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Aktienkauf: Order-Zusätze spezifizieren Käufe und Verkäufe

Um ihre Kosten für ein gewünschtes Aktiengeschäft in Grenzen zu halten, versehen viele Anleger ihre Order beim Aktienkauf mit Zusätzen.

Man sagt, sie arbeiten mit Limits oder Stopp-Loss-Marken.

Jede Order kann einen eigenen Zusatz bekommen.

Order-Zusätze beim Aktienkauf: Limits gelten für einen bestimmten Zeitraum

Gegenüber ihrer Bank oder ihrem Online-Broker geben die Investoren dann an,

welche Aktie sie in welcher Stückzahl handeln möchten.

Zusätzlich legen sie auch einen Höchstpreis fest, bis zu dem sie den Aktienkauf tätigen wollen.

Oder sie nennen einen Mindestpreis, den sie gerade noch bereit sind für den Verkauf ihrer Wertpapiere zu akzeptieren.

Andersherum geht dies auch: Dann nennen die Anleger einen Kurs, zu dem sie ihre Aktie verkaufen wollen, sollte die Notierung nachgeben.

Oder sie geben eine Kursschwelle vor, ab der sie eine bestimmte Aktie kaufen möchten.


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Es ist dabei üblich, einen Zeitraum vorzugeben, für den diese Limits gelten sollen. Das kann 1 Tag, mehrere Wochen oder bis zum Ende des laufenden Monats sein. Innerhalb dieser Zeit muss der Wertpapierhandel dann stattfinden.

Order-Zusätze bedeuten für die Banken einen höheren Aufwand, den sie sich von den Anlegern bezahlen lassen.

Übrigens gilt das auch dann, wenn die Preisgrenze für den Kauf oder Verkauf der Papiere nicht erreicht wurde und dadurch das Geschäft in der vorgegebenen Zeit gar nicht zustande gekommen ist.

Schließlich kann es durchaus vorkommen, dass sich zum genannten Kaufpreis keine Anbieter finden oder dass beim genannten Verkaufspreis niemand zugreift.

Anleger müssen nicht ständig auf die Kurse achten

Wer mit Order-Zusätzen arbeitet, kann sich darauf verlassen, dass seine Papiere automatisch zu den von ihm vorab bestimmten Preisen gehandelt werden.

Der Vorteil für den Anleger besteht darin, dass er börsentäglich nicht ständig auf die sich verändernden Kurse achten muss, um gegebenenfalls schnell zu reagieren.

Bei einem unlimitierten Kaufauftrag hingegen gibt ein Investor seinem Broker den Auftrag, bestimmte Aktien zu jedem gerade gültigen Kurs zu kaufen.

Schutz vor zu hohen Einstandspreisen

Gesetzte Limits bei einer Kauf- oder Verkaufsorder verhindern außerdem, dass auffällige – eventuell sogar nur kurzfristig auftretende – Preisspitzen einen ungünstigen Einfluss auf den eigenen Einstands- oder Verkaufspreis haben.

Man kauft die Aktie also nicht zu teuer ein oder verkauft zu billig.

Gewinne lassen sich sichern, indem man definiert, ab wann man eine steigende Aktie verkaufen möchte, um den erzielten Gewinn einzustreichen.

Ist man von der Aktie weiterhin überzeugt, kann man in einer vorübergehenden Kursschwäche nachkaufen.

Order-Zusätze beim Aktienkauf: Stopp-Loss-Marken begrenzen Verluste

Andersherum lassen sich auch Verluste begrenzen, sollte sich eine Aktie im Depot auf Talfahrt befinden. Einen solchen Order-Zusatz nennt man Stopp-Loss.

Der Anleger weist dann seine Bank an, den Titel zu verkaufen, sollte der Kurs unter ein vorher festgelegtes Niveau fallen.

Hat man also vorab definiert, ab wann man die Reißleine ziehen und sich von einem Titel verabschieden will, wird die Entscheidung konsequent umgesetzt. Sollte die Aktie im Wert steigen, lässt sich eine Stopp-Loss-Marke selbstverständlich ebenfalls erhöhen.

Order-Zusätze beim Aktienkauf: „Immediate or cancel“ und „fill or kill“

Es gibt noch 2 weitere Zusätze, mit denen man seine Aktienorder versehen kann, die für den Handel an ausländischen Börsen gelten:

Bei „immediate or cancel“ wünscht der Anleger, dass der Handel entweder sofort oder gar nicht ausgeführt wird

Bei „fill or kill“ soll der Auftrag nur vollständig, also nicht aufgeteilt in mehrere Teilausführungen, und wenn das nicht möglich ist, gar nicht vollzogen werden.

Mehr zum Thema: So lassen sich Teilausführungen vermeiden

Teilausführungen sind gerade an ausländischen Börsenplätzen besonders unangenehm, weil zusätzlich zu den Gebühren bei der Hausbank noch umfangreiche fremde Spesen und Gebühren anfallen.

6. März 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Petra Hoffknecht
Von: Petra Hoffknecht. Über den Autor

Petra Hoffknecht arbeitet als freiberufliche Wirtschafts- und Finanzjournalistin. Sie schreibt regelmäßig für das Handelsblatt, die VDI Nachrichten, Magazine des Sparkassenverlags und diverse Regionalzeitungen wie beispielsweise die Neue Osnabrücker Zeitung oder die Südwest Presse in Ulm.