kann er im Zweifelsfall auch dann alle anderen übertrumpfen, wenn sich diese geschlossen gegen ihn stellen.

In diesem Fall könnte der Mehrheitsaktionär also ganz alleine massiven Einfluss auf wichtige Unternehmensentscheidungen nehmen, denn er besitzt ganz einfach die alleinige Mehrheit der Stimmen.

Mehr zu Thema: Aktienkauf-Meldepflicht soll für Transparenz sorgen

Darum kam es in früheren Börsentagen oftmals vor, dass ein Investor heimlich versuchte, die Mehrheit der Wertpapiere an sich zu bringen.

Das Wertpapierhandelsgesetz beinhaltet die Aktienkauf-Meldepflicht

Um dem zu begegnen, wurde im August 1994 in Deutschland das Wertpapierhandelsgesetz erlassen.

Darin sind etliche Vorschriften und Regeln für den Aktienhandel vom Gesetzgeber festgeschrieben, die das Engagement an der Börse transparenter und sicherer machen sollen.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert und überwacht die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben.

In diesem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) ist unter anderem die so genannte Meldepflicht beim Aktienkauf verankert.

Meldepflicht bedeutet dabei, dass Aktienkäufe und -verkäufe, die bestimmte Grenzen erreichen, öffentlich anzugeben sind. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass sowohl das betroffene Unternehmen als auch seien Mitaktionäre von der geänderten Stimmenverteilung Kenntnis erhalten.

Meldepflicht beim Aktienkauf ist für private Anleger peripher

Für Privat- und Kleinanleger spielt die Meldepflicht in der Regel allerdings keine große Rolle: dafür werden normalerweise zu geringe Mengen an Aktien erworben oder veräußert.

Immerhin entsteht die Meldepflicht gemäß §21 Wertpapierhandelsgesetz erst dann, wenn 3%, 5%, 10%, 15%, 20%, 25%, 30%, 50% oder 75% der Stimmrechte erreicht oder unterschritten werden.

In einem solchen Fall muss der Kauf bzw. Verkauf innerhalb von 4 Handelstagen an die BaFin gemeldet werden. Außerdem muss ebenfalls der Herausgeber der gehandelten Aktien, also die Unternehmensleitung selbst, informiert werden.

Mehr zum Thema: Wertpapierhandelsgesetz – Vorsicht bei Verjährung

Die entsprechenden Änderungen im Besitzverhältnisse der Anteilsscheine (und damit den Stimmrechten) werden im Unternehmensregister hinterlegt und zudem veröffentlicht.

Bei einer großen börsennotierten Aktiengesellschaft können das schnell tausende von Wertpapieren mit einem Gesamtwert im Millionenbereich sein.

Privatanleger werden diese Grenzen also in der Regel eher nicht berühren.

8. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.